Fehler bei der Konzeption & Erstellung von Firmenwebseiten vermeiden

Fehler bei der Webseitenerstellung vermeiden

Wer eine Firmenwebseite erstellt oder erstellen lässt und online geht, hat die Hoffnung auf Erfolg. Leider werden gerade bei Firmenwebseiten häufig Fehler begangen, die vermieden werden sollten. Manche sind gar so gravierend, dass sie im Nachhinein kaum auszubügeln sind.

Wir geben einen Überblick über die häufigsten Anfängerfehler bei der Erstellung von Webseiten.

1. Zu wenig Geld für Webentwicklung in die Hand nehmen

Oft fehlt gerade für den Vertriebskanal „Internet“ das Geld. Viel zu oft wird er noch unterschätzt und als „Notwendiges Übel“ betrachtet. Eigentlich hat dieser Vertriebsweg das gar nicht verdient, bietet doch das Internet jede Menge Möglichkeiten neue Absatzmärkte und Kundengruppen zu erschließen. Dennoch sparen Unternehmen oft am falschen Ende.

Einmal wird die Webseite in einer nur sehr mageren Version online gestellt, obwohl sie doch eigentlich viel mehr Potential haben könnte. Oder aber es wird der günstigste Anbieter für Webdesign bevorzugt, der evtl. gar keine Ahnung von professionellen Webauftritten hat. Da wird gerne mal der Cousin engagiert, weil er ja schon mal HTML programmiert hat und auch sonst oft im Internet unterwegs ist. Der wird er das schon hinkriegen.

So kommt es dann auch, dass die Umsetzung an allen Ecken und Enden hakt. Die Webseite kommt nicht in die Gänge, ist schwer zu handhaben und noch schwerer zu vermarkten. Achten Sie also bei der Erstellung und Betreuung der Firmenwebseite darauf, dass Sie jemanden beauftragen, der sich mit der Materie auskennt. Egal ob Freelancer für Webdesign oder Web-Agentur. Das ist auf jeden Fall besser als auf Baukastensysteme im Internet zu setzen oder die schnelle „Programmierung“ durch günstige oder kostenlose Bekannte/Anbieter zu realisieren.

2. Zu viel Geld für Webseiten ausgeben

Lassen Sie sich nicht den Rolls Royce verkaufen! Es gibt, wie in jeder Branche, schwarze Schafe unter Anbietern. Wenn Ihnen jemand eine normale Internetseite mit wenigen statischen Seiten und einem Standard-Webdesign für mehrere tausend Euro anbietet…seien Sie skeptisch. Holen Sie mehrere Angebote ein. Nur so können Sie den Preis wirklich einschätzen.

Passen Sie auch beim Thema Suchmaschinenoptimierung auf! SEO ist in aller Munde und es gibt hunderte Anbieter auf dem Markt. Einige dieser Anbieter versprechen Ihnen das Blaue vom Himmel. Garantieren Ihnen gute Rankings bei Google etc. Aber: Nur unseriöse Anbieter tun dies. Gerade SEO ist ein extrem undurchsichtiges Gebiet, in dem auch die besten Ihnen keine Garantien geben können.

3. Ein unattraktives Webdesign

Natürlich ist Webdesign auch Geschmacksache. Aber es gibt schon einige schlimme Beispiele im Internet, die nur durch ihr schlechtes Design Eindruck schinden. Achten Sie bei Ihrem Design darauf, dass es zeitgemäß ist und zu Ihrer Zielgruppe passt. Als Steuerberater sollte man das Design vielleicht eher schlicht wählen, während das Webdesign einer Discotheken-Internetseite schon knalliger daherkommen kann.

Am besten legen Sie Ihre Designentwürfe mehreren Personen unterschiedlicher Altersgruppen vor und fragen nach deren Meinung. So kristallisiert sich dann ein Favorit heraus, der dann in den Feinschliff gehen kann.

4. Ein falsches Verhältnis zwischen Webdesign und Inhalt

Nicht nur das Webdesign ansich kann ein Problem darstellen. Auch das Verhältnis der Optik zum Rest der Seite. Warum kommen Besucher auf Ihre Webseite? Normalerweise um sich zu informieren oder Käufe zu tätigen. Zielen Sie also mit Ihrem Design auf Ihre Inhalte und Produkte, vermeiden Sie es, davon abzulenken. Was bringt Ihnen ein toller animierter Banner über den Inhalten, wenn dieser Ihre Kunden doch nur vom wesentlichen abhält?

Verkünsteln Sie sich also nicht und versuchen Sie die Optik mit den Inhalten in ein stimmiges Verhältnis zu bringen. So fühlen sich die Kunden wohl und können ihrem eigentlichen Ziel nachgehen, wegen dem sie eigentlich auf Ihrer Webseite gelandet sind.

5. Zu wenige oder die falschen Inhalte

Einer der schlimmsten Fehler, den Sie begehen können: Sie haben schlicht die falschen oder zu wenige Inhalte! Ihre Zielgruppe oder Ihre Kunden besuchen Ihre Seite nur, wenn Sie Inhalte auf dieser vorfinden, welche für sie relevant sind. Über Suchmaschinen können Sie nur Besucher bekommen, wenn Sie überhaupt Inhalte haben.

Manchmal passiert es, dass Sie zwar jede Menge Besucher bekommen, aber leider immer die falschen. Abhängig von den Inhalten definieren Suchmaschinen Ihre Zielgruppe. Schreibe ich auf meinem Blog nur über Programmierung, werde ich keine potentiellen Kunden anlocken, sondern eher Entwickler, die das gleiche machen wie ich. Schreiben Sie also immer Inhalte für die Personen, die Sie auf Ihre Seite locken möchten.

Besteht Ihre Webseite nur aus einem Kontaktformular haben Sie vermutlich zu wenig Inhalt. Dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn über Suchmaschinen keine Besucher kommen. Und die Besucher die dennoch kommen, werden nicht allzu lange verharren, Sie finden ja nichts außer einem Kontaktformular vor. Erwarten Ihre Besucher bestimmte Inhalte, Sie können diese Erwartung aber nicht erfüllen, passiert das gleiche: sie springen ab und kommen nicht mehr wieder.

Können Sie selber nicht schreiben, dann investieren Sie in Ihre Webseite und Ihren Erfolg, indem Sie andere für sich schreiben lassen. Denken Sie daran, dass die Inhalte das wichtigste Gut auf Ihrer Webseite sind. Ohne gute und ausreichend viele Inhalte werden Sie es schwer haben gegen die Konkurrenz anzukämpfen. Anbieter wie content.de bieten gute Schreiberlinge zu sehr guten Preisen. Ich selber nutze content.de seit Jahren für meine eigenen Angebote.

6. Technische Fehler bei der Webseitenerstellung

Frames sind ein No-go

Vermeiden Sie Frames! Frames wurden früher verwendet um Navigation von Inhalt zu trennen und eine leichte Steuerung der Inhalte über diese Navigation zu ermöglichen. Heutzutage verwendet man diese nicht mehr, da diese Suchmaschinen daran hindern Ihre Webseite sauber zu durchsuchen und Inhalte zu indizieren.

Einstiegsseiten behindern Suchmaschinen

Ein weiterer Fehler, der häufig begangen wird, ist die Verwendung von Einstiegsseiten ohne Inhalt. Sie kennen das bestimmt auch. Besuchen Sie die Startseite einer Webseite, kommt manchmal eine Willkommens-Nachricht mit einem Link auf die weiteren Inhalte oder ggf. auf die Sprache die gewählt werden soll. Ansonsten nichts. Dadurch verschenken Sie jede Menge Potential bei den Suchmaschinen.

Google & Co. durchsuchen vor allem die Startseite nach Text und neuen Inhalten, um zu entscheiden worum es auf dieser Webseite geht. Steht dort nur „Willkommen“, haben Sie auch keine Möglichkeit für bestimmte Schlüsselworte in den Suchmaschinen mit Ihrer wichtigsten Seite (das sind nämlich die Startseiten meistens) gefunden zu werden. Schreiben Sie also sinnvolle Texte und bringen Sie immer wieder neues auf Ihrer Startseite mit Links auf Ihre Unterseiten (Richtwert: bis zu 100 Links sind immer OK).

Langsamer Webserver führt zu Absprüngen

Für die User-Experience und vor allem Google ist es heutzutage besonders wichtig, dass die Webseite nicht schleichend daher kommt. Nehmen Sie also nicht unbedingt den allerbilligsten Webhoster. Auch nicht unbedingt den kleinsten Vertrag. Achten Sie auf Bandbreiten-Zusagen bei Ihrem Hosting-Vertrag. Auch gute Tarife bekommen Sie für wenig Geld. So sparen Sie dich den Ärger, dass Ihnen die Besucher abspringen, noch bevor sich die Seite aufgebaut hat.

Zu viel Flash oder Javascript verhindert Indizierung

Auch bei diesem Fauxpas geht es wieder um Suchmaschinen. Suchmaschinen tun sich sehr schwer Inhalte zu indizieren, die mit Flash oder JavaScript dargestellt werden. Und kann die Suchmaschinen die Inhalte nicht indizieren, werden Sie auch nicht dafür in den Suchergebnissen gelistet. Sparen Sie also besonders bei Flash. Flash wird heutzutage immer seltener genutzt. iPhone & Co. unterstützen diese Technik nicht einmal. JavaScript sollte nur eingesetzt werden, wenn es sich um Inhalte oder Funktionen handelt, die für Suchmaschine unwichtig sind (z.B. die Formularprüfung der Pflichtfelder).

Die falsche Plattform kann zu hohen Kosten und Stillstand führen

Sehr oft wird dem Ersteller der Webseite vertraut, er würde schon das richtige CMS für die neue Webseite wählen. Die Arbeit im CMS selber funktioniert tadellos, aber wehe der alte Entwickler ist ausgewandert oder in Rente gegangen und das CMS ist eher von unbekannter Art oder sehr schwer weiterzuentwickeln. Ein Beispiel ist Typo3. Ein CMS, welches sehr mächtig ist, aber für normale Webseiten einfach viel zu Überdimensioniert. Die Einarbeitungsphase ist enorm und stellt selbst Webentwickler vor große Schwierigkeiten. Eine Weiterentwicklung wird dann in der Regel teuer, weil fähige Typo3-Entwickler nicht für Kleingeld arbeiten.

Informieren Sie sich also vorab darüber, ob das CMS, welches Ihr Webentwickler verwenden möchte, auch wirklich für Sie geeignet ist. Spricht das Web davon, dass das System sehr schwer zu erlernen ist oder kaum Verbreitung hat…lassen Sie lieber die Finger davon.

Letzte Version vom 1. Mai 2018 von Netzgänger
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6 Kommentare

  1. Elke sagt:

    Wie toll ist das denn! Da war ich auf der Suche, wie ich meine Themen Schlafstörung, Schlafseminare und Schlafschule auf meiner neuen Homepage besser präsentieren kann. Und stolpere dabei über Deine anderen Aktivitäten, wie Schlaf schön und weitere Tipps. Zufall? Nö! Der gemeinsame Nenner freut mich sehr. Besten Dank für die vielen tollen Tipps ! Werde mich umgehend mit SEO verspielen …

  2. Sonja sagt:

    Ich denke, der oftmals größte Fehler bei der Erstellung von Firmenwebseiten besteht darin, die Firmenwebseite nicht konsequent auf das zu erreichende Ziel auszurichten (z.B. die Kontaktdaten zu präsentieren oder zum Kontakt aufzufordern). Dazu kommt dann fehlende Usability. Da nützt dann selbst das beste Design nix.

  3. DrM sagt:

    Klar geben die Leute wenig Geld aus für Webseiten. Das Problem sind ja auch die Billiganbieter, die für ein paar Euro die Stunde schon Webseiten anbieten. Schaut doch mal auf Freelancermap oder so. Wenn du da 50€ die Stunde als Webdesigner verlangst, bekommst du doch kaum einen Job.

    • Kenne ich auch. Ich seh es aber nicht ein, nur für einen Job meine Arbeit zu billig zu verkaufen. Das Problem ist dann allerdings, dass die Unternehmen dann eben keine Optimallösung bekommen. Klar gibt es dann Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Aber wer billig anbietet liefert oft auch weniger Qualität.

  4. Commix sagt:

    Gibts denn wirklich noch Leute die Frames verwenden? Kann ich mir fast nicht vorstellen.

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