Teil 2: Die Webseite selbst erstellen oder einen Webdesigner beauftragen?

Die eigene Internetpräsenz - Selber machen?

Als Unternehmen, welches das Web mit einer neuen Internetpräsenz erobern möchte, stehen Sie evtl. vor der Frage, ob Sie dies selber leisten können oder nicht. Haben Sie kein Know-How um eine Unternehmenswebseite selbst zu erstellen, ist die Frage quasi beantwortet.

Haben Sie zwar Know-How, aber wenig finanzielle Mittel, ist die Entscheidung tatsächlich nicht immer einfach. Ich versuche Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben.

Wie viel Know-How benötige ich um eine Unternehmenswebseite selber zu erstellen?

Generell kann man sagen: Haben Sie noch keine Erfahrung mit der Erstellung von Webseiten, wird Ihnen ein solches Projekt schwer fallen. Außer natürlich, Sie gehören zu der Zunft Menschen, die sich gerne und lange in Thematiken einarbeiten um dann alles selbst umzusetzen. Solche Macher haben durchaus die Chance etwas Tolles auf die Beine zu stellen, ohne im ersten Step Geld dafür in die Hand zu nehmen. Moderne Redaktionssysteme (CMS) bieten auch Einsteigern viele Möglichkeiten, schon out-of-the-box beeindruckende Websites zu erstellen.

Für die Erstellung und Einrichtung der eigenen Internetseite sollten Sie zumindest Kenntnisse in HTML und CSS besitzen. Optimalerweise kennt man sich auch ein wenig mit PHP aus und hat auch eine Datenbank schon einmal gesehen. Dies ist allerdings nur dann notwendig, wenn die Internetseite dynamische Inhalte und Features bieten soll, wie z.B. Shops,  E-Mail-Funktion und Datenbankabfragen.

Es lässt sich somit kaum beantworten, wie viel Wissen nötig ist um die eigene Internetpräsenz selbst zu stemmen. Wie so oft ist die Antwort: „…kommt drauf an!“. Wenn Sie nur eine statische Internetseite mit Bildern und Texten möchten, kommen Sie evtl. mit ein wenig Einarbeitungszeit selber zu guten Ergebnissen. Bei komplexeren Internetseiten scheitert es oft an Wissen, Zeit und evtl. technischem Verständnis.

Aber kann ich nicht einfach eine Webseite aus dem Baukasten nehmen?

Natürlich können Sie das. Aber Sie sollten es nicht! Sie sollten versuchen sich abzuheben von der Masse. Das gelingt nicht mit einem standardisierten System. Sicher sind die Preise oft attraktiv. Aber leider sind die Möglichkeiten, eine für Sie individuell zugeschnittene Webpräsenz zu schaffen, begrenzt.

Das fängt beim Design an: Baukastensysteme bieten meist nur einige Design-Vorlagen an, die Sie wählen können. Bei großen Anbietern kommt es also natürlich vor, dass mehrere Webseiten gleich aussehen und sich nur durch die Inhalte unterscheiden. Hier müssen Sie abwägen, ob Sie das stört oder nicht. Es ist wie mit dem eigenen Wohnungs-Umzug: sicher können Sie auch mit Ihrem Smart einen Umzug bestreiten. Nur: Sie können nicht alles transportieren und müssen Ihr geliebtes Sofa oder Ihr Klavier vielleicht zurücklassen. Mieten Sie stattdessen einen Umzugswagen, können Sie alles transportieren. Sie bezahlen zahlen aber ggfs. etwas mehr.

Sollten Sie also nicht zufällig ein Baukastensystem finden, welches sowohl preislich attraktiv ist, als auch alle Möglichkeiten der Nachbearbeitung bietet (wie Feature-Einbau, individuelles Design, etc.), raten wir dringend vor einer solchen Lösung ab. Sie sind eigentlich nur für Privatwebseiten, wie z.B. ein Familien-Fotoalbum, gedacht.

Also doch einen Webdesigner beauftragen?

Haben Sie keine Zeit und kein Know-How und haben Sie sich richtigerweise gegen ein Baukastensystem entschieden, bleibt Ihnen nur der Gang zum Spezialisten. Das kann eine Internet-Agentur sein oder ein freiberuflicher Webdesigner. Beide Lösungen haben Vorteile: die Internetagentur wird Ihnen verbindliche Termine geben können und kann ggfs. auf eine größere Bandbreite an Wissen und Erfahrungen zurückgreifen. Das bezahlen Sie allerdings mit einem höheren Preis.

Der Freiberufliche Webdesigner hingegen ist unkompliziert, in der Regel günstiger und oft dankbarer für einen Auftrag. Das ist ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist. Eine Internetagentur, welche nicht abhängig ist von kleineren Aufträgen, wird kleineren Aufträgen auch nur so viel Aufmerksamkeit schenken, wie es nötig ist um ein Projekt abzuschließen.

Freelancer hingegen werden versuchen, durch den einen oder anderen extra Service, Kunden so gut wie möglich zufriedenzustellen und somit Weiterempfehlungen zu generieren.

Wie ist das eigentlich mit Suchmaschinenoptimierung?

Suchmaschinen sind diejenigen, die man für sich gewinnen muss, um Erfolg im Internet zu haben. Daher sollten Internetpräsenzen von Unternehmen für Suchmaschinen optimiert sein. Das fängt mit der Optimierung der Seite selber an (Texte, Überschriften, Bildtexte, Navigation, etc.) und geht bis hin zu Anmeldungen bei Google & Co., Linkbuilding usw. Ohne Know-How steht man hier schnell allein da. Möchte man die Internetpräsenz selbst erstellen, empfiehlt es sich, zumindest dieses Wissen beim Profi einzukaufen. Ohne Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht heutzutage kaum noch etwas im WWW.

Fazit: Überlegen Sie sich also gut, ob Sie die Zeit und Muße haben, sich selbst der Erstellung Ihrer Firmenhomepage anzunehmen. Wenn ja, dann nichts wie los. Sie wären nicht der/die Erste, der/die sich in dem Bereich einarbeitet und Erfolge feiert. Wollen oder können Sie das zeitlich und know-how-technisch nicht leisten, ist vielleicht der Gang zum Profi die richtige Wahl.

Verfolgen Sie auch unsere folgenden Teile um herauszufinden, wie Sie als kleines oder mittelständische Unternehmen die Erstellung Ihrer Webpräsenz richtig angehen:

Letzte Version vom 29. November 2017 von Netzgänger
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5 Kommentare

  1. Jan Mark sagt:

    Toller Artikel, danke fürs Teilen.

  2. Guter Artikel: Selber machen ist spannend und ich denke, dass der heutigen Internet-User die dazu benötigten Fähigkeiten hat bzw. sich aneignen kann (oder können sollte). Was man beachten sollte (ich spreche hier aus Erfahrung): Die Website so aufbauen, dass man sie später problemlos an einen Profi abgeben kann und dieser sich nicht erst lange einlesen muss. Wenn man die Standard Vorgehensweise kennt, ist es nachher einfacher und auch günstiger, wenn man dann doch mal externe Hilfe benötigt.

  3. nelle sagt:

    Ich habe keine Programmierkenntnisse, aber ich habe meine Seite mit WordPress selbst erstellt. Sie ist einfach, aber es geht.

  4. HugueZ sagt:

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Agenturen zwar teuer sein können, aber haltr auch den Vorteil bieten, verfügbar zu sein. Bei Freelancern hat man halt doch begrenzte Zeitressourcen. Dafür aber günstiger…

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