Wie du mit einer WordPress Webseite Geld verdienen kannst und wie ich es geschafft habe

In den letzten Jahren habe ich immer wieder mein Ziel verfolgt mit meinen Webseiten auch passives Einkommen zu erzielen (neben den Einkünften als Webdesigner). Davon träumt ja jeder irgendwie: Etwas schaffen und dann dauerhaft von der Leistung zehren. Dass das nicht wirklich einfach würde, war mir immer klar, aber trotzdem habe ich immer daran geglaubt, dass mit Know-How, Leidenschaft und den richtigen Ideen monatlich Geld mit Webseiten zu verdienen ist ohne Angestellte zu beschäftigen und hohe Risiken einzugehen. Heute bin ich an dem Punkt, dass ich sagen kann, dass ich mein Ziel erreicht habe. Wie ich das geschafft habe und ob du das auch kannst? Das liest du hier und musst du für dich entscheiden.

Kein Erfolg ohne Leistung

Gleich vorweg: Dieser Artikel wird sehr lang. Das weiß ich schon jetzt, obwohl ich gerade erst angefangen habe. Das ist aber auch die erste Lektion, die ich dir mitgeben kann:

  • Du wirst viel lesen müssen
  • Du wirst viel Zeit aufwenden müssen
  • Du musst Geduld haben

Ohne Aufwand wirst du scheitern. Das zumindest in 99% aller Fälle. Wenn du glaubst mit ein paar Texten im Internet das große Geld zu verdienen und das auch noch in kurzer Zeit…dann täuschst du dich. Meine erfolgreichste Webseite hat in etwa 1,5 Jahre benötigt um wirklich interessantes Einkommen zu generieren. Seitdem wurde sie immer erfolgreicher und ist es bis heute.

Hier siehst du wie sich der Traffic einer meiner Webseiten in den letzten 2,5 Jahren entwickelt hat.

Ich bin schon stolz auf die Entwicklung, weiß das aber auch einzuschätzen. Es steckt sehr viel Arbeit darin und viel Ausprobieren und Ideen entwickeln. Aber dazu später mehr.


Keine Angst vor dem Absturz und gesunde Einschätzung der Lage

Eine weitere Lektion, die ich mitzugeben habe, ist sich immer den Mut zu bewahren und keine Angst vor Misserfolg und Absturz zu haben. Jeder der Selbstständig ist kennt das doch: Angst davor zu scheitern und die Lebensgrundlage zu verlieren. Allerdings gehört wie zu vielem im Leben ein gewisses Wagnis dazu um erfolgreich zu sein. „Wer nichts wagt, der nicht gewinnt“. Der Spruch kommt nicht von ungefähr.

Auch bei Webseiten und passivem Einkommen muss in Vorleistung gegangen werden. Entweder mit Geld oder mit Zeit oder mit beidem. Wenn du Angst hast das Investierte zu verlieren, dann wirst du vorsichtig (was positiv sein, aber dich auch lähmen kann) oder aber gibst schon auf, bevor du begonnen hast. Daher mein Tipp:

Niemals alles auf eine Karte setzen!

Wenn du mit Nichts dastehst und investieren willst, dann wirst du nicht ruhig schlafen können. Kündige also nicht unbedingt sofort deinen Job, nur weil du eine Idee hast, wie du online Geld verdienen kannst. Versuche das lieber nebenbei zu machen und langsam aufzubauen. Das wird dir den so wichtigen Schlaf und nach meiner Erfahrung auch die Gesundheit und Freude erhalten.

Das du scheitern kannst, muss dir klar sein. Du wirst abhängig sein von verschiedenen Faktoren:

  • Qualität
  • Ausdauer
  • Gesundheit
  • Google
  • Werbepartner
  • Kunden

Fällt einer dieser 6 Bausteine weg, hast du ein Problem und musst kompensieren oder abwarten können.


Eine Idee für eine neue Webseite entwickeln

Fangen wir also ganz vorne an. Bei der Idee. Ohne eine Idee wirst du auch keine Webseite und auch kein Online-Business erstellen können. Es reicht nicht zu überlegen, dass du gerne mal was im Internet machen möchtest und Ratgeber dazu liest. Du musst dir schon etwas einfallen lassen, was sowohl gefragt ist, als auch Spaß für dich selber garantiert. Wenn du jedes Mal schlecht gelaunt bist, wenn du an deiner Idee oder deinem Projekt arbeitest, wirst du nicht voll und ganz dahinterstehen um es ausreichend voranzutreiben.

Ein Problem oder eigenes Wissen in eine Webseite packen

Was bei mir super funktioniert hat, war mein Interesse und meine Probleme niederzuschreiben und in Webseiten zu verpacken. Zuerst habe ich diesen Blog hier erstellt und zwar schon vor mehr als 5 Jahren. Zu der Zeit zu der ich mich in WordPress eingearbeitet habe, habe ich vieles neu Erlernte direkt als Tutorial für andere bereitgestellt. Über die Jahre ist dadurch ein Blog entstanden, der mir immer wieder Aufträge einbringt und viel Zuspruch von anderen Webentwicklern oder Webseitenbetreibern. Es ist quasi die Basis meines Daseins als WordPress-Entwickler.

Dann habe ich meine körperlichen Probleme versucht zu bekämpfen. Durch meinen statischen Beruf habe ich immer wieder mit den typischen Problemen zu kämpfen, die Büroarbeiter so beschäftigen: Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen, … Jahrelang habe ich damit gekämpft, habe alles ausprobiert, was mir helfen könnte. Habe viel Hilfe von Außen gesucht und teilweise gefunden. Irgendwann kam mir auch hier die Idee, mein mittlerweile aufgehäuftes Wissen dazu in eine Webseite zu packen. Und zwar mit dem Ziel, möglichst umfangreich und abdeckend zu informieren. Keine 0815-Plattform, sondern die Top Anlaufstelle, wenn es um das Thema „Nackenschmerzen“ geht.

Zu guter Letzt interessiere ich mich noch um das Thema „Schlafen“ und „Schlafoptimierung“. Auch hier baue ich derzeit ganz frisch eine Ressource auf. Das allerdings sehr langsam ohne Druck. Daher ist der Erfolg noch recht überschaubar. Ich bin aber sicher, dass auch hier über die Jahre Erfolg möglich ist.

So bin ich also sehr breit aufgestellt, was Risiken minimiert und mir an verschiedenen Stellen Einkommen ermöglicht. Und Grundlage waren nur meine eigenen Leidenschaften und Probleme, die mich in meinem Alltag beschäftigen. Suche nicht nach Dingen, die Erfolg versprechen, sondern nach Dingen von denen du Ahnung hast oder haben willst. Das ist deutlich sinnvoller und macht auch mehr Spaß!

Nicht von Beginn an über Geld verdienen nachdenken

Ein ganz wichtiger Tipp zu Beginn: Denke nicht bei allem was tust immer gleich an das Geld was verdient werden kann. Du weißt schlichtweg noch nicht, mit was du später Geld verdienen kannst. Das kommt erst über die Zeit, mit Traffic und Nachfrage nach Werbeplätzen, etc. Erst wenn du eine gewisse Größe hast, wirst du die Gedanken um Monetarisierung machen können. Baue also auch nicht von Beginn an Geldquellen in die Webseite ein (außer du hast die Mega-Idee, die schnellen Erfolg GARANTIERT).

Warte ab, bis dein Traffic eine gewisse Höhe hat. Ich würde sagen, dass ab ca. 5000 Besuchern pro Monat mit Werbung Geld verdient werden kann (zB mit Google AdSense). Natürlich wirst du davon nicht reich, aber wenn dadurch täglich das Geld für das Mittagessen in der Kantine reinkommt (das war immer mein erstes Ziel), dann wäre doch schon etwas erreicht oder? Verkaufst du Produkte, kann natürlich auch schon früher die Monetarisierung erfolgen.

Die richtige Nische finden

Manche Ideen sind zum Scheitern verurteilt. Eine umfassende Informations-Webseite zum Thema Rauhfasertapeten wird vermutlich weniger Nachfrage generieren als eine gleichartige Webseite über Smartphones oder Sneaker. Allerdings ist vermutlich auch die Konkurrenz deutlich kleiner, was dann am Ende zu einer kleinen profitablen Nischenwebseite führen kann. Du musst versuchen auch den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Zu tiefe Nischen sind nicht gefragt und den Aufwand oft nicht wert. Manche Nische ist allerdings nicht besetzt und kann schnell eingeholt werden.

Allerdings muss ich sagen, dass es mittlerweile schwer geworden ist eine Nische zu finden, die noch nicht bearbeitet wurde. Gerade wenn es um Produkte geht, ist eigentlich schon alles abgegrast und mit den typischen Testseiten mit Standardlayout bedient. Was nicht heißt, dass du nicht neues Gras säen kannst um Erfolge zu „mähen“. Wenn du hier mehr auf Qualität setzt als die Konkurrenz, kann langfristig was drin sein.

Bei mir war die Nachfrage immer vorhanden. WordPress ist das meistgenutzte CMS für Webseiten und daher die Nachfrage nach Support sehr groß. Die Konkurrenz allerdings auch. Hier musst du schon auf die Leistungen der anderen etwas draufsatteln um dich abzusetzen. Und wie bereits geschrieben…viel Geduld mitbringen.

Bei meiner Nacken-Webseite ist die Nachfrage garantiert. Spätestens durch die Handy-Nacken-Generation wird die Nachfrage nach Tipps gegen Schmerzen im Nacken immer vorhanden sein. Dr. Google ist und bleibt vermutlich noch lange Zeit der erste Anlaufpunkt um körperliche Probleme zu analysieren und zu bekämpfen. Generell sind Gesundheitsthemen lukrativ, aber dafür wirklich stark besetzt. Die Konkurrenz ist riesig und extrem stark. Was euch auch nicht abhalten muss. Mich hat es ja auch nicht davon abgehalten dort mein Glück zu suchen.

Übrigens kannst du mit Google Trends super checken, wie die Nachfrage nach Themen im Verlauf der Zeit und im Vergleich zu anderen Themen ist (auch mit einem aktiven Google Konto oder diversen anderen kostenpflichtigen Keyword-Analyse-Tools). So kannst du schon ganz gut einschätzen, ob die eigene Idee vielleicht schon den Zenit der Nachfrage überschritten hat. Hier ein Beispiel mit der genannten Rauhfasertapete im Verglich zu Sneakers und Smartphones. Das Ergebnis ist recht eindeutig.

Brainstorming für Inhalte

Natürlich ist es heutzutage leicht eine Webseite zu erstellen. Gibt es doch viele Anbieter auf dem Markt und auch diverse Baukästensysteme, die vermeintlich einfach und qualitativ hochwertige Webseiten ausspucken. Bevor aber die Entscheidung für ein System gefällt wird, muss erstmal überlegt werden, was die später zu monetarisierende Webseite eigentlich bieten und beinhalten sollte.

Am Anfang steht also ein ganz klares Brainstorming. Hierzu reicht schon eine simple Liste aus, in die wirklich jedes Thema und jeder Aspekt reinkommt, der sich für Inhalte der Webseite eignen würde.

Erste Struktur ausdenken

Ich bleibe bei meiner Webseite über Nackenschmerzen: Ein Brainstorming kann Hauptthemen ergeben oder aber ich überlege mir zuerst die wichtigsten Hauptthemen und gehe dann anschließend ins Detail. Ich habe relativ schnell gewusst, dass die 3 wichtigsten Theme die folgenden sind und gleichzeitig die Hauptstruktur der Webseite bilden werden:

  • Ursachen für Nackenschmerzen
  • Maßnahmen gegen Nackenschmerzen
  • Weitere Symptome oder Nebenwirkungen von Nackenschmerzen

Anschließend habe ich mir erste Themen überlegt, die dann einzeln erarbeitet werden müssten und eigene Inhalte bilden.

Kurzer Einschub bezüglich One-Pager-Webseiten: Ich habe es probiert und viele andere auch…es funktioniert kaum. Am besten du erstellst klassische Webseiten und erstellst für jedes Thema (nicht unbedingt jedes Keyword) eigene Unterseiten und überforderst somit den Leser nicht mit 10000 Wörter langen Artikeln (so wie diesem hier 😉 ).

Weiter zum Brainstorming: Ich habe erstmal alles was mir selber durch den Kopf gegangen ist aufgeschrieben und versucht zu überlegen, ob Theme zusammengefasst werden können oder ob einzelne Inhaltsseiten Sinn machen. Am Ende ist dann für den Start schon mal eine ganze Liste an Themen herausgekommen, die einem Leser einen gewissen Überblick über die Grundthematik „Nackenschmerzen“ geben würde. Das muss das erste Ziel sein. Einen überblick verschaffen. Ins Detail kannst du auch später gehen.

Priorisierung bei der Content-Planung

Auch wenn du das gerne möchtest, man schafft es selten alle Inhalte zum Launch einer Webseite bereits fertig zu haben. Daher beginnst du besser mit den wichtigsten Unterseiten. Das ist natürlich die Startseite und das sind die Übersichtsseiten (bei mir „Ursachen“, „Maßnahmen“, „Symptome“). Sind diese Seiten fertig, kann die Site (das die Technik steht vorausgesetzt) schon online gehen. Lieber früher mit mauem Inhalt online gehen, als Jahre zu verschenken. Eine Webseite muss bei Google und anderen Suchmaschinen erstmal lange erfasst und eingeschätzt werden und der Webseitenbetreiber über die Zeit ein wenig Trust generiert haben. Daher geh so schnell du kannst online (insofern du dich nicht für den Inhalt schämen musst).

Anschließend beginnst du damit die einzelnen Inhalte zu erstellen und auszubauen und aus den Übersichtsseiten zu verlinken. Dieser Prozess hört theoretisch nie auf. Wenn du aufhörst Inhalte zu generieren oder zu optimieren, dann wirst du auf lange Sicht verlieren.

Machbarkeit prüfen mit eigener Zeit oder doch extern einkaufen

Bei der Erstellung einer neuen Webseite musst du immer prüfen, ob du selbst das Know How hast und ob du zeitlich die Erstellung dieser stemmen kannst. Hier kann sehr viel Zeit verloren gehen, die dann an anderer Stelle (z.B. der Contenterstellung) verloren geht. Allerdings will auch nicht jeder gleich zu Beginn des Projekts Geld ausgeben, bevor 1ct verdient wurde. Meine Empfehlung ist dennoch die externe Vergabe, insofern du nicht gerade viel Zeit hast und Hobby-Entwickler bist. Ansonsten kann es durchaus sein, dass nur auf Standard zurückgegriffen werden kann um überhaupt ein Ergebnis zu erreichen. Der Standard ist meistens nicht genug. Deswegen scheitern ja so viele Nischenwebseiten oder Affiliate-Pages. Sie setzen auf das, was alle machen und heben sich nicht ab. Das Mittelmaß wird bei Google und Co. selten erfolgreich sein.

Erste Artikel erstellen oder erstellen lassen

Die Frage die sich viele zu Beginn eines Content-Projekts stellen, ist ebenfalls die Machbarkeit in Bezug auf Zeit und Können. Nicht jeder kann gut schreiben, nicht jeder kann die Zeit aufwenden eine kritische Masse an Inhalten zu erstellen, die dann am Ende für ausreichend Traffic sorgen. Daher kommt auch zwangsweise die Beauftragung von Externen in Gedankenspielen vor. Heutzutage gibt es gute Content-Schmieden, wo du zu attraktiven Preisen wirklich sehr gute Texte erstellen lassen kannst. Das Thema ist relativ egal, für jede Thematik gibt es dort die passenden Autoren.

Meist funktioniert das nach dem Prinzip, dass du zuerst die Qualitätsstufe wählst und anschließend den Autoren suchst. Oder du gibst eine offene Order auf und irgendeiner schnappt sich den Artikel. Nach erfolgter Abnahme durch den Auftraggeber wird dann pro Wort bezahlt. Wie viel du bereit bist zu zahlen, ist individuell verschieden. Ich für meinen Teil habe nie mehr als 4ct pro Wort bezahlt. Aber ich habe vielleicht auch Glück gehabt, dass meine sehr guten Autoren sich für den Preis verkauft haben. Es gibt allerdings durchaus auch teurere Autoren, die ihr Geld ganz und gar nicht wert sind. Wichtig zu wissen: Ist der Artikel misslungen, muss er nicht abgenommen werden!

Ich nutze für meine Texte immer content.de und bin dort seit Jahren wirklich sehr zufrieden!

Klassische Affiliateseiten sind tot

Ich weiß, ich weiß…es klingt so verlockend: Du stellst ein paar Seiten ins Netz, die sich um ein Produkt drehen, Tests zeigen und ein paar Rand-Infos aufweisen und schon kommen die User in Scharen und kaufen über Partner-Links Produkte und du wirst reich. So einfach die Theorie und in Einzelfällen hat das auch mal funktioniert und tut es noch. Aber das sind wirklich Einzelfälle und sie werden immer weniger. Google hat dieser Abart von Webseiten den Wind aus den Segeln genommen und dafür gesorgt, dass besonders dünne Inhalts-Seiten nicht mehr die Rankings erhalten, die sie gewohnt waren.

Nicht lange ist es her, dass durch ein Algorithmus-Update die Rankings mächtig durcheinandergewirbelt wurden und die üblichen verdächtigen Testseiten massiv an Sichtbarkeit verloren haben. Das sich immer noch einige in den Suchergebnissen tummeln, zeigt nur, dass auch Google nicht perfekt arbeitet. Allerdings ist Google tagtäglich bemüht, besser zu werden. D.h. die die jetzt noch gute Rankings haben, riskieren diese in der nahen Zukunft zu verlieren.

Versteh mich nicht falsch…es ist nichts falsch an Affiliate-Links und Partnerprogrammen. Ich nutze das auch. Allerdings sollte der Nutzen der Webseite immer dem User zu Gute kommen und nicht nur dem Webseiten-Betreiber. Hast du außergewöhnlich gute Inhalte, Tipps und wegen mir auch Produkt-Tipps zu bieten, dann darfst du damit auch Geld verdienen. Das sieht auch Google so. Einfach nur ein paar Produkte abbilden und so tun als hättest du sie getestet, in Wahrheit aber nur die Amazon-Bewertungen ausgewertet, reicht nicht mehr!

Hier ein Beispiel einer typischen Affiliate-Site, von der du sofort Abstand nehmen solltest (als User, der nach Spiegelreflexkameras sucht, als auch künftiger Webseitenbetreiber, was die Inspirationsquelle betrifft):

Typische Affiliate-Site, mit dem immer gleichen Design und sehr dünnen Inhalten. Viel Umsatz ist mit dieser Methode nicht zu erwarten.


Erstellung der Webseite

Natürlich ist das Kernstück an Arbeit zum Erfolg im Web, die Erstellung der Webseite. Machst du hier viele Fehler, ist das schon eine schlechte Basis für den späteren Erfolg. Umso wichtiger von Beginn an folgende Punkte zu berücksichtigen:

Technische Basis prüfen und aufsetzen

Eine wichtige Entscheidung zu Beginn ist die Wahl des geeigneten Systems. Nutzt du ein Content Management System oder bastelst du eine statische HTML Seite? CMS sind flexibel und lassen einfaches Ergänzen und Editieren von Inhalten zu. Ausserdem sind Webseiten mit einem CMS deutlich schneller erstellt. Selbst Laien können einfache Webseiten mit Hilfe eines CMS erstellen. HTML Seiten sind dagegen kompliziert zu erstellen und werden immer seltener gesehen. Dabei sind sie für sehr überschaubare Auftritte nicht uninteressant. Sie sind vor allem schnell und haben weniger Probleme mit der Security.

Ich selbst verwende grundsätzlich WordPress als CMS, da ich absolut von der Qualität des Systems überzeugt bin. WordPress eignet sich für viele Arten von Webseiten. Vom Blog bis zum Shop. Content-getriebene Webseiten finden keine bessere Basis als WordPress. Natürlich gibt es noch andere gute Systeme wie

  • Joomla
  • Drupal
  • Ghost

Hast du dich für ein System entschieden, muss dieses aufgesetzt werden.

Die Wahl des richtigen Webhosters

Um eine Webseite ins Netz zu bringen, muss sie bei einem Webhoster installiert werden. Dieser stellt Server und eine Administrationsoberfläche zur Verfügung um die Webseite zu „hosten“. Ich habe hier mal die besten Webhoster für WordPress zusammengestellt. Kurzfassung: Ich bin großer Fan von All-Inkl. Aber auch Mittwald bietet hervorragende Leistung.

Hast du einen Vertrag beim Webhoster gemacht und alles eingerichtet (SSL Zertifikat für die Domain nicht vergessen), installierst du das CMS über das Backend des Webhosters. In der Regel erlauben diese einfache One-Klick-Installation verschiedener Systeme. Nach der Installation steht die Webseite unmittelbar zur Verfügung und du kannst sich im Dashboard von z.B. WordPress einloggen.

Absicherung

Bevor du mit der eigentlichen Arbeit beginnst, ist es wichtig sicherzustellen, dass du ein ausreichendes tägliches Backup der Webseite hast. Die guten Webhoster bieten das automatisch. Ich persönlich sichere gerne zusätzlich täglich auf meinen Webspace, damit ich schnellen Zugriff auf das Backup habe, wenn mal ein Problem besteht oder auch eine zusätzliche Sicherung machen kann (zum Beispiel vor Updates). Dazu nutze ich entweder BackWPup oder auch Updraft.

Nach Einrichtung einer täglichen Sicherung von Dateien und der Datenbank, kannst du mit dem kreativen Prozess der Website-Erstellung fortfahren:

Design

Das Design ist besonders wichtig für späteren Erfolg oder Misserfolg. Ein mieses Design kann noch so gute Angebote, Inhalte oder auch sonstige Monetarisierungsstrategien über den Haufen werfen. Ich empfehle generell sehr „cleane“ Designs zu nutzen. Zu viel Schnickschnack stört den User und lenkt zu sehr von den Inhalten ab. Lieber außenrum ein wenig weniger und dafür performant und sauber entwickelt.

Du kannst dich bei WordPress dazu entscheiden Standard-Themes zu verwenden oder du programmierst selber eines (oder lässt programmieren). Zweiteres hat den Vorteil, dass hier nicht tausende Features mitgeliefert werden, die du nicht benötigst und die die Webseite wieder etwas schwerer machen können. Allerdings ist das auch der Königsweg und deutlich aufwändiger und teurer. Daher nutzen doch viele sogenannte Premium-Themes, ich bin einer davon bei einigen meiner Webseiten. Hier findest du eine Liste mit wirklich guten Premium-Themes für WordPress, mit deren Hilfe sich nahezu jede Art von Webseite realisieren lässt. Von einfach bis kompliziert, von featurereich bis simpel.

Wovon ich abrate, sind die klassischen Affiliate-Themes, die du zu Hauf im Netz findest. Jede 2. Testseite hat das gleiche Design. Keiner hebt sich ab, jeder wirkt unseriös, weil diese schnell gezimmerten Webseiten schon längst bei vielen in Ungnade gefallen sind. Mach dir etwas Mühe beim Design. Versuche individuell zu sein. Heb dich ab von der Masse.

Mobile Optimierung

Heutzutage ist es von Nöten, die Webseite auch für mobile Endgeräte zu rüsten. Viele surfen nur noch mit dem Smartphone. Da ist es wichtig, dass die Webseite responsive ist und sich an die verschiedenen Formate dynamisch anpasst. Nur so bleibt die Nutzererfahrung positiv. Google achtet da übrigens seit diesem Jahr verstärkt drauf. Wenn du mobil nicht optimierst, hast du ggfs. einen Ranking-Nachteil gegenüber der moderneren Konkurrenz. Übrigens gehört zur mobilen Optimierung auch das Thema „Geschwindigkeit“ dazu. Überfrachtete und schwere Webseiten mit riesigen Bildern sind für Smartphones oft zu viel und die Seitenperformance bricht ein. Die Folge: Der User springt ab.

Am besten du testest die Geschwindigkeit der Webseite auf Portalen wie Pingdom. Wenn du wie ich hier einen Wert 95% schneller als andere getestete Webseiten hast, kannst du dichberuhigt zurücklehnen.

Menüstruktur festlegen

Komischerweise achten viele gar nicht darauf, dass die Menüstruktur einer Webseite durchdacht ist. Dabei ist sie essentiell wichtig für Erfolg. Google bewertet auch die Navigation und Menüstruktur einer Webseite. Welche Seiten werden im Hauptmenü verlinkt, welche nur in Untermenüs? Welche Seiten werden überhaupt verlinkt? Welche Seiten werden von starken Unterseiten wie der Startseite oder Kategorieseiten aus verlinkt? All das spielt in das Ranking bei Google mit ein. Achte darauf, dass du relevante Unterseiten auch in der Navigation aufnimmst. Du darf es dort allerdings auch nicht übertreiben. Zu viele Links im Menü sind kontraproduktiv.

Besonders wichtig sind Links aus dem Inhalt. Kontextsensitive Links mit beschreibenden Linktexten sind für Google immer ein guter Indikator, worum es auf der Zielseite geht. Der Besucher soll ja auch wissen, was sich hinter einem Link versteckt. Die Menüstruktur sollte also gut durchdacht sein. Hast du zu wenig Platz sollten allgemeine Infos, wie das Impressum oder der Datenschutz in ein separates Menü im Footer verlagert werden.

Startseite konzipieren

Was auf der Startseite stehen sollte, das ist tatsächlich von Webseite zu Webseite unterschiedlich. Ich bin der Meinung, die Startseite sollte eine gute Übersicht über den kompletten Inhalt der Webseite liefern. Im Prinzip eine Kurzform. D.h. wenn du Dienstleistungen anbietest, solltest du diese dort auch kurz anreißen und dann auf eine Unterseite mit weiterführenden Inhalten verlinken. News dürfen dort ebenso angerissen und in den Blog verlinkt werden. Eine Art „Herzlich Willkommen“ und eine Kurzschreibung wer du überhaupt bist und was du auf dieser Webseite anbietest, sollte immer dabei stehen. Die Startseite ist oft die stärkste Unterseite. Links von ihr sind besonders wichtig für Onpage SEO.

Ich rate davon ab große Bildergalerien auf die Startseite zu setzen. Sie verschieben den Fokus von Inhalten auf Bilder und sorgen für schlechte Ladezeiten. Ein kurzes Visual mit einem Claim darauf ist viel besser geeignet. Hier ist es eigentlich kein Unterschied ob du über eine Nischenseite sprichst oder eine ganz normale Unternehmensseite. Platz zu verschenken hat doch eigentlich niemand.

Einbau der ersten Inhalte

Hast du die Webseite erstellt, abgesichert, designtechnisch vorgesorgt, die Navigation durchdacht und eine Startseite erstellt, geht es ans Eingemachte: Die Inhalte. Die Inhalte sind das Allerwichtigste bei einer Webseite, mit der du Erfolg haben möchtest. Es kommt seltenst vor, dass jemand Geld mit einer Webseite verdient, diese aber wenige selbst erstellte oder überhaupt Inhalte hat. Der Grund? Die Besucher kommen erst dann auf die Webseite, wenn auch genug Futter für Suchmaschinen vorhanden ist. Je mehr und je bessere Inhalte du bereitstellst, desto bessere und mehr Rankings erhältst du bei Google & Co. Nur so kommst du zu Besuchern und Traffic.

Es gibt vielleicht manch glückliche Startups, die durch andere Promotion und Bekanntheit ihren Traffic generieren. Aber das sind Ausnahmefälle. D.h. ab sofort dreht sich alles um Content, Content, Content. Worauf hier genau geachtet werden muss, erfährst du gleich…

Anmeldung bei Google so früh wie möglich

Übrigens ist jetzt auch der Zeitpunkt gekommen, deine Domain bei Google anzumelden. Je eher du das tust, desto besser. Es dauert immer eine Weile, bis Google neue Webseiten indiziert oder überhaupt beachtet. Diesen Zeitraum solltest du früh genug starten. Egal ob die Inhalte bereits vollständig sind oder nicht. Solange nicht irgendein Quatsch und Testinhalte noch auf der Webseite stehen, ist das auch in der Regel überhaupt kein Problem. Angemeldet wird die Webseite über die Google Search Console. Dort kannst du dich mit deinem Google Konto anmelden und die eigene Webseite anlegen. Anschließend muss du sie noch bestätigen (verschiedene Methoden möglich). Ist das alles erledigt, kannst du eine Sitemap Google bekannt geben. Eine Sitemap stellt die verfügbaren Inhaltsseiten als eine XML dar. Der Googlebot durchsucht die Webseite anhand der Sitemap und nimmt die Unterseiten im Normalfall in den Index auf.

Übrigens bitte nicht darüber ärgern darüber, dass ich meist über Google spreche. Aber am Ende ist es doch sowieso Google, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Andere Suchmaschinen sind einfach zu klein. Generell arbeiten die aber ähnlich. So dass das hier vorgeschlagene auch dort umgesetzt werden kann.


Content & SEO

Regelmäßige Contenterstellung wichtig

Laut meiner Erfahrung ist es nicht von Nachteil, wenn du deiner Website immer wieder Inhalte spendierst. Nicht nur um Google zu zeigen, dass die Webseite gepflegt wird und aktuell ist. Auch um immer wieder neues Futter für die Indizierung zu liefern. Je mehr Inhalte, desto mehr Möglichkeiten wird es am Ende geben für Keyword-Kombinationen zu ranken. Das führt am Ende zu mehr Besuchern und im Idealfall zu mehr Umsatz welcher Art auch immer.

Es mag Ausnahmen geben, wenn das Ganze schlecht gemacht ist. Wenn du zum Beispiel deine Inhalte immer wieder in neuem Gewand verpackst, aber am Ende eigentlich nichts Neues lieferst, läufst du Gefahr, dass deine Inhalte sich gegenseitig kannibalisieren und Rankings wegschnappen. Die Folge ist, dass Inhalte für Keywords ranken, für die aber andere Inhalte vielleicht besser wären. Im schlimmsten Fall rankst du gar nicht mehr, weil die Suchmaschine überfordert ist. Also: Immer wieder neue Inhalte schaffen ja…aber die richtigen und vor allem ausreichend abwechslungsreiche…

Länge des Contents entscheidet über Erfolg (oder auch nicht)

Hier scheiden sich tatsächlich die Geister: Die einen predigen Inhalte zu erstellen, die mind. 2000 Wörter lang sind. Die anderen sagen, es hat nichts mit der Länge zu des Inhalts zu tun, ob eine Seite rankt. Google selbst bestätigt das. Ich selber bin ein wenig zwiegespalten. Meine Inhalte sind oft sehr lang und ich habe damit sehr gute Erfolge erzielt. Gerade über den Longtail (also Keywordkombinationen) kommt da dann Einiges an Traffic zusammen. Daher ist es schon sinnig Inhalte ausführlich und allumfassend zu erstellen, damit du auch hier genug Futter für die Suchmaschine bereitstellst.

Auf der anderen Seite gibt es Suchanfragen/-intentionen, die nicht darauf aus sind viel zu lesen, sondern knappe Antworten zu bekommen. Wer nach der Uhrzeit in New York sucht, der wird keinen Artikel über die Geschichte der Stadt lesen wollen. Schaffe also Inhalte, die ausreichend lang sind, aber nicht zu lang. Wenn ein Thema viele Unterthemen bietet und der Leser das auch gerne sehen würde, dann los…wenn der Leser aber eigentlich nur eine kurze Info möchte, dann halte dich lieber kurz. Was auf jeden Fall schlecht ist, ist Texte künstlich zu verlängern, nur um lange Inhalte zu bieten. Nur weil Auswertungen ergeben haben, dass im Schnitt die Webseiten in den Top10 bei Google eher lange Texte bieten, heißt das noch lange nicht, dass diese Textlängen auch wirklich die Ursache der Rankings sind!

Sei authentisch und teile eigene Erfahrungen

Wenn du dich selbst als Experte zu einem Thema ausgibst und Menschen berätst oder davon überzeugen möchtest Produkte oder Dienstleistungen abzuschließen, dann solltest du vor allem eines sein: authentisch! Wenn du deine eigenen Erfahrungen teilst, Erfolge preisgibst, Misserfolge nicht verbirgst, handelst du authentisch und der Leser merkt das. Eine gewisse Sympathie zu übermitteln kann nie schaden. Die reine Expertise kann verdammt langweilig sein. Versuche also neben dem fachlichen auch das persönliche einzubringen. Das geht sicher nicht in jeder Branche. Der Versicherungsvertreter wird sicher nicht davon erzählen, wie seine Versicherung den letzten Kunden im Stich gelassen hat.

Der Suchmaschinen-Optimierer kann aber durchaus über erfolglose Versuche berichten, mit bestimmten Maßnahmen den Google Algorithmus zu überlisten. Wenn er daraus Schlüsse zieht, die seiner Leserschaft rüberbringen kann und am Ende aus dem Misserfolg eine Handlungsempfehlung entsteht, hat sich das Ganze doch schon gelohnt und du kommst nicht daher als jemand, der nur Theorie vermittelt.

Viele Einzelseiten oder lange holistische Landingpages?

Auch hier scheiden sich mal wieder die Geister. Die einen setzen gerne auf sehr lange Seiten, die alle Informationen zu einem Thema beinhalten (das können dann schon mal > 10.000 Wörter sein). Andere splitten die Inhalte in jedem kleinen Unterthema lieber auf und versuchen so Unterseiten mit einzelnen Keywords zu versehen. Der Hintergrund: Man vermutet, dass lange Seiten mit vielen Keywords, am Ende überhaupt nicht mehr ranken, weil die Suchmaschine nicht weiß welches Keywords das Hauptkeyword ist. Da ist etwas dran. Gerade Onepager-Designs kranken daran.

Auf der anderen Seite hat Google schon lange bestätigt, dass es nicht so sein muss, dass jedes Keyword unbedingt einer bestimmten Seite zuzuordnen ist. Das sorgt nämlich im schlimmsten Fall für eine schlechte Benutzererfahrung, wenn bei jeder weiteren Info zu einem Thema eine neue Seite geladen werden muss.

Ich würde dir empfehlen folgendermaßen vorzugehen:
Wenn ein Thema wirklich sehr nahe Unterthemen/Aspekte besitzt, die das Hauptthema unterstützen und den Leser weiterbringen in seiner Absicht, dann gerne eine holistische Seite erstellen. Wenn aber das Thema sehr umfangreich ist und komplex, dann versuche Inhalte in eigene Unterthemen auszulagern.

Auf meiner Webseite www.schmerz-im-nacken.de habe ich genau das gemacht. Das Thema Nackenschmerzen mit all seinen Facetten ist so umfangreich, dass es niemals möglich wäre alle Inhalte auf einer Seite abzufrühstücken. Daher musste ich zwangsläufig Inhalte splitten. Dennoch sind diese einzelnen Inhalte dann ggfs. wieder recht umfangreich. Der gesunde Zwischenweg wird dich hier weiterbringen.

Keywords und Nebenkeywords

Die eigenen relevanten Keywords zu wissen ist sehr wichtig. Nur so kannst du auch die Besucher generieren, die für dich und dein Online-Business relevant sind. Es hilft dir nicht weiter, wenn du viele Besucher erzeugst, die aber am Ende nicht das tun, was du gerne hättest (kaufen/lesen/buchen/weiterempfehlen/…). Hast du dann die Keywords für dein Business gefunden, musst du noch die unterstützenden Nebenkeywords ermitteln. Wer nach dem Auto „Golf“ sucht, der findet einer relevanten Seite dazu sicherlich auch Nebenkeywords wie „VW“, „PS“, „GTI“, …

Es ist natürlich nicht immer möglich alle Nebenkeywords zu nutzen, aber es gibt Tools, die dir helfen die Nebenkeywords zu finden, die deine Konkurrenz auf den ersten 10 Plätzen zu der gewünschten Suchanfrage einsetzen. Nutzt du diese Nebenkeywords nicht, sagt die Theorie, dass du es schwerer haben wirst an der Konkurrenz vorbeizuziehen.

Ein Tool für eine sogenannte WDF*IDF-Recherche ist http://www.wdfidf-tool.com/. Aber Achtung: Nicht jedes dort gelistete Wort ist auch sinnvoll. Wenn du aber dein Geschäft verstehst, solltest du das schon differenzieren können. Es gibt auch für WordPress ein Plugin bei Codecanyon, aber ich verlinke das gar nicht erst. Es hat nicht die besten Bewertungen und ich denke auch nicht, dass du dazu direkt ein Plugin benötigst um dir einen Überblick über Nebenkeywords zu verschaffen, wenn du gerade Inhalte erstellst.

Auf den Longtail setzen macht es einfacher

Vorhin hatten wir das Thema mit den langen Texten, die es dir ermöglichen für verschiedene Keywordkombinationen zu ranken. Hier nochmal eine Erläuterung, wieso dir das hilft: Für harte Keywords (z.B. „Lebensversicherung“) ist es sehr schwer ganz oben in der Suchergebnisliste zu stehen. Die Konkurrenz ist zum Teil brutal stark. Gerade wenn du einen frischen Webauftritt hast, ist es quasi unmöglich an alteingesessene Konkurrenten vorbeizukommen. Außer du bist besonders stark verlinkt von Beginn an oder hast einen Hype in Social Media erzeugt. Aber das ist eher selten.

Du kannst also neben den Hauptkeywords versuchen durch viele Inhalte den Longtail zu bedienen und somit für viele verschiedene Suchphrasen ranken. Die Konkurrenz wird hier deutlich geringer sein und deine Chancen steigen. Beispiel hier: „Lebensversicherungen empfohlen von Finanztest“. Diese Suchphrase ist sicher leichter zu bedienen.

Nebenthemen erschließen und Fremd-Themen vermeiden

Das Thema Content-Erweiterung durch sinnvolle zusätzliche Inhalte ist in meinen Augen besonders wichtig. Das Web krankt derzeit leider ein wenig daran, dass es viele viele Inhalte gibt, die zu allgemein sind und immer wieder abgekupfert und zu neuem oberflächlichem Einheitsbrei verarbeitet wird. Gerade Gesundheitsthemen wie „Was tun gegen Nackenschmerzen?“ sind unglaublich oft im Web verfügbar. Jede Tageszeitung, jeder Gesundheitsblog, jede journalistische Webpräsenz macht mit und will die Leserschaft mit Einfachem kurz und bündig informieren. Leider greift das meistens zu kurz. Es werden nicht ausreichend Aspekte hinterleuchtet. Neben den allgemein üblichen Tipps und Tricks wird wenig Neues gezeigt. So kommt dann am Ende auch niemand zu wirklichem Erfolg.

Die Webseitenbetreiber verschwinden meist mit ihren Bemühungen in der Ranking-Versenkung, weil Google mittlerweile so gut ist, dass auch Kriterien wie die „Expertise“ für Rankings herangezogen werden. Wenn du 1001 Themen auf deiner Webseite bedienst und dann auch mal einen Artikel über Nackenschmerzen schreibst, hast du sicher kaum Chancen auf durchschlagenden Erfolg mit dem Content. Egal ob gut gemacht oder nicht.

Daher ist es besonders wichtig dir eine Expertise aufzubauen und den Suchmaschinen (und natürlich auch dem Leser) auch durch die umfassende Bearbeitung eines Themas zu zeigen, dass du wirklich weißt wovon du sprichst. Das erreichst du nur, indem du neben den allgemein üblichen Themen auch Nebenthemen abgrast und holistisch präsentiert.

Ich komme wieder auf meine eigene Webseite www.schmerz-im-nacken.de als Beispiel: Hier versuche ich wirklich jeden möglichen Aspekt zum Thema „Nackenschmerzen“ zu durchleuchten. Von allen möglichen Ursachen, bis hin zu Tipps und Symptomen wird auf Hunderten von Artikeln (alle auch mit einer gewissen Länge) dem Leser ein wirklich umfassendes „Nachschlagewerk“ zu Nackenschmerzen präsentiert. Meine Leser geben mir das Feedback, dass sie damit gut zurecht kommen und finden, was sie suchen und auch mehr. Google zeigt mir, dass meine Webseite interessant ist, indem die Rankings über die Jahre kontinuierlich besser geworden sind.

Aber auch ich habe schon Inhalte erstellt, die keinen Erfolg gebracht haben. So habe ich ein paar wirklich umfassende Ernährungsratgeber auf dieser Webseite. Aber da offensichtlich Google nicht der Meinung ist, dass ich eine Referenz zum Thema Ernährung bin, kriege ich dazu auch keine vernünftigen Rankings zustande. Ich müsste den Bereich schon noch massiv ausbauen, als das ich auf dem Radar der Suchmaschinen bin, wenn dort nach Ernährungstipps gesucht wird.

Texte regelmäßig überarbeiten

Mal abgesehen davon, dass ich ein großer Freund davon bin, wenn man Themen umfassend behandelt, ist es trotzdem wichtig das mit einem gewissen Maß zu tun. Was nicht weiterführt, ist immer wieder zwanghaft neue Inhalte zu schaffen um das eigene Angebot zu erweitern. Wichtiger ist es, wenn du mal einen guten Grundstock an Inhalten hast, du diese auch kontinuierlich weiterentwickelst.

Für mich gilt da die 80:20 Regelung: 80% der Content-Arbeit sollte in der Überarbeitung und Verbesserung von Inhalten stecken und nur 20% in der Neuerstellung. Natürlich erst dann, wenn du bereits einige Inhalte erstellt hast. Fokus solltest du vor allem auf wichtige Inhalte setzen oder die, die erfolgsversprechend sind, aber noch nicht so gut performen wie gewünscht. Du fragst dich also, welche Artikel

  • ranken zu schlecht?
  • haben zu wenig Inhalt?
  • sind zu allgemein?
  • passen nicht ins Portfolio? (Inhalte löschen gehört auch zur Content-Pflege)
  • sollten zusammengefasst werden, weil Thema mehrfach behandelt
  • haben schlechte Klickraten in Suchergebnissen (siehe Google Search Console)

Hast du die Artikel dann identifiziert, die Optimierungspotential haben, hilft dir ein Redaktionsplan um die Abarbeitung zügig abzuschließen. Und was kommt dann danach? Du fängst von vorne an. 😉 Bei meinen Webseiten hat sich der Traffic sehr positiv entwickelt nach Überarbeitungen (vor allem von oberflächlich gehaltenen Inhalten).

Eigene Bilder erstellen

Mich stört besonders häufig, wenn im Web in Artikeln Stockphotos verwendet werden. Mit Menschen, die ich schon auf zig anderen Webseiten gesehen habe. Ich habe das selber früher auch gemacht. Habe mir Business-Fotos gekauft und online gestellt. Sicher geistert jetzt noch das eine oder andere auf meinem Blog herum. Ich hatte zum Beispiel das Foto eines weiblichen und eines männlichen Models auf einer Unterseite mit meinem Angebot für Webvisitenkarten. Irgendwann stand ich mal bei meinem Metzger und sah doch tatsächlich das gleiche Model, wie es für Wurst geworben hat. Das hat mir irgendwie die Augen geöffnet, dass das so nicht funktionieren kann.

Ich weiß, dass die meisten das nicht merken würden. Aber ein jeder wird erkennen, ob Fotos oder Bilder individuell für eine Webseite erstellt wurden oder nur als Symbolbild gekauft wurden. Daher versuche ich jetzt auf diese Art Bilder zu verzichten. Bei meinen neueren Webseiten versuche ich fast ausschließlich auf eigenes Bildmaterial zu setzen. Selbst fotografiert oder illustriert nur für mich. Das hat in meinen Augen auch einen Teil meines Erfolges ausgemacht. Eine Suchmaschine wie Google honoriert das Individuelle, weil dadurch ein gewisser Aufwand ersichtlich wird und auch eine Hingabe an das eigene Produkt oder an die eigenen Inhalte.

Ich nutze für meine Illustrationen ausschließlich ausländische Illustratoren in Südostasien oder Afrika. Natürlich aus Kostengründen, weil mir ansonsten die Kosten für die Webseite aus dem Ruder laufen. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass dort gute Arbeit geleistet wird. Ich zahle immer ein wenig mehr als gefordert und habe so auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich eine Grafik für ein paar Euro bezahle. Das Feedback der Dienstleister ist hier durchaus positiv und dankbar. Nur mit der Termingenauigkeit musst du klar kommen. Das klappt nicht immer einwandfrei. Wenn du keinen zeitlichen Druck hast, ist das aber kein Problem. Ich nutze upwork.com für die Suche nach passenden Illustratoren (und früher auch Übersetzern).

Interviews

Interviews sind erst seit einiger Zeit in meinem Kopf, wenn es um die Content-Erstellung geht. Das Ziel für mich:

  • Inhalte aufwerten mit Experten
  • Inhalte generell um Inhalt erweitern
  • Google zeigen, dass richtig was passiert auf der Webseite
  • Expertise generell stärken
  • einen professionelleren Eindruck machen

Natürlich ist mir klar, dass ich Im Gesundheitsbereich keine ausgesprochene Koryphäe bin. Ich bin weder Arzt, noch Therapeut…ich bin eigentlich Patient. Aber da ich durch meinen Leidensweg viel an Wissen erlangt habe, dass so mancher Arzt leider nicht aufbieten kann (das musste ich leider mehrfach feststellen), kann ich gute Inhalte in dem Bereich vertretbar veröffentlichen. Meine Leser nehmen mir das auch ab. Aber natürlich kommt das nochmal besser, wenn auch bekannte (und weniger bekannte) Experten auf meiner Webseite zu Wort kommen und im Prinzip das bestätigen oder wiederholen, was ich meinen Lesern präsentiere. Eine klassische Win:Win-Situation: Ich kriege noch mehr Seriosität auf meine Webseite, der Interviewte kriegt Reichweite durch mich.

Schau also nach, ob es in deinem Bereich nicht Experten gibt, die du interviewen kannst. Viele sind für die Aufmerksamkeit dankbar und willigen ein. Das Ganze kannst du dann meistens einfach schriftlich per Mail machen, was den Vorteil hat, dass du auch einfach die Antworten 1:1 übernehmen kannst. Du schenkst dafür deinem Interview-Gast noch die Möglichkeit etwas Werbung in eigener Sache zu machen. Oft hat man Glück und der Interviewte verlinkt dann zurück von seiner Webseite oder schreibt darüber auf Twitter oder Facebook. Interviews sind toll!


Monetarisierung

Einnahmequellen erst dann erschließen, wenn Traffic vorhanden ist

Wenn du dann mal alle Tipps umgesetzt hast und die Besucher massenweise herbeiströmen, dann kannst du dir Gedanken über die Vermarktung deiner (WordPress) Webseite machen. Spaß beiseite…die Möglichkeit zu Monetarisieren ist nicht zwangsweise vom Traffic abhängig. Wenngleich guter und viel Traffic das Ganze deutlich erleichtern.

Ob Traffic notwendig ist, hängt von deinem Business ab. Wenn deine Zielgruppe recht klein ist, aber dann z.B. bei dir sehr teure Produkte mit extrem hohen Gewinnmargen kaufen soll, dann ist eine Monetarisierung auch bei wenigen Besuchern möglich. Bei den meisten Webseitenbetreibern wird es allerdings auf die Masse ankommen. Gerade wenn es um die Vermarktung durch Anzeigen geht solltest du nicht starten, bevor du ein paar hundert Besucher am Tag hast.

Auf mehrere Einnahmequellen setzen

Das was ich mir relativ früh auf die Fahne geschrieben habe, ist auf mehrere Einkommensquellen zu setzen. Es gibt wenig schlimmeres, als auf ein Pferd zu setzen, dass dann vielleicht plötzlich nicht mehr in der Lage ist zu laufen. Im übertragenen Sinne: Hast du verschiedene Standbeine, läufst du weniger Gefahr nach Einbruch einer Einkommensquelle direkt pleite zu gehen.

Im Umkehr bedeuten mehrere Einkommensquellen am Ende auch meistens mehr Umsatz. Für mich lohnt sich vor allem die Kombination aus Einkommen aus Dienstleistung und passivem Einkommen, wie Affiliatemarketing oder Werbung. Die Kombination macht Spaß und sorgt für gute Einkommen. Natürlich kommt auch hier nichts über Nacht und muss erarbeitet werden. Aber ich denke, wenn du so weit gelesen hast, hast du verstanden, dass ohne Aufwand kein Ertrag zu erwarten ist.

Ich zeige dir hier ein paar Einnahmequellen, die du nutzen kannst. Einige davon nutze ich selber auch:

Amazon Partnernet

Einer der Klassiker unter den passiven Einnahmequellen ist das Amazon Partnerprogramm. Du verlinkst auf deiner Webseite ein Produkt auf Amazon mit einem speziellen Partnerlink und bei Kauf über diesen erhältst du Provision. Und zwar nicht nur auf das verlinkte Produkt, sondern auf den kompletten Warenkorb des Käufers. Das kann natürlich ein richtig gutes Geschäft für dich sein.

Nicht jede Produktart verspricht hohe Provisionen (Elektroartikel waren mal sehr stark umkämpft und haben viel Geld eingebracht, bis Amazon dort die Provision stark reduziert hat). Aber es gibt immer noch viele gute Kategorien (wie z.B. Kleidung, Amazon Geräte, Home, etc.) die Provisionssätze bis zu 10% liefern. Stell dir vor, du schickst 10 Leute zu Amazon, die am Ende jeweils für 100€ einkaufen und die Werbekostenerstattung liegt in diesem Fall im Schnitt bei 7%. Dann verdienst du an diesem einzigen Tag 70€. Einfach so.

Hier findest du die Werbekostenerstattungstabelle von Amazon Partnernet.

Nur Produkte empfehlen, die auch wirklich getestet wurden

Die Frage ist natürlich, wie du die Leute zu Amazon lotsen kannst. Natürlich ohne absichtlich Links zu manipulieren, so dass die Besucher unbeabsichtigt zu Amazon springen. Das wäre nämlich nicht erlaubt und du würdest hochkant aus dem Partnerprogramm fliegen. Du musst deinen Webseitenbesuchern also Produkte empfehlen. Und zwar auf eine Art und Weise, die die Leute überzeugt. Der Produkttest oder die Empfehlung müssen authentisch und glaubhaft sein.

Der Link muss markiert werden als Partnerlink und du musst voll und ganz transparent aufzeigen, dass der Link zu Amazon führt. Am besten du erklärst auch noch, dass du eine kleine Provision erhältst, wenn jemand über deinen Link auf Amazon einkauft. Das gilt allerdings für alle Partnerprogramme, unabhängig von Amazon.

Auf meiner Webseite www.schmerz-im-nacken.de empfehle ich Kissen, die ich vorher ausgiebig getestet habe. Ich beschreibe diese Kissen und gebe Aufschluss darüber, ob das Kissen bei Nackenschmerzen hilfreich ist oder nicht. Das funktioniert wunderbar und seit Jahren verdiene ich damit ein gutes monatliches Zubrot.

Ein Hinweis allerdings, damit nicht jemand glaubt, es wäre einfach über Amazon Geld zu machen: Es reicht nicht, wenn du einfach eine simple Testseite ins Netz stellst. Das haben schon viele versucht und es gibt Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben Produkte in großem Stil zu testen und über Amazon zu Geld zu machen. Google hat in der Vergangenheit allzu plumpe Affiliateseiten aus dem Index verdrängt, so dass es wichtiger denn je ist, mit guter Qualität und Mehrwert aufzuwarten. Erst wenn das steht, kann man über Amazon Partnerlinks einbauen, die auch erfolgreich sind.

Partnerprogramme

Wie bereits angesprochen, gibt es einige Partnerprogramme auf dem Markt. Amazon bietet sich für Produkte vieler Arten an. Im Bereich Web gibt es für viele Arten von Software, Plugins, Themes, Hosting, etc. Affiliateprogramme. Selbst Werbevermarkter bieten eine Provision (teilweise sogar dauerhaft) auf geworbene Kunden, die Geld einbringen. Ich selbst bin bei ca. 15 Partnerprogrammen aktiv, von denen ca. 1/3 den meisten Income bringen.

Unter anderem empfehle ich Produkte von

  • Amazon
  • Elegant Themes
  • Themeforest
  • Elementor
  • WPML
  • Shareasale
  • Impact
  • HostPress
  • All-Inkl

Bei mir ist das natürlich sehr stark auf den Bereich Webdesign gemünzt (außer die Nacken-Sache). Du kannst aber extrem viele Partnerprogramme in vielen Bereichen finden. Und wenn nicht, kannst du am Ende immer noch bei Amazon landen. Hier findest du ein paar Partnerprogramme, die besonders interessant sind.

Werbung über Ads

Noch einfacher als Geld über Partnerprogramme zu verdienen, kann über den Einsatz von Anzeigenvermarktern sein. Hast du bereits nennenswert Traffic auf deiner Site und hast kein Problem damit, Werbeplätze auf dieser anzubieten, kannst du innerhalb kürzester Zeit Anzeigen einbauen. Über Google AdSense geht das mit ein paar Klicks. Du erstellst einen Account, legst Anzeigenpositionen an und baust diese in deine Site ein. Für WordPress gibt es bereits diverse Plugins, die dir auch ohne Kenntnisse den Einbau ermöglichen. Easy Google AdSense ist zum Beispiel ein solches Plugin.

AdSense bietet mittlerweile auch Auto Ads an, so dass nur noch ein zentraler Code eingebaut werden muss. Den Rest steuert dann Google. Ansonsten hast du aber auch immer die Möglichkeit zielgenau Positionen für Anzeigen zu schaffen und die passende Anzeige dort zu platzieren. Dann musst du allerdings auch in der Lage sein dein Theme zu bearbeiten.

Natürlich gibt es noch andere Vermarkter außer AdSense. Allerdings ist AdSense der Vermarkter mit der kleinsten Einstiegshürde. Manche Anbieter bieten ihre Dienste gar nicht unter x Seitenaufrufen an. Da kann man mit AdSense schon einen guten Start machen. Abgesehen davon, dass viele spezielle Vermarkter bei kleineren Webseiten auch hauptsächlich AdSense anbieten. Selten werden manuell Anzeigen auf eine Website gebucht. Diese Einnahmequelle ist dann doch seltener. Mir ist es zumindest noch nie passiert, obwohl ich Traffic im 6-stelligen Bereich habe. Heißt aber natürlich auch nicht, dass es nicht passieren könnte.

Ezoic

Mein Werbevermarkter hört auf den Namen Ezoic. Ich hatte früher immer AdSense laufen, seit ich aber bei Ezoic bin, ist der Werbeumsatz auf meinen Websites deutlich angestiegen. Ezoic ist kein Restevermarkter, sondern ein auf KI basierendes System, welches Werbeumsätze von Webseiten optimieren will. Kein klassisches Werbenetzwerk, verbindet aber alle Möglichkeiten dieser. Über Ezoic können Anzeigen von AdSense und Anzeigen anderer Werbevermarkter parallel laufen. Alles automatisiert ausgesteuert, mit lernender künstlicher Intelligenz, die versucht über die Zeit immer bessere Benutzererfahrungen und Umstätze zu generieren.

Big Data gesteuert gibt Ezoic* jedem Webseitenbetreiber ein mächtiges Tool an die Hand um die eigene Website zu vermarkten. Dabei ist der Einbau kinderleicht, bzw. übernimmen Ezoic selber viele Arbeiten über einen persönlichen Ansprechpartner, so das der Einrichtungsaufwand auf ein Minimum beschränkt ist. Ich habe Ezoic schon lange im Einsatz und Umsatzentwicklung etc. hier dokumentiert. Schau mal rein, es könnte sich unter Umständen sehr für deine Werbeumsätze lohnen.

Dienstleistungen verkaufen

Wenn du selbständig bist, liegt es natürlich nahe auch deine Dienstleistungen im Netz zu präsentieren. Das muss ich dir nicht erzählen, ich denke, du weißt das bereits. Aber weißt du auch, wie du deine Webpräsenz aufbauen solltest? Worauf es wirklich ankommt und was du tun kannst um deine Webseite bekannt zu machen? Ich habe vor einiger Zeit mal die wichtigsten Maßnahmen für Unternehmenswebseiten zusammengestellt.

Auch bei Dienstleistungen kommt es vor allem darauf an, transparent zu sein. Spare nicht mit Beschreibungen zu deinen Dienstleistungen. Bleibe aber auf dem Teppich und preise dich nicht als der Heilsbringer an. Du musst authentisch und sympathisch, stets aber kompetent und als der perfekte Ansprechpartner in deiner Branche, rüberkommen. Nur so greifen die potentiellen Kunden zum Telefon oder nutzen dein Kontaktformular.

Wenn du viele Dienste anzubieten hast, präsentiere jede auf einzelnen Seiten. Über sogenannte Portalseiten kannst du einen Überblick schaffen. So wie ich es zB hier gemacht habe. Und wenn du Kunden-Projekte bereits abgeschlossen hast, beschreibe diese in einem Blog. Schaffe Inhalte, die deine Expertise oder deine Dienstleistungsergebnisse beweisen. So überzeugst du Leser deiner Webseite.

Dienstleistungen sind immer noch das wichtigste Standbein für Umsatzerfolg. Mit guter Qualität können Kundenbeziehungen entstehen, die Jahre halten. Zufriedene Kunden empfehlen weiter, kostenlose Werbung sozusagen. Umsätze mit Dienstleistungen können kaum von einem auf den anderen Tag wegfallen, so wie es bei passivem Einkommen sein kann. Schmeißt dich Google aus dem Index, war es das meist mit 90% des Traffics. Kunden hast du in dem Fall immer noch. Notfalls könntest du auch mit Anzeigen deine Dienstleistung anpreisen, wenn deine Rankings noch nicht da sind oder plötzlich verschwinden. Fokussiere dich also darauf, bevor du alles auf die passive Income Karte setzt.

In meinem Fall hat übrigens die Kombination aus einer umfangreichen Präsentation meiner Dienstleistungen, zusammen mit meinem Blog zum Erfolg geführt. Ich vermittle Wissen zu häufigen Fragen (hier darfst du keine Angst haben dein Wissen zu teilen) und erhalte daraufhin Interesse an meiner Entwickler-Dienstleistung. Nur wer Know How vermittelt, kann als Referenz auf einem Themengebiet gelten. Hast du dir mal einen gewissen Experten-Status erarbeitet, kommen die Kunden von selbst.

Eigene Produkte verkaufen

Zu guter Letzt (natürlich gibt es noch zahlreiche andere Einkommensmöglichkeiten, die hier dargestellten sind aber die geläufigsten und sollten für die allermeisten von euch passend sein) kannst du natürlich noch deine eigenen Produkte verkaufen. Ähnlich wie Dienstleistungen sind Produkte passivem Einkommen zu bevorzugen. Die hast hier einfach die Zügel in der Hand, wenngleich du natürlich auch hier ein wenig Abhängigkeit von einer Suchmaschine wie Google haben kannst. Rankt deine Website oder dein Shop nicht, verkaufst du unter Umständen deine tollen Produkte nicht. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass Webseitenbetreiber sich keine Sorge machen müssen, wenn

  • sie gute Produkte anbieten
  • sie eine gute Website haben
  • sie gute Inhalte auf ihrer Website bieten
  • sich abheben von der Konkurrenz
  • nicht nur bei anderen kopieren
  • keine krummen Dinger im Web treiben (zB Black SEO, Linkkauf, etc.)
  • sie etwas Ausdauer mitbringen

Schau dir an, was die Konkurrenz so macht, die vor dir steht. Versuche stets deine Webpräsenz zu verbessern. Du musst dranbleiben, ständig. Es wird nicht funktionieren, wenn du einmal Arbeit in deine Websites steckst und dann alles jahrelang liegen lässt.

Analysiere deinen Traffic und deine Umsätze. Nur wer seine Zahlen und Statistiken kennt, kann auch was verbessern. Kann feststellen, wenn etwas nicht läuft und warum etwas nicht läuft. Nutze auch Systeme wie Google Shopping um Produkte anzubieten. Google zeigt längst nicht mehr nur organische Suchergebnisse, sondern versucht user auf deren eigenen Plattformen zu halten. Daher bleibt dir wenig anderes übrig, als dich auch auf diesen zu tummeln. Google My Business ist für die lokale Darstellung deines Unternehmens hier das Stichwort.

Absichern des Erfolgs für die Zukunft

Zum Abschluss zeige ich dir noch, was du beachten solltest, damit du dir deinen mühsam erarbeiteten Erfolg nicht wieder zunichte machst. Erfolg zu haben ist schwer, ihn dauerhaft zu halten ist noch schwerer.

Nicht nur von 1 Trafficquelle abhängig machen

Wenn Traffic auf deiner Website wichtig ist, konzentriere dich nicht nur auf eine einzige Trafficquelle. Wenn Google dein Haupttraffic-Geber ist, hast du ein Problem. Nicht solange der Traffic kommt, aber dann, wenn Google plötzlich der Meinung ist, andere wären auf den vorderen Rankingplätzen besser aufgehoben. Das kann von einem auf den anderen Tag passieren. Mir ist das häufiger passiert. Gerade bei Webseiten im Gesundheitsbereich oder Geld (sogenannte „Your Money Your Live“-Themen) schraubt Google seit Jahren ständig an den Rankings. Vor 2 Jahren gab es ein großes Core-Update bei Google, welches zB zu Trafficeinbußen bis zu 50% auf meiner Nackenwebsite geführt hat.

Grund hierfür war nicht, dass die Website schlecht wäre oder thematisch und qualitativ ungeeignet für häufige Suchanfragen. Problem war vor allem, dass ich keine offensichtliche Expertise in diesem Gebiet aufweisen kann. Ich bin kein Arzt, ich bin Betroffener, der versucht zu helfen. Die Authorität hat viel Einfluss auf Rankings. Neben Parametern wie Besuchszeiten, Klicks, Absprüngen, etc. ist der Content und der Contentersteller für Google ein massiver Gratmesser. Wirst du häufig als Person auf anderen Webseiten als Experte genannt, bist du für Suchmaschinen auch einer. Ist das nicht so, hast du wenig Chancen bei harten Keywords auf die oberen Plätze.

Seither versuche ich auch über andere Kanäle Traffic zu generieren:

Auch weitere Webseiten zu starten kann Traffic diversifizieren. Je mehr verschiedene Quellen für Traffic und Einkommen, desto besser und beruhigender.

Keine offensiven SEO Maßnahmen

In all den Jahren habe ich mich nie dazu veranlasst gefühlt, zu offensive SEO Maßnahmen zu treffen. Google mag es überhaupt nicht, wenn Webseitenbetreiber Maßnahmen ergreifen um ihre Rankings zu beeinflussen. Abseits der natürlichen Contenterstellung natürlich. Versuche also nicht mit versteckten Texten SEO Rankings zu verbessern, wie es viele Shopbetreiber gemacht haben. Massenhaft Keywords einbauen hilft die auch nicht weiter. Die Konkurrenz mit negativem SEO in den Ruin zu treiben ist illegal. Würde ich somit auch nicht machen. Bleib brav, mach was Google empfiehlt, nicht mehr und nicht weniger. Langfristig bringt dir das stabilen Erfolg.

Kein Linkbuilding/keine Gastartikel (annehmen oder selber machen)

Zu den offensiven SEO Maßnahmen gehört auch Linkbuilding. Immer noch erreichen mich Anfragen für Links auf meiner Website. Gegen Geld oder Content. Das lehne ich in der Regel ab, weil ich der Meinung bin, dass es nichts bringt (außer vielleicht ein negatives Signal für Suchmaschinen). Google ist so schlau mittlerweile, dass Linkbuilding erkannt werden kann. Was nicht natürlich aussieht, wird ohnehin abgewertet. Kommentarlinks, Links in Foren, in Gastartikel, usw. sind für die Katz. Sie kosten im schlimmsten Fall sogar viel Geld und man kann nicht sagen wie lange eine Wirksamkeit garantiert ist. Je schlauer Google wird, desto weniger wirksam sind solche Maßnahmen. Ich habe nie selber Links aufgebaut oder gekauft. Möglicherweise dauert der Erfolg dann ein wenig länger. Langfristig ist er aber stabiler und nachhaltiger. Frühere Google Alorithmus-Updates haben viele Webseitenbetreiber zur Verzweiflung gebracht. Spar dir den Ärger.

Pagespeed

Versuche die Ladezeiten deiner Website im Griff zu behalten. Je langsamer eine Website, desto weniger Erfolg hat sie. Da gibt es statistische Erhebungen, die genau das beweisen. Jede Sekunde längere Ladezeit bedeutet x % mehr Absprünge bevor der Besucher überhaupt deine wertvollen Inhalte, Dienstleistungen oder Produkte überhaupt zu sehen bekommt. Lass dir notfalls von einem Experten mal die Ladezeiten prüfen und im Zweifelsfall optimieren. Es lohnt sich langfristig.

Besuchsdauer optimieren

Schau auch darauf, ob deine Webseitenbesucher nach kurzer Zeit wieder abspringen oder gerne auf deiner Site unterwegs sind. Google tut das. Und rechnet diese Kennzahlen ganz sicher in Rankings mit ein. Wenn du kurze Seitenbesuchszeiten ausmachst, versuche die Inhalte zu verbessern. Optimiere auch deine Meta Titles und Descriptions, damit überhaupt nur Besucher auf deine Site kommen, die du da auch sehen willst. Besucher mit einer gänzlich anderen Suchintention springen ohnehin schnell wieder ab und ziehen deine Besucherstatistik nach unten. In WordPress kannst du das mit Yoast SEO super machen.

In der Google Search Console und Analytics kannst du viele Kennzahlen einsehen. Aber Achtung: Du musst die Kennzahlen auch verstehen, bevor du etwas falsches „optimierst“.

Rechtliches/DSGVO

Nichts ist ärgerlicher, als eine Klage wegen rechtlicher Probleme, die nicht bedacht oder schlicht fahrlässig verursacht worden sind. Achte immer auf die DSGVO Verordnungen, gerade wenn du eine Website betreibst und dort Daten sammelst. Für WordPress habe ich einen Artikel mit den wichtigsten Dingen zusammengestellt, die nach meinem besten Wissen und Gewissen (nein, ich gebe keine Garantie auf Rechtssicherheit) bezüglich der DSGVO beachtet werden sollten (hier noch ein Hinweis auf den neuerdings erforderlichen Cookie Consent).

Autorität sein/Nische richtig wählen

Zu guter Letzt gebe ich noch einmal den Hinweis darauf, dass du nur Erfolg haben kannst, wenn du im richtigen Business oder der zu dir passenden Nische unterwegs bist. Wenn du kein Talent und auch keine Muße hast, eine Affiliateseite mit aller Leidenschaft und Qualität zu führen, dann lass es lieber gleich bleiben. Wenn du kein guter Entwickler bist, musst du auch nicht versuchen in diesem Bereich Erfolg zu haben. Sind deine Produkte Mist, hilft dir langfristig auch kein guter Shop.

Am Ende muss deine Leidenschaft für etwas dazu führen, dass du es im Web kanalisierst. Ich habe mich früher oft gefragt, welche Themen denn Erfolg versprechen könnten. Ich bin nie auf ein richtig gutes passendes Konzept gekommen. Nur deshalb, weil ich keine Ahnung von diesen Themen hatte. Meine allererste Idee für passives Einkommen, war eine Contentseite über Hochzeiten. Ich habe Input und Ideen ohne Ende gesammelt, habe Website Konzepte erstellt und mit Leuten gesprochen, die ich mit einbeziehen hätte können. Am Ende habe ich die Idee komplett verworfen. Warum ? Weil mich das Thema eigentlich überhaupt nicht interessiert. Ich habe nur eine Nische ausgemacht, die damals noch nicht so stark besetzt war. Das war ein großer Fehler, den ich Gott sei Dank noch rechtzeitig erkannt habe. Bevor ich viele hundert Stunden Arbeit in ein Projekt ohne Zukunft gesteckt hätte.

Mit meinen aktuellen Webseiten ist das etwas anderes. Ich bin leidenschaftlicher WordPress Entwickler und ich denke, das merkt man hier auch. Ich bin Nackenschmerzen-Betroffener und habe Jahre damit verbracht das Thema zu durchleuchten und für mich Lösungen gegen Schmerzen zu finden. Das habe ich in einer Webseite verarbeitet, die an Umfang so nicht noch einmal existiert. Und zum Schluss arbeite ich mit viel Spaß gerade daran, meine Liebe zum Brot in einem Foodblog zu zeigen. Auf www.brooot.de poste ich wöchentlich 1 bis 3 Rezepte für Brote aus meiner eigenen „Feder“. Ob das jemals Geld einbringen kann, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ich dranbleiben muss, wenn das Projekt ein Erfolg werden soll. So wie ich dir das alles hier beschrieben habe, muss ich es selber beachten.

Am Ende beginnt mit jedem neuen Projekt alles von vorne. Interesse, Arbeit, Erfolg, Spaß und zwischendrin Tiefschläge. Lass dich nicht entmutigen und gib dein Bestes. Mehr kannst du ohnehin nicht tun. Viel Erfolg!

Letzte Version vom 8. März 2020 von Netzgänger
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3 Kommentare

  1. Das ist ja wohl der Hammer Artikel! Rund 9000 Wörter, ich habe noch keinen längeren Blog Beitrag gesehen.
    Aber was viel wichtiger ist: guter Content! Und das ist hier der Fall. Ich habe alles gelesen und kann dem uneingeschränkt zustimmen.
    Es gibt so viele junge Leute die sich gerade in dieser Zeit, weiterbilden oder selbstständig machen wollen.
    Hoffe, das Sie auch an einige dieser potentiellen Interessenten rankommen, sei es über Facebook, google Ads oder SEO, es sei Ihnen gewünscht!

  2. Jan sagt:

    Ja, das ist ein langer Artikel. Aber wenn man versucht alles abzudecken geht das nun einmal nicht kurz. Nehmt euch also die paar Minuten für das lesen. Ist eine schöne Richtschnur. Persönlich mag ich es wenn die Informationen die ich haben möchte schnell zu finden sind. Ich mich nicht durch Informationen und oder Seiten schlagen muss die mich nicht interessieren. Und natürlich isst das böse Auge ja auch immer mit. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

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