Teil 8: OnPage SEO für die Firmenhomepage

SEO Onpage Optimierung für die eigene Firmenhomepage

Heute zeige ich Ihnen, worauf Sie bei Ihrer neuen Internetpräsenz achten müssen, wenn Sie sichergehen wollen, dass diese auch von Suchmaschinen gut indiziert wird. Man spricht dabei von Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Die Grundlagen der Onpage SEO sollen hier vermittelt werden. Die Offpage Maßnahmen werden in einem späteren Artikel behandelt.

Warum muss ich für Suchmaschinen optimieren?

Sie als Webseitenbetreiber sind oftmals abhängig davon, ob Besucher Sie in Suchmaschinen finden. Ranken Sie auf den hinteren Plätzen, werden Sie nicht gefunden. Normalerweise sehen sich Surfern nur die ersten 10 Suchergebnisse an. Die Ergebnisse auf den Seiten 2+ werden sehr selten beachtet. Daher muss es Ihr erklärtes Ziel sein, die ersten 10 Plätze zu erobern.

Damit Google und sein System Ihre Firmenwebseite von A bis Z in seinen Index aufnehmen kann, sollte diese so gebaut sein, dass der Robot von Google alle Inhalte auch findet. Er muss auf einen „Blick“ erkennen können, um welche Thematiken oder Produkte es sich handelt. Die Technik um dies zu realisieren, nennt man Onpage Suchmaschinenoptimierung. Onpage SEO behandelt alle Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung, die auf der Seite selber stattfinden. Folgend haben wir die wichtigsten Onpage SEO Tipps für Sie aufgelistet. Und benötigen Sie Unterstützung, bieten wir mit unserer SEO Site-Clinic „Essentials“ eine Analyse der Onpage Optimierung Ihrer Webseite.

Die wichtigsten Onpage-Maßnahmen für SEO

Der richtige Title-Tag / Die richtige Überschrift

Der Title-Tag sagt aus, worum es sich auf dieser einzelnen Seite dreht. Ein Kontaktformular zum Beispiel sollte das Wort „Kontakt“ und idealerweise auch den Empfänger im Titel beinhalten. So ergäbe sich beispielsweise ein Titel von „Kontakt | Malermeister Huber Nürnberg“. Nach dem | steht normalerweise der Name des Unternehmens oder der Kategorie in der Sie sich derzeit befinden. Vor dem | steht der Inhalt, kurz und knapp Zusammengefasst in ein paar Worten.

Oder aber Sie schreiben z.B. einen Artikel über die schönsten Badeseen in Nürnberg und Umgebung. Dann sollte der Titel heißen „Die schönsten Badeseen in Nürnberg“. Richten Sie sich dabei immer nach dem, was der Surfer denn suchen würde.

Achtung: Ein Title-Tag sollte nicht länger sein als 150 Zeichen. Aber optimalerweise begrenzen Sie diesen auf 65-70 Zeichen, da Google Titel ab 70 Zeichen abschneidet. Einen Zeichenzähler finden Sie übrigens hier.

Die passende Überschrift

Überschriften (HTML <h1> bis <h6>) geben einer Seite oder einem Artikel erst die richtige Struktur. Die Hauptüberschrift h1 sollte das wichtigste Keyword (artikel- oder seitenbezeichnendes Wort) beinhalten und die Thematik grob umreißen. Wenn Sie weiter ins Detail gehen, verwenden Sie für Untergliederungen dann die weiteren Überschriften h2 bis h6. Mit diesen Unterüberschriften versuchen Sie das Keyword immer exakter und spezifischer zu verwenden. Sozusagen vom Allgemeinen zum Besonderen.

Ein Beispiel: Sie schreiben einen Artikel über Automodelle und deren Hersteller. Eine Struktur könnte so aussehen:

h1 = Überblick über alle Automodelle
h2 = Die schnellsten Sportwagen
h3 = Sportwagen von Porsche
h3 = Sportwagen von Maserati

h2 = Die größten Kombis
h3 = Kombis von Mercedes
h3 = Kombis von Audi

Generell empfehlen wir die Verwendung von maximal h1 bis h4. Wobei h1 nur 1x verwendet wird. h2 optimalerweise 2x. Die anderen sind nicht fest vorgegeben. Google bewertet übrigens Überschriften stärker als normalen Text. Das Ranking lässt sich dadurch allerdings kaum mehr beeinflussen.

Die richtige Textlänge auf einer Webseite

Als Faustregel geben wir heraus, dass man in einem Artikel oder auf einer Seite mindestens 160 Zeichen Text haben sollte. Mehr Text ist natürlich besser. Haben Sie sehr wenig Text, findet Google auf Ihrer Seite fast nur Links und Bilder und weiß dann auch nicht so recht, was denn eigentlich die Hauptaussage der Seite sein soll. Vergleichen Sie sich mit der Konkurrenz…hat diese auf einer Webseite zum gleichen Thema mehr Inhalt, sollten Sie sich überlegen nicht auch ähnlich viel und guten Inhalt zu bieten.

Eine maximale Länge gibt es eigentlich nicht. Hier sollte man mit gesundem Menschenverstand agieren und nicht alle Inhalte, die man hat, auf eine einzelne Seite packen. Sie können und sollten Unterseiten verwenden. Und zwar da, wo es als sinnvoll erscheint.

Sprechende URLs

Eine URL ist die Adresse, die Sie in den Browser eintippen, um eine Webseite aufzurufen. Zum Beispiel www.netz-gaenger.de. Diese (oder dieser) URL sollte sprechend sein. Ähnlich wie der Titel, sagt die URL Google worum es sich auf dieser Internetseite handelt. Eine URL www.webseite.de/seite1.html ist natürlich weniger aussagekräftig als eine URL www.webseite.de/uebersicht-ueber-alle-automodelle.

Moderne CMS bieten diese URL Umschreibung normalerweise automatisch oder über Plugins. Bei statischen Webseiten müssen Sie diese evtl. selber bewerkstelligen.

Bilder richtig benennen und ALT Tag definieren

Haben Sie ein Bild auf Ihrer Seite und Sie möchten, dass dieses z.B. in den Google Bild-Suchergebnissen gelistet wird, müssen Sie das Bild sprechend benennen. Ein Bild malvorlage-elefant.jpg sagt mehr aus als bild345.jpg.

Um es perfekt zu machen, sollten Sie dem Bild in seinem <img>-Tag auch noch einen alternativen Text mitgeben, der ebenso sprechend ist. Im Falle des Dickhäuters also alt=“Elefant zum ausmalen“. So können übrigens nicht nur Google Robots die Seite und die Bilder besser verstehen, sondern auch gehandicapte Personen, wie zum Beispiel Blinde. Diese besuchen Webseiten mit speziellen Tools, die die Seite vorlesen. Sind dann keine Texte vorhanden, „stößt“ sich die Person oder der Robot an Elementen, die nicht beschrieben sind. Barrierefreiheit ist immer empfehlenswert! Auch im Internet.

Link-Titel vergeben für bessere Lesbarkeit

Ähnlich verhält es sich mit Links. Geben Sie jedem Link einen Titel mit. Beim Überfahren des Links mit der Maus, wird Ihnen angezeigt, wohin der Link führt. Auch in diesem Fall ist es empfehlenswert sowohl für Barrierefreiheit, als auch für Google. Der Google Robot kann besser einschätzen, wohin ein Link führt und die Zielseite besser thematisch einordnen.

Meta Descriptions für die Ergebnis-Snippets

Meta-Description sind die kleinen Textblöcke, die bei Google unter den Suchergebnissen angezeigt werden. Diese Texte sind ganz besonders wichtig, weil sie direkt den User beeinflussen, ob er auf Ihr Suchergebnis klickt oder auch nicht. Somit sollten Sie immer überlegen, was Sie selber in den Suchergebnissen lesen wollten, damit Sie animert würden auf ein Ergebnis zu klicken. Ein kurzer Beschreibungstext mit 140-160 Zeichen sollte optimal sein. Den Code für die Meta Description finden Sie in Ihrem HTML Gerüst im Bereich <head></head> unter <meta name=“description“ content=“Das ist meine Meta Description“ />.

Die richtigen Keywords machen’s aus

Wenn Sie einen Artikel erstellen oder ein Produkt verkaufen wollen, müssen Sie Ihre Texte mit Schlüsselwörtern versehen, welche das Thema oder das Produkt eindeutig beschreiben. Auch hier müssen Sie wieder überlegen, nach welchen Begriffen die User denn suchen würden. Dieses Schlüsselwort sollte dann zumindest ein paar Mal auf der Seite vorhanden sein. Am besten einmal Oben, einmal in der Mitte und einmal Unten.

Versuchen Sie nicht zwanghaft Texte mit Keywords vollzustopfen. Google kennt diese Methoden schon lange und mag das überhaupt nicht. Zudem sollen Texte ja auch für den Menschen gut lesbar sein. Ein Text in dem in jedem Satz das gleiche Schlüsselwort vorkommt, ist nicht wirklich gut lesbar.

Sie müssen übrigens nicht unbedingt auf einzelne Wörter setzen. Sie können auch auf eine Suchphrase mit mehreren Wörtern optimieren. So könnte beispielsweise der Maler aus Nürnberg eine Seite anlegen, in der dann die Suchphrase „Malermeister aus Nürnberg“ 2-3 mal vorkommt. Wie man eine richtige Keyword-Recherche macht, führe ich hier nicht weiter aus. Dazu könnte man bei den Kollegen der Contentmanufaktur vorbeischauen…

Artikel mit Ihrem Namen branden

Seit neuesten bietet Google die Möglichkeit, Artikel oder Webseiten mit dem eigenen Google+ Account zu branden. Praktischerweise wird dann neben dem Artikel in den Suchergebnissen Ihr Profilbild von Google+ dargestellt. Dieses Autoren-Branding führt derzeit noch zu besseren Klickraten, da Sie etwas aus den normalen Suchergebnissen herausstechen. Wie Sie Ihre Seite mit dem Autor-Markup aufmöbeln, finden Sie zum Beispiel auf dieser Seite.

Die richtige Geschwindigkeit der Webseite

Seit einiger Zeit ist es Google sehr wichtig, wie schnell eine Seite lädt. Google möchte seine Suchergebnisse dahin optimieren, dass die User höchstmöglich zufrieden mit diesen sind. Klickt man auf ein Suchergebnis und die Seite lädt erstmal 10 Sekunden, ist das keine sonderlich schöne User-Erfahrung. Daher bevorzugt Google Webseiten, die schnell laden.

Achten Sie also darauf, dass Sie einen schnellen Webserver haben und dass Ihre Seite zudem noch schnell lädt. Verzichten Sie auf unnötige Plugins in CMS’s und auf unnötiges Laden von Script-Dateien. Einige Tipps um eine Webseite schneller zu machen, finden sie hier.

Sitemaps helfen den Google Robots bei der Indizierung

Google erlaubt es Ihnen, eine Sitemap anzumelden, in welcher alle Ihre Seiten aufgelistet sind, die Google indizieren soll. So etwas sollte optimalerweise automatisch in einem CMS per Plugin funktionieren. Für statische Seiten gibt es Dienste im Internet, die Ihre Sitemap bis zu einer bestimmten Größe kostenlos erstellen.

Der Vorteil von Sitemaps ist, dass auch Webseiten mit sehr vielen Seiten sichergehen können, dass Google von allen Seiten erfährt. Manchmal geht auch die Indizierung schneller, als müsste der Google Robot erstmal die komplette Seite durchforsten um neue Inhalte zu finden.

Ein Tipp noch: Wenn Sie wollen, dass Bilder in Bild-Suchergebnissen angezeigt werden, können Sie dies unterstützen, indem Sie zusätzlich eine Bilder-Sitemap einreichen. Dies machen Sie übrigens in den Google Webmaster Tools.

Weitere Infos zu Sitemaps finden Sie hier.

Fazit: Es gibt viele Schrauben an denen man drehen kann, damit die eigene Seite von Google besser indiziert werden kann. Wenn Sie wollen, dass die Internetpräsenz Ihres Unternehmens vollständig und gut gefunden werden kann, sollten Sie mindestens die oben genannten Punkte beachten.

5 Kommentare

  1. Sehr informativ vor allem Teil 11 zum Thema Linkbuilding.
    Habe da in der Vergangenheit einiges falsch gemacht.

  2. HugueZ sagt:

    Gerade die Alternativtexte der Bilder werden oft vernachlässigt. Dabei hat man hier noch relativ gute Chancen mit Optimierung Traffic zu bekommen.

    Was die Title Tags angeht, tu ich mich schwer immer einzuhalten, dass h2 nur 2x vorkommen sollte. Manchmal passt die Unterteilung einfach nicht so ins Raster. Ich denke man sollte auch nicht zu viel Zeit darin investieren…

  3. […] sind im 8. Teil unserer Serie “Firmenhomepage richtig gemacht“ auf die wichtigsten OnPage SEO Maßnahmen eingegangen. In diesem Teil wollen wir mit unseren 21 Linkbuilding-Ideen für Firmen auf mögliche […]

  4. […] werden von Brands verdrängt. Aber vielleicht solltet ihr das besser selbst lesen…Der Netzgänger wandelt auf OnPage-Pfaden und hat sehr schön zusammen gefasst, wo man als SEO auf einer Seite […]

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