Von Google geforderten Cookie-Hinweis in WordPress einbauen

Bislang wurde über Cookies und deren Verwendung nur diskutiert. Das vor allem auf EU-Ebene. In Deutschland gab und gibt es eigentlich noch keine rechtlichen Vorschriften auf Cookies hinzuweisen, wenn ein User eine Webseite besucht. Google geht nun einen Schritt voran, vermutlich auch um ein wenig die ständig nörgelnden Datenschützer 😉 besänftigen zu wollen. Google verlangt nun laut Richtlinie seit Oktober 2015, dass ein Hinweis auf Cookies dem User dargestellt werden muss. Ansonsten könnte es passieren, dass Google Dienste wie AdWords, Analytics oder auch AdSense nicht mehr genutzt werden können. Wie diese Richtlinie umgesetzt wird und wie der Cookie-Hinweis in WordPress eingebaut wird, zeige ich hier.

Cookie Hinweis in WordPress einbauen

Welche Funktion soll der Cookie-Hinweis laut Google haben?

Google verlangt von Webseitenbetreibern, die zum Beispiel AdSense, AdWords und Analytics nutzen, dass dem Besucher ein Hinweis dargestellt wird, das Cookies auf dieser Webseite eingesetzt werden. Der User muss dieser Nutzung nicht widersprechen können. Lediglich ein Link zu einer Datenschutzseite, auf der nochmals die Verwendung von Cookies beschrieben wird, ist nötig. Der User kann also diesen Hinweis quasi nur wegklicken.

Den von Google empfohlene Cookie-Hinweis in WordPress ohne Plugin einbauen

Um in WordPress die Cookie-Richtlinie von Google umzusetzen, muss eigentlich nur ein Script in den Header der Webseite geladen werden. Dazu muss man nicht extra ein Plugin installieren, wenn man weiß, wo die Datei functions.php zu finden ist (WordPress-Installationsordner->wp-content->themes->Themename->functions.php). Dort fügt man den folgenden Code ein. Achtung: Bei der Verwendung von Premium-Themes sollte man immer ein Child-Theme verwenden um die Updatefähigkeit nicht zu verlieren.

Code für Cookie-Hinweis in WordPress

<?php
function cookierichtlinie() {

echo '<!-- Cookie Hinweis - Start -->
<script type="text/javascript">
window.cookieconsent_options = {"message":"Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erkl&auml;ren Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ","dismiss":"Zustimmen","learnMore":" - Mehr erfahren","link":"http://www.domain.de/datenschutz/","theme":"dark-bottom"};
</script>

<script type="text/javascript" src="//cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/cookieconsent2/1.0.9/cookieconsent.min.js"></script>
<!-- Cookie Hinweis - Ende -->';
}
add_action('wp_footer', 'cookierichtlinie');
?>

Dieser Code fügt wp_footer das JavaScript hinzu. Man muss lediglich die URL zur Datenschutzseite anpassen. Optisch lässt sich die Leiste per CSS in der style.css problemlos anpassen. Zum Beispiel über die folgenden CSS Regeln:

/*Hier wird die Hintergrudfarbe des Balkens geändert*/
.cc_container {
background: #389bcc none repeat scroll 0 0!important;
}

/*Hier wird die Farbe des Buttons angepasst*/
.cc_container .cc_btn, .cc_container .cc_btn:visited {
color: #fff!important;
background-color: #ff5f71!important;}

/*Hier wird die Farbe des "Mehr erfahren"-Links angepasst*/
a.cc_more_info {
color: white!important;
}

Wie könnte ein Cookie-Hinweis auf einer Datenschutzseite aussehen?

Der Link der zur Datenschutzseite verweist, muss natürlich zu weitergehenden Informationen führen. Wie diese Cookie-Hinweise genau aussehen sollten, fragt man am besten einen Anwalt für Web-Recht oder einen Datenschutz-Profi. Es gibt auch Anbieter im Netz (Achtung für die Texte und Dienste auf der verlinkten Webseite sind ausschließlich die verlinkten Webseitenbetreiber verantwortlich. Ich gebe keine Garantie auf rechtssicherheit), die rechtssichere Texte für Impressum, AGBs und eben auch Datenschutzseiten anfertigen.

10 Kommentare

  1. Maike sagt:

    Eine tolle und einfache Lösung! Vielen Dank!

    Könnte man das ganze auch für eine Multisite verwenden und anpassen, so dass der Hinweis auf der einen Seite auf Deutsch und auf der anderen auf Englisch erscheint?

  2. Alex L sagt:

    Hallo,
    ich bediene mich bei den WordPress-Blogs des WP-Plugins mit Cookie EU Law oder so ähnlich und arbeite damit. Bei anderen CMS-Projekten gibt es mittlerweile auch Cookie-Plugins, die ich einsetze.

    Es ist schon so, dass Googlchen es von den Bloggern und Webseitenbetreibern verlangt und da muss man halt alles google-konform halten.

    Interessant ist die Sache mit dem Child Themes, an die ich mich bisher nicht heran getraut habe. Ich bin auch nur ein Endanwender von WordPress sowie vielen anderen OpenSource CMS und kann so ganz gut fahren. Ein Premium WordPress Theme setze ich kaum ein und so nutze ich meistens ein Free Theme, welches mir gefallen hat.

  3. Hansjörg sagt:

    Warum das Script in den Header einbauen? Normalerweise gehören scripte doch in den Footer?

  4. Harald sagt:

    Werden Cookies auch eigentlich gespeichert, wenn der Besucher nicht auf akzeptieren klickt? Und wie funktioniert das bei Smartphones?

  5. Geniales Code Snippet. Gleich mal ausprobiert und auf den Beitrag werde ich in meinem Blog auch noch hinweisen.

    Nach dem Sinn solcher Verordnungen frage ich schon lange nicht mehr. Das Anticken von z.B. „Stimmen Sie den AGB zu?“ zeigt ja im Prinzip auch nur an, dass derjenige das Feld antickt. Mehr nicht. Und so halte ich es auch bei diesem Cookie Kram.

  6. Michael sagt:

    Was passiert eigentlich, wenn der User den Hinweis dann weggeklickt hat? Man müsste das dann ja irgendwie nachvollziehen können, oder? Sonst ist das ja komplett sinnbefreit.

    • Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist eigentlich Quatsch. Aber was macht man nicht alles um nach Google Richtlinien zu arbeiten. Es hat keine Folgen ob man klickt oder es lässt. Aber so ist die Vorgabe.

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