Die besten Pagebuilder Plugins für WordPress 2017

Pagebuilder sind schon eine tolle Sache! Sie machen es möglich, dass normale WordPress-Nutzer professionelle Layouts erstellen können, ohne den Quelltext zu berühren. Hier wird gezeigt, was mit Pagebuildern umgesetzt werden kann und welche Vorteile sowie Nachteile mit diesen verbunden sind. Für alle, die es eilig haben, komme ich aber zuerst auf die besten Pagebuilder zu sprechen, bevor untenstehend allgemeine Informationen das Konzept von Pagebuildern als solches erklären.

WPBakery Page Builder for WordPress (früher Visual Composer) – der für mich beste Pagebuilder

Der WPBakery Page Builder for WordPress ist der derzeit wahrscheinlich am meisten genutzte Page Builder für WordPress. Das liegt unter anderem daran, dass der WPBakery Page Builder for WordPress in zahlreichen kommerziellen Themes bereits im Lieferumfang enthalten ist. Aber nicht nur deshalb ist er so weit verbreitet, er ist schlichtweg der Beste Pagebuilder. Gerade in Kombination mit dem AddOn „Ultimate Addons for Visual Composer“ bringt der VC jede Menge Features mit.

Der WPBakery Page Builder for WordPress bringt Widgets für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle (Formulareinbindung, Bilder, Galerien, Fancy Buttons, Listen, Akkordeons, …), ist leicht verständlich und performant. Zur Erstellung des Layouts bedient sich der WPBakery Page Builder for WordPress eigener Shortcodes. Diese bleiben beim Abschalten des Plugins im Inhalt. Als eigenständiges Plugin ist der WPBakery Page Builder for WordPress (früher Visual Composer) kostenpflichtig, macht den Preis aber durch die Zeitersparnis gegenüber der Arbeit mit dem normalen Editor mehr als wett.

Die günstigste Lizenz gilt für eine Webseite. Inkludiert ist ein halbes Jahr Premium-Support. Vor dem Kauf kann der WPBakery Page Builder for WordPress (früher Visual Composer) nicht installiert werden. Auf der Webseite des Anbieters bietet sich die Möglichkeit, einen Free-Test-Drive zu beantragen. Dieser wird via Link per E-Mail gesendet, der die Möglichkeit bietet, den WPBakery Page Builder for WordPress (früher Visual Composer) zwölf Stunden zu testen.

Mit dem WPBakery Page Builder for WordPress (früher Visual Composer) kann quasi jeder Laie auf einfache Weise den Content einer Seite ansprechend erstellen. Der Pagebuilder erleichtert die Arbeit und ist sehr einfach zu handhaben. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Oberfläche ist sehr einleuchtend und man kann einfach per Drag&Drop festlegen, welche Spalten und Reihen in welchem Verhältnis angeordnet werden. Jedem Inhaltselement kann eine eigene CSS-Klasse zugeordnet werden. Dadurch erleichtert sich die grafische Gestaltungsmöglichkeiten.

Über 40 Inhaltselemente sind einfügbar, um den eigenen Content zu gestalten. Vom einfachen Textblock über Posts Slider bis hin zu Google Maps oder Tabs bieten sich viele Funktionalitäten, die eigentlich ein gesondertes Plugin erfordern. Wer sich über die limitierten Möglichkeiten bei WordPress ärgert und einen leichten, aber professionellen Weg sucht, das Layout ansprechend zu gestalten, findet im Visual Composer eine optimale Lösung. Das Plugin ist kostenpflichtig, doch jeden Cent wert. Man kann mit Visual Composer arrangierte Seiten abspeichern und als Vorlage für andere Seiten speichern, was die Arbeit erleichtert und Zeit spart.

Ich persönlich nutze den Visual Composer nicht nur auf meiner eigenen Webseite, sondern baue ihn häufig bei meinen Kunden ein.

Beaver Builder

Bei diesem Pagebuilder handelt es sich um ein kostenpflichtiges Plugin, wobei die Lizenz für beliebig viele Webseiten gilt. Das Bedienkonzept ist sehr einfach und schnell umsetzbar. Zum Ausprobieren gibt es eine Lite-Version im Browser und alternativ eine Version mit eingeschränktem Funktionsumfang, die im eigenen WordPress installiert werden kann. Anpassen kann man das eigene Logo, Sektionen, Spalten, vollflächige Layouts, Farben, Hintergrund, Menüs, Slider, Strukturelemente, Medien- und Inhaltselemente hinzufügen.

Der kostenpflichtige Beaver Builder lässt sich via Drag&Drop beeinflussen und designtechnisch individuell gestalten. Nahezu jedes Element der Webseite ist einzeln zu stylen, ohne dass man einen Code schreiben muss. Via Klick auf ein Element öffnen sich die Eigenschaften, mit denen Hintergründe oder Farben eingestellt werden. Durch die Demo-Version können Nutzer einen guten Überblick erhalten und testen, ob das Plugin den eigenen Anforderungen entspricht. Das Premium-Angebot zeichnet sich durch eine klare, einfache und ansprechende Bedienung aus.

Elementor Page Builder

Der Elementor ist relativ neu auf dem Markt und arbeitet sehr schnell. Layouts werden direkt am Frontend bearbeitet. Die kostenfreie Version ist für zahlreiche Webseiten ausreichend. Für die volle Nutzung ist eine kostenpflichtige Lizenz erforderlich. Elementor weist mehr als eine halbe Million Installationen auf und folgt dem Konzept des klassischen Homepage-Baukastens. Man klickt Seiten Element für Element zusammen und befüllt diese mit Inhalten. Es sind für die Bedienung keine Designkenntnisse oder Code-Kenntnisse erforderlich. Trotzdem ist Vorwissen hilfreich.

Der Elementor kann direkt aus dem WordPress-Backend installiert und aktiviert werden. Das eingängige Bedienkonzept ist leicht und wem eigene Ideen fehlen, der findet 60 vorgefertigte Layouts. Das ist für Einsteiger hilfreich, zumal eine Vorlage anschließend bearbeitet werden kann. Der Page Builder bietet die Standard-Features wie das Einfügen von Videos, Bildern oder Texten.

Weiter bietet Elementor Elemente wie Slider, Akkordeons, Medieneinbindungen, Tabs oder Karusselle. Elementor kann nicht einfach deinstalliert werden. Wird ein Plugin deinstalliert, ergeben die Shortcodes keinen Sinn mehr, obwohl sie erhalten bleiben. Nach der Deinstallation verliert man das gesamte Layout, doch Inhalte stehen als reine HTML zur Verfügung. Fraglich ist, wie lange, das Plugin noch gepflegt wird. Falls die Macher weniger Arbeit investieren, kann die Unterstützung in neuere WordPress-Versionen schnell vorbei sein.

Gutenberg Editor

Der neue Gutenberg Editor steht als Testversion zur Verfügung. Das Ziel des neuen WordPress Editors, der auf Content Blocks statt Shortcodes, versteckten Content Blocks oder TinyMCE Buttons basiert, ist die Vereinfachung der Inhaltserstellung in WordPress. Das Erstellen sowie Bearbeiten von Inhalten wird auf diese Weise bedienerfreundlicher und schneller. Auf Github findet die Entwicklung statt und man kann dort Pull Requests und Issues erstellen.

Der neue Gutenberg Editor wurde als Beta Version veröffentlicht und steht nun einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Voraussetzung ist mindestens WordPress 4.8. Vielschreiber haben die Möglichkeit durchgängig zu tippen und das manuelle Zufügen eines Blocks für jeden Absatz entfällt. Mit einem Klick lassen sich neue Blocks einfügen. In der Beta-Version sind neben erwartbaren und klassischen Blocks für Listen, Texte, Zitate, Überschriften sowie Medien zahlreiche Elemente enthalten. Gutenberg unterstützt Buttons, Tabellen, Separator oder das Einfügen von Widgets, um die letzten Beiträge anzuzeigen.

Verbessert wurde das Layout, das nun übersichtlicher ist und das Scrollen nach Metaboxen entfällt. Die Beta-Software sollte allerdings nicht im Produktivbetrieb verwendet werden. Diese Version ist noch ein wenig „hakelig“ und Blocks überlappen oder Buttons überschneiden sich. Der Editor funktioniert derzeit nur mit Core Features und Plugins werden noch nicht integriert.

Was ist ein Pagebuilder?

In erster Linie dienen Pagebuilder der kreativen Gestaltung einzelner Seiten, sind aber auch in Beiträgen einsetzbar. Pagebuilder sind eine Art Content-Area-Builder, denn sie gestalten streng genommen den Inhaltsbereich einer kompletten Seite. Layoutbereiche wie Sidebar, Footer oder Header stammen nach wie vor vom Theme und werden wie gewohnt gestaltet sowie bearbeitet. Die von Pagebuilder erstellten Layouts lassen sich in drei Komponenten unterteilen:

  • Row: Grundlegender Baustein sind Zeilen, die untereinander stehen
  • Column: In jeder Zeile existieren eine oder mehrere Spalten
  • Widgets/Elemente: Werden in jeder Spalte einzeln oder mehrmals platziert

Die dreistufige Hierarchie „Zeilen-Spalten-Widgets“ gilt bei allen Pagebuildern, auch wenn die Komponenten andere Bezeichnungen tragen können. Zeilen werden auch als „Section“ (Abschnitt) und „Widgets“ (Module oder Elemente) bezeichnet, was an der grundlegenden Einteilung nichts ändert. Das Arbeiten mit Pagebuilder ist dem Hinzufügen von Modulen in der Sidebar ähnlich. Ein Pagebuilder bietet die zusätzliche Möglichkeit, eine Layoutstruktur zu erstellen.

Viele Funktionen werden von Pagebuilder-Widgets bereitgestellt, die auch mit Shortcodes erstellbar sind. Pagebuilder bietet Akkordeons, Tabs, farbige Kästen oder Listen mit Icons. Pagebuilder eignen sich zudem für komplexere Layoutstrukturen und eignen sich für das visuelle Arbeiten. In den letzen Jahren sind zahlreiche Pagebuilder für WordPress auf den Markt gekommen. Die breite Palette von Produkten reicht von kostenfreien Angeboten bis hin zu kommerziellen Plugins und Premium-Themes. Im folgenden werden einige bekannte Pagebuilder beschrieben.

Fazit

Pagebuilder für WordPress erleichtern die Arbeit, sparen Zeit und sind einfach zu bedienen. Aus der Vielzahl der Angebote hebt sich der Visual Composer positiv hervor, denn er bietet in der kostenpflichtigen Variante eine Vielzahl an Möglichkeiten, die keine Vorkenntnisse erfordern. Wichtig ist nur zu berücksichtigen, dass man sich eigentlich nur 1x für die Arbeit mit einem Page Builder entscheidet und dann kaum mehr wechseln oder einen anderen Page Builder einsetzen kann. Die Verwendung spezifischer Shortcodes beschränkt auf einen Anbieter.

Das gleiche „Problem“ hat man aber auch bei Premium Themes, die mit eigenem Page Builder daherkommen. Ich denke bei den hier genannten Anbietern sollte man auf der sicheren Seite sein, dass das Plugin langfristig entwickelt wird, da hier ein Markt vorhanden ist, der den Entwicklern gutes Geld einbringt.

7 Kommentare

  1. Patrick sagt:

    Hallo und vielen Dank für die tolle Aufstellung.

    Ich bin gerade etwas verwirrt bezüglich Visual Composer. Ich stoße immer wieder auf Hinweise zum WPBakery (Formaly Visual Composer). Es gibt aber auch einen „echten“ (?) Visual Composer. Welcher ist nun der Richtige bzw. auf welchen beziehst Du Deinen Kommentar.
    Der, der noch so heißt ist, soweit ich das sehe, jetzt kostenlos. Es ist eine kostenpflichtige Premium Version für Dezember angekündigt.
    Die im Plugin Shop verfügbaren Add-ons scheinen sich jedoch auf den (kostenpflichigen) WPBakery zu beziehen.
    Wäre toll, wenn mir hier jemand Klarheit verschaffen könnte.

  2. Christian Siegmann sagt:

    Hallo René

    Zu erwähnen wäre beim Beaver Builder unbedingt die relativ neue Erweiterung Beaver Themer. Die Erweiterung bietet globale Header und Footer welche per drag and drop zu stylen sind. Ausserdem lassen sich mit wenigen Handgriffen individuelle Postlayouts und Produkt Detailansichten für Woocommerce erstellen. Natürlich kann die Erweiterung noch vieles mehr. Es lassen sich damit wohl die allermeisten Situationen super abdecken.

    Grüsse Christian.

  3. Timo sagt:

    Hi René,

    du schreibst ja in deinem Fazit, das man schlecht wieder von einem Pagebuilder weg kommt… Ich nutze für manche einzelne Seiten auch einen Pagebuilder zum Testen und habe mich genau aus diesem Grund für den Beaver Builder entschieden.

    Hier bleiben alle Texte etc in den normalen Wirdpress Tabellen und wenn du das Plugin deaktivierst, sieht der Text auf der Seite immer noch ordentlich aus und du kannst ihn direkt wieder neu Formatieren. Bzw. Überschirften etc, bleiben sogar Formatiert.

    Habe auch einige ausprobiert, das war aber glaube ich der einzige der das vernünftig macht 🙂 Wenn man immer bei einem Pagebuilder bleibt ist das natürlich nicht so schlimm, aber wer weiß wie die Entwicklung in 5-10 Jahren ist…. und so komme ich immer wieder an meinen Content ran, wenn ich muss ohne Tagelang den Inhalt in irgendwelchen Shortcodes zu finden.

    Gruß Timo

    • Hallo Timo, danke für den Hinweis mit dem Beaver Builder. Ja, das wäre ein Vorteil. Ich gehe davon aus, dass die kommerziellen Pagebuilder noch lange weiterentwickelt werden, da sich hier viel Geld verdienen lässt. Daher habe ich auch wenig bedenken diese selbst einzusetzen. Bei einem Relaunch wird oft (zumindest bei mir) die komplette Site auf den Kopf gestellt. Hat man nicht gerade hunderte Unterseiten, sollte sich der Aufwand eines Pagebuilder Wechsels in Grenzen halten.

  4. Chris sagt:

    … und man sollte nicht verschweigen, dass Page Builder mit Vorsicht zu genießen sind aus SEO-Sicht, da die Texte innerhalb der Elemente nicht „ausgelesen“ werden können #seo … für professionelle Seiten ein NO GO.

    • Das ist so nicht ganz korrekt. Es gibt Elemente, die schwerer auszulesen sind. Wie zB Akkordeons. Aber selbst bei diesen hat Google kürzlich bestätigt, dass die Probleme der Vergangenheit angehören. Nichtsdestotrotz gehören dort nur Inhalte hinein, die nicht kritisch sind. Der User soll Inhalte direkt finden, wenn er auf die Webseite springt. Viele andere Elemente sind aber absolut in Ordnung und stehen „professionellen Seiten“ ganz und gar nicht im Wege. Ich selber nutze den Visual Composer auf meiner Webseite und habe viele sehr gute Rankings.

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