WordPress erleichtert viele SEO-Aufgaben. Betreiber können Seitentitel bearbeiten, Inhalte strukturieren, Weiterleitungen anlegen und interne Links setzen. Gute Rankings entstehen trotzdem nicht allein im eigenen Dashboard. Externe Links zeigen Google, welche Inhalte andere Websites für erwähnenswert halten.
Wer Backlinks kaufen möchte, sollte deshalb nicht einfach eine Startseite verlinken und auf bessere Positionen hoffen. Zuerst braucht es eine passende Zielseite, einen natürlichen Ankertext und eine saubere Kennzeichnung des bezahlten Links. Danach lässt sich die Entwicklung mit konkreten WordPress- und SEO-Tools prüfen.
Inhaltsverzeichnis:
Zuerst festlegen, welche WordPress-Seite gestärkt werden soll
Ein Backlink sollte ein klares Ziel haben. Die Startseite ist nicht automatisch die beste Wahl. Häufig bringt ein Link zu einer relevanten Leistungs-, Kategorie- oder Ratgeberseite mehr, weil diese URL eine konkrete Suchanfrage beantwortet.
Ein lokaler Dachdecker könnte zB folgende Seiten betreiben:
- Startseite
- Leistungsseite „Flachdachsanierung in Hannover“
- Leistungsseite „Dachreparatur in Hannover“
- Ratgeber „Was kostet eine Flachdachsanierung?“
- Referenzseite mit abgeschlossenen Projekten
Der Betrieb möchte für Flachdachsanierungen sichtbarer werden. Dann sollte er zuerst die entsprechende Leistungsseite prüfen: Enthält sie überhaupt konkrete Leistungen, regionale Angaben, Referenzen, Bilder, Kontaktdaten und verständliche Antworten auf Kundenfragen? Eine dünne Seite mit drei Absätzen wird nicht allein durch einen gekauften Link überzeugend. Die Landingpage sollte umfassend (aber nicht erschlagend) sein.
Ob technische oder inhaltliche Probleme die Sichtbarkeit bremsen, zeigt mein Artikel darüber, warum eine WordPress-Website nicht bei Google erscheint.
Das eigene Backlink-Profil in der Google Search Console prüfen
Vor dem ersten Linkkauf lohnt sich ein Blick: Was habe ich denn überhaupt an Links? WordPress selbst zeigt nicht zuverlässig, welche externen Websites auf die Domain verweisen. Dafür eignet sich die Google Search Console.
Nach der Anmeldung wählt der Betreiber die passende Property aus und öffnet links den Bericht. Dort stehen unter anderem folgende Bereiche:
- meistverlinkte Seiten,
- meistverlinkende Websites,
- häufig verwendete Linktexte,
interne Links.

Die Google Search Console ist ein super Ansatzpunkt, um herauszufinden, wie viele Links überhaupt auf die eigene Website verweisen
Ein Klick auf „Meistverlinkte Seiten“ zeigt, welche WordPress-URLs bereits externe Verweise erhalten. Hat die Startseite 80 Links, die wichtige Leistungsseite aber keinen einzigen, ergibt sich daraus ein konkreter Ansatz für den nächsten Linkaufbau.
Die Daten lassen sich über die Exportfunktion herunterladen. Der Bericht bildet allerdings keine vollständige Datenbank aller existierenden Backlinks ab. Er eignet sich vor allem für eine erste Einschätzung und zur Kontrolle wichtiger Verweise.
Weitere Information direkt von Google dazu findest du hier oder du gehst direkt in die Google Search Console zu der Link-Sektion (wenn du da schon angemeldet sein solltest; kostenlos).
Backlinks mit Ahrefs genauer kontrollieren
Für eine zweite Datenquelle können WordPress-Betreiber Ahrefs Webmaster Tools beziehungsweise Ahrefs Free verwenden. Nach der Verifizierung der eigenen Domain zeigt der Site Explorer verlinkende Websites, Zielseiten und Linktypen. Auch verlorene oder neu entdeckte Backlinks lassen sich dort leichter verfolgen.
In der Praxis sind vor allem diese Angaben hilfreich:
- Von welcher Domain kommt der Link?
- Welche konkrete Seite verlinkt?
- Auf welche WordPress-URL führt der Link?
- Welcher Ankertext wurde verwendet?
Ist der Link als „nofollow“, „UGC“ oder „sponsored“ gekennzeichnet? - Ist die verlinkende Seite noch erreichbar?
Ahrefs ergänzt damit die Search Console. Das Tool zeigt bei verifizierten Websites Backlink-Daten, Linktypen und weitere SEO-Metriken. Die kostenlose Version besitzt Nutzungsgrenzen, reicht für kleinere WordPress-Projekte aber oft für die laufende Kontrolle aus.

Bildunterschrift: Im Backlink-Bericht lässt sich prüfen, ob der vereinbarte Link auf die richtige URL führt und korrekt gekennzeichnet wurde.
Bezahlte Links in WordPress als „sponsored“ kennzeichnen
Google empfiehlt für Werbung und bezahlte Platzierungen das Attribut rel=“sponsored“. Das gilt auch für Links in bezahlten Gastartikeln. nofollow bleibt laut Google zulässig, für bezahlte Links ist „sponsored“ jedoch die passendere Kennzeichnung. Das solltest du auch tun, damit du langfristig nicht ein unschönes ausgehendes Linkprofil aufweist.
So funktioniert es im WordPress-Block-Editor
Der normale Linkdialog zeigt je nach WordPress-Version, Block und installierten Plugins nicht immer ein eigenes Feld für das Link-Attribut. Über die HTML-Ansicht des Blocks lässt es sich trotzdem setzen:
- Den Beitrag im WordPress-Block-Editor öffnen.
- Den Absatz mit dem bezahlten Link anklicken.
- In der Block-Werkzeugleiste die drei Punkte auswählen.
- Auf „Als HTML bearbeiten“ klicken.
- Im Link das Attribut rel=“sponsored“ ergänzen.
- Zur visuellen Ansicht zurückkehren und den Beitrag speichern.
- Nach der Veröffentlichung den Quelltext kontrollieren.
Der Link sieht in der HTML-Ansicht beispielsweise so aus:
<a href="https://beispiel.de/" rel="sponsored">passender Linktext</a>
WordPress stellt für Blöcke eine Funktion zum Bearbeiten des HTML-Codes bereit. Dabei muss die Syntax korrekt bleiben, da fehlerhaftes Markup eine Blockwarnung auslösen kann.
Im Gutenberg Standard-WordPress-Editor kannst du „sponsored” bei den Link-Einstellungen auswählen. Im Code wird das Attribut dann korrekt hinzugefügt.

Bildunterschrift: Link einfügen, Einstellungen des Links aufrufen und sponsored-Attribut auswählen.
Praxisbeispiel: Welcher Link passt zum Dachdecker?
Der Dachdecker aus Hannover möchte seine Leistungsseite für Flachdachsanierungen stärken. Er sollte deshalb keinen beliebigen allgemeinen Blog suchen, sondern eine Website aus den Bereichen Bauen, Sanieren, Immobilien oder regionales Handwerk. Kontextsensitiv eben.
Der Gastartikel behandelt typische Schäden an Flachdächern und erklärt, wann Eigentümer einen Fachbetrieb hinzuziehen sollten. Der Link führt dann direkt zur Leistungsseite, nicht pauschal zur Homepage.
Grüner und roter Ankertext im Vergleich
Positives Beispiel:
Ankertext: „Hinweise zur professionellen Flachdachsanierung“
Problem oder Vorteil: Passt in einen redaktionellen Satz und beschreibt das Linkziel verständlich.
Negatives Beispiel:
Ankertext: „Flachdachsanierung Hannover günstig kaufen“
Problem oder Vorteil: Klingt unnatürlich und kombiniert mehrere kommerzielle Suchbegriffe.
Positives Beispiel:
Ankertext: „ein Dachdeckerbetrieb aus Hannover“
Problem oder Vorteil: Verbindet Unternehmen und Region, ohne ein hartes Keyword zu erzwingen.
Negatives Beispiel:
Ankertext: „bester Dachdecker Hannover“
Problem oder Vorteil: Macht eine unbelegte Werbeaussage und wirkt wie ein gezielt optimiertes Money-Keyword.
Nicht jeder Ankertext muss das Hauptkeyword enthalten. Markenname, URL, Firmenname und beschreibende Formulierungen sind auch ab und an OK. Google empfiehlt Linktexte, die den Lesern verständlich machen, was sie auf der Zielseite erwartet. Dann ist auch nicht mit erhöhten Absprungraten zu rechnen.
Wer geeignete Publisher nicht einzeln recherchieren möchte, kann passende Websites für Backlinks bei Blogtec nach Thema und relevanten Kennzahlen auswählen. Auch hier sollte der Betreiber jede vorgeschlagene Domain selbst prüfen und den gebuchten Link als bezahlte Platzierung kennzeichnen.
Backlink-Qualität mit einer Checkliste bewerten
Ein hoher Domainwert reicht nicht als Entscheidungskriterium. Vor der Buchung sollte der WordPress-Betreiber die verlinkende Website manuell öffnen und folgende Punkte abhaken:
- Die Website behandelt Themen, die zur eigenen Zielseite passen.
- Die veröffentlichten Beiträge richten sich erkennbar an echte Leser.
- Die Website besitzt ein vollständiges Impressum und nachvollziehbare Kontaktdaten.
- Neue und ältere Beiträge sind weiterhin erreichbar.
- Der geplante Artikel wird in eine passende Kategorie eingeordnet.
- Der Beitrag ist über interne Links oder die Kategorienavigation auffindbar.
- Die Website verlinkt nicht in jedem Absatz auf fremde Unternehmen.
- Der Link steht in einem inhaltlich passenden Abschnitt.
- Der Ankertext liest sich wie ein normaler Bestandteil des Satzes.
- Die Zielseite ist indexierbar und liefert keinen Fehler oder eine Weiterleitung.
- Die Platzierung lässt sich nach der Veröffentlichung kontrollieren.
- Bezahlte Links erhalten die vereinbarte Kennzeichnung.
Weitere Grundlagen zur Bewertung externer Verweise zeigt mein Beitrag: Warum Links für das Ranking wichtig sind.
Die Zielseite intern mit WordPress verknüpfen
Ein neuer externer Backlink sollte nicht auf einer isolierten WordPress-Seite enden. Der Dachdecker kann seine Leistungsseite zusätzlich aus passenden Ratgeberbeiträgen, Referenzen und der Leistungsübersicht intern verlinken.
Das funktioniert direkt im Block-Editor: Text markieren, Linkfunktion öffnen und nach dem Titel der internen Seite suchen. Bei größeren Websites hilft ein Plugin wie Link Whisper. Es schlägt im WordPress-Editor passende interne Linkziele vor, findet verwaiste Seiten und unterstützt bei der Kontrolle bestehender Verknüpfungen. Die Vorschläge sollten Betreiber trotzdem einzeln prüfen. Nicht jeder automatisch erkannte Begriff ergibt einen hilfreichen Link.
Auch klassische SEO-Plugins für WordPress helfen bei technischen Grundlagen. Sie ersetzen jedoch weder eine durchdachte Seitenstruktur noch eine manuelle Qualitätskontrolle.
Das Disavow-Tool nur im Ausnahmefall nutzen
SEO-Tools markieren manche Domains automatisch als verdächtig oder „toxisch“. Das allein ist kein Grund, sie sofort über das Disavow-Tool abzuwerten.
Google empfiehlt das Werkzeug nur bei einer erheblichen Zahl künstlicher oder minderwertiger Links und einer bestehenden oder wahrscheinlich drohenden manuellen Maßnahme. Zuerst sollte der Betreiber versuchen, problematische Links entfernen zu lassen. Eine falsch zusammengestellte Disavow-Datei kann der Sichtbarkeit schaden.
Für normale Spamlinks, die ohne eigenes Zutun entstehen, ist daher meist keine Aktion nötig. Bei Unsicherheit sollte ein erfahrener SEO die Links, die Search Console und den Bericht zu manuellen Maßnahmen prüfen.
Mit einer Zielseite beginnen und jeden Link kontrollieren
WordPress-Betreiber brauchen keine möglichst große Zahl neuer Backlinks. Sie brauchen eine konkrete Zielseite, einen passenden Publisher und einen verständlichen Linktext. Lieber wenige qualitativ hochwertige Links aus dem gleichen Lager, als viele minderwertige von branchenfremden Websites.
Der praktische Einstieg ist einfach: In der Search Console die bisher verlinkten Seiten exportieren, eine wichtige, unterversorgte URL auswählen und sie mit der Checkliste prüfen. Danach kann eine erste passende Platzierung gebucht, als „sponsored“ gekennzeichnet und über mehrere Wochen in der Search Console sowie in Ahrefs beobachtet werden.
FAQs
Darf man für eine WordPress-Website Backlinks kaufen?
Welche WordPress-Seite sollte den Backlink erhalten?
Die Zielseite sollte zum Thema und Ankertext passen, indexierbar sein und eine konkrete Suchanfrage vollständig beantworten. Häufig eignet sich eine ausgearbeitete Leistungs-, Kategorie- oder Ratgeberseite besser als die Startseite.
Wie lässt sich die Wirkung eines Backlinks kontrollieren?
Der Betreiber notiert Zielseite, Ankertext, Publisher und Veröffentlichungsdatum. Anschließend prüft er, ob der Link erreichbar und korrekt gekennzeichnet ist. In der Google Search Console beobachtet er Impressionen und Klicks der Zielseite. Ahrefs hilft zusätzlich bei der Kontrolle neuer, verlorener oder veränderter Backlinks.
Bildnachweis: Search engine optimization icons created by Paul J. – Flaticon








