Teil 4: Welche Plattform für meine Unternehmensseite?

Welche Plattform für meine Unternehmensseite?

Nachdem Sie als Kleinunternehmer (KMU), Handwerker oder Dienstleister welcher Art auch immer, die Entscheidung für Ihre Unternehmensseite gefällt haben, müssen Sie entscheiden, auf welcher Basis diese aufgebaut werden soll. Statisch oder ein Redaktionssystem (CMS)?

Bleiben wir bei dem Beispiel des Kleinen oder Mittelständischen Unternehmen, welches regional begrenzt in Nürnberg und Umgebung tätig ist. Sie als Unternehmer haben nun die Ziele für Ihre neue Internetpräsenz definiert. Sie haben entschieden, ob Sie diese selbst entwickeln oder einen Webdesigner beauftragen wollen. Und Sie wissen nun, welche Inhalte und Features Ihre Internetseite bieten soll. Jetzt stellt sich für Sie die Frage, auf welcher Basis soll ich entwickeln oder entwickeln lassen?

Die eigenentwickelte Internetpräsenz

Eigenentwickelte Webseiten werden heutzutage immer seltener, aber sind doch manchmal eine gute Wahl. Möchten Sie beispielsweise nur ein paar Informationen online stellen, dazu vielleicht ein Kontaktformular, reicht eine statisch entwickelte Webseite oftmals aus. Der Vorteil bei dieser Lösung? Sie sparen sich die höheren Kosten beim Webhoster, wenn Sie ohne Datenbankzugriff auskommen.

Zudem haben Sie auch noch einen Sicherheitsvorteil: Standardisierte Systeme sind oft weit verbreitet und werden deutlich schneller auf Sicherheitslücken geprüft. Sind solche Lücken bekannt, ist es für vermeintliche Hacker ein Leichtes diese aufzuspüren. Sie suchen dann nach Webseiten, die genau dieses System nutzen. Das kann Ihnen mit einer eigenentwickelten Webseite nicht so schnell passieren. In der Regel sollte Ihre Seite dann in der breiten Masse untergehen und etwaige Sicherheitsprobleme gar nicht erst auffallen.

Ein weiterer Vorteil: Sie können sich Ihr Wunschsystem zusammenstellen, wie Sie es möchten. Und insofern Sie sauber entwickeln, haben Sie auch die Chance eine besonders performante Webseite zu erstellen. Bei Redaktionssystemen werden oft Lasten mitgeschleppt, die aus irgendeinem Grund implementiert wurden, aber vielleicht nicht unbedingt gebraucht werden. Zudem können Sie sich nicht sicher sein, ob die Module die Sie verwenden, auch wirklich performant entwickelt wurden. Das bremst Redaktionssysteme oftmals etwas aus. Warum das ein wichtiger Faktor ist, zeigen wir später in dieser Serie, wenn wir über Suchmaschinenoptimierung reden.

Die Nachteile: Sie haben einen erheblich höheren Arbeits- und Pflegeaufwand, wenn sich bei Ihrer Webseite regelmäßig Inhalte ändern. Dadurch, dass Sie tatsächlich in HTML und PHP entwickeln, können kleinere Änderungen an Ihrer Internetpräsenz zu arbeitsintensiven Aufgaben werden. Ggf. müssen Sie sogar Änderungen an verschiedenen Stellen durchführen, je nachdem wie vorausschauend Sie entwickelt haben.

Zudem wird auch die Ersterstellung der Webseite deutlich länger dauern. Sie müssen das komplette Grundgerüst einer HTML Seite aufbauen, haben wenig Möglichkeiten Standard-Designs zu verwenden und müssen so alles per Hand machen. Das kann unter Umständen schon mal Monate in Anspruch nehmen. Je nachdem wie viel Sie neben Ihren Kerntätigkeiten leisten können.

Die Verwendung eines CMS

Heutzutage wird für die Erstellung von Webseiten häufig ein Content Management System verwendet. Solche CMS’s werden auf Webservern installiert und bieten Out-of-the-Box bereits funktionierende Webseiten, welche Sie dann für Ihre Zwecke anpassen können. Sie können Inhalte einstellen oder ändern. Sie können das Standard-Design verwenden, neu bauen oder andere Designvorlagen verwenden. Und Sie können neue Features wie Galerien, Formulare, Shop- und Blogfunktionen einfach hinzufügen.

Es gibt eine Menge Redaktionssysteme am Markt, eine Übersicht würde den Rahmen sprengen. Ich möchte Ihnen die Redaktionssysteme vorstellen (allesamt kostenlos), welche ich während meiner Tätigkeit als Webdesigner und Webentwickler selbst verwendet habe.

Joomla! der Allrounder unter den Content Management Systemen

Joomla!Joomla! ist eines der größten und mächtigsten Systeme am Markt und verfügt über eine breite Fan- und Entwicklergemeinde. Und das ist auch der große Vorteil von Joomla! Sie werden selten Anforderungen finden, die nicht schon einmal in einem Plugin, Modul oder in einer Komponente umgesetzt wurde. Sie haben also die Möglichkeit mit wenig Aufwand eine sehr featurereiche Webseite zu erstellen.

Leider ist das aber auch die Achilles-Ferse dieses Systems. Durch viele Entwickler und die größtmögliche Aufmerksamkeit die ein CMS haben kann, ist Joomla! natürlich auch immer wieder im Fokus von Hackern. Haben Sie eine Webseite mit Joomla! erstellt und jede Menge Features eingebaut, kann es für Sie unter Umständen schwierig werden, diese Software immer auf dem aktuellen Stand zu halten und somit Sicherheitslücken zu vermeiden.

WordPress: Nur ein Blog? Nein, eigentlich viel mehr…

WordpressWordPress ist DAS CMS für Blogger. Entwickelt um schnell attraktive Blogs aus dem Boden zu stampfen, bietet es heutzutage aber viel mehr als reine Blogger-Funktionalität. Sie haben auch hier die Möglichkeit mit vielen bereits entwickelten Plugins eine ansprechende Internetpräsenz zu schaffen. Neben Blogartikeln können Sie auch ganz normale Seiten erstellen, welche durch ein ausgefeiltes Template-System auch noch unterschiedlich aussehen können.

So hat WordPress den Sprung vom reinen Bloggersystem zu einem immer beliebter werdenden CMS geschafft. Ich persönlich empfehle jedem WordPress, der eine Webseite einfach und schnell erstellen möchten, und ggf. auch noch die Blogfunktionalität nutzen möchten. Für Blogger ist es ja ohnehin die 1. Wahl.

Ein großer Vorteil im Übrigen: Google liebt WordPress Blogs oder WordPress Webseiten und indiziert deren Inhalte schneller.

ModX: genial für Content-Webseiten

ModXMöchten Sie auf Ihrer Homepage reichlich redaktionelle Inhalte zur Verfügung stellen, sind Sie bei ModX in besten Händen. Hier haben Sie jede erdenkliche Möglichkeit, Inhalte miteinander zu verknüpfen und zu crosslinken. Gerade für Content-Webseiten ein riesen Vorteil gegenüber normalen Content-Management-Systemen.

 

Fazit: Sie haben es selbst in der Hand. Möchten Sie einzigartig sein und jede Codezeile Ihrer Internetpräsenz kennen um allen Sicherheitsbedenken zu begegnen und einen Performancevorsprung zu gewinnen? Oder möchten Sie den Aufwand gering halten und deshalb lieber auf ein System setzen, welches sich schon bei tausenden anderen Webseiten bewährt hat? Eine generelle Empfehlung kann nicht gegeben werden. Ihre Potentiellen Kunden werden es vermutlich nicht bemerken, auf welches Pferd Sie gesetzt haben.

Sie benötigen Hilfe bei der Erstellung oder Betreuung eines Content-Management-Systems? Wir sind Ihnen gerne behilflich.

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