Teil 1: Die perfekte Internetpräsenz: Ziele, Konkurrenz und Zeit

Wer sein Unternehmen mit einer Webpräsenz im Internet positionieren möchte, sollte sich vorab über folgende Dinge im Klaren sein: Welche Ziele verfolge ich mit meiner Webseite? Wer ist meine Konkurrenz und bekomme ich das überhaupt zeitlich gestemmt?

Solange man diese Punkte nicht geklärt hat, sollte man erst gar nicht daran denken loszulegen, denn im Internet gilt: die richtige Vorbereitung erspart viel Arbeit im Anschluss.

Welches Ziel verfolge ich mit meiner Webseite?

Bevor Sie sich an die Konzeption einer Webseite machen, ist es grundlegend sich zu überlegen, warum Sie diese überhaupt benötigen. Fällt Ihnen hierzu nichts ein, außer weil die anderen ja auch alle eine haben, können Sie eigentlich ab diesem Punkt aufhören über einen Webauftritt nachzudenken. Fehlende Zielsetzungen gehören zu den größten Gründen für das Scheitern im www.

Aber woher weiß ich, welches Ziel verfolgt werden sollte?“ Nun, dass ist eigentlich ganz einfach. Sie müssen nur versuchen Ihr offline Geschäftsmodell auf einen weiteren Vertriebskanal auszuweiten. Und das eigentliche Ziel sollte immer sein: Erfolg!

Gehen wir davon aus, Sie sind ein Dienstleister (z.B. ein Handwerker oder ein kleiner Betrieb), der überwiegen lokal agiert:
Vermutlich werden Sie Einträge im Telefonbuch und den gelben Seiten haben. Zudem vielleicht Anzeigen in Zeitungen oder Werbeplakate an diversen Stellen. Somit ist ihr Ziel Ihrer Internetpräsenz klar:
sie erweitern Ihre Werbemaßnahmen auf das Internet. Ähnliches gilt auch für lokal anbietende Ärzte, kleine Hotels, Fotografen, etc.

Vielleicht sind Sie aber auch ein Händler, der in seinem Einzugsgebiet begrenzt ist, dieses aber optimal nutzen möchte. Was liegt da näher, als das Internet als Vertriebskanal zu nutzen? Beispielsweise mit einem Online-Shop.

Wer ist meine Konkurrenz und was machen die im Netz?

Ganz wichtig vorab ist es auch zu analysieren, wer Ihre Konkurrenz ist (das sollten Sie eigentlich schon wissen) und wie diese im Internet vertreten ist.

Nehmen wir an Sie wären ein Malermeister der in Nürnberg und Umgebung seine Dienste anbietet, und könnten durchaus den einen oder anderen Auftrag mehr vertragen. Ihr Hauptkonkurrent im Landkreis kann sich vor Aufträgen kaum retten, obwohl er nicht besser ist als sie und auch sonst sich von Ihren normalen Werbemaßnahmen kaum unterscheidet.

Vielleicht ist der Grund für seinen Erfolg, dass er im Internet schon einen guten Webauftritt hat, den man bei Google & Co. als erstes findet, wenn man nach einem Maler in Ihrer Heimatstadt sucht. Das Internet hat längst das Telefonbuch und die gelben Seiten als Quelle für die Suche nach einem passenden Dienstleister abgelöst. Sie müssen sich also fragen:
kann ich diesen Werbeweg ignorieren, während mein Konkurrent einen Kunden nach dem anderen generiert.

Aber nicht nur als eigentliche Entscheidung Pro und Contra der eigene Webauftritt ist es wichtig die Konkurrenz zu analysieren. Sie können sich auch jede Menge Tipps holen und lernen deren Erfolge zu wiederholen. Man muss das Rad nicht neu erfinden, nur vielleicht einfach ein wenig besser machen.

Wenn Sie analysiert haben, was die Konkurrenz bietet, sollten Sie überlegen: „Was kann ich zusätzlich bieten um mich abzuheben?“.
Bieten Sie z.B. als Malermeister Informationen, wie man richtig tapeziert. Oder als Gärtner eine Anleitung, wie man Bäume richtig schneidet. Haben Sie keine Angst davor, Tipps und Inhalte zu bieten, die dann dazu führen könnten, dass Sie nicht mehr beauftragt werden. Mit Service erreichen Sie neue Kunden und Kundenbindung.

Habe ich die Zeit, mich um meine Webseite zu kümmern?

Haben Sie Ihre Ziele definiert, kommt die entscheidende Frage: kann ich es leisten, diesen Vertriebsweg zu hegen und zu pflegen, so wie ich es auch in meinem normalen Geschäft tue?

Denn eines ist vorweg definitiv zu sagen: mit dem Erstellen eines Unternehmensauftritts ist es nicht getan (es sei denn, Sie haben tatsächlich keine Konkurrenz oder bieten Einmaliges an). So wie ein Auto immer wieder zur Tankstelle und zum Kundendienst muss, muss auch eine Internetseite regelmäßig gepflegt und gefüttert werden. Nur so wird sie auch von Suchmaschinen (und Suchmaschinen sind die, auf die es ankommt) gemocht. Alte, nicht gepflegte Webseiten fristen in der Regel ihr Dasein am Ende der Suchergebnisse.

Es lässt sich nicht pauschal sagen wieviel Aufwand betrieben werden muss, um mit seiner Unternehmenswebseite erfolgreich zu sein. Worauf man sich aber einstellen sollte, werden wir in den folgenden Teilen dieser Serie behandeln.

Verfolgen Sie auch unsere folgenden Teile um herauszufinden, wie Sie als kleines oder mittelständische Unternehmen die Erstellung Ihrer Webpräsenz richtig angehen:

Letzte Version vom 24. März 2016 von Netzgänger
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