Teil 11: 21 Linkbuilding-Ideen

Linkbuilding für Firmen und Unternehmen

Wir sind im 8. Teil unserer Serie Firmenhomepage richtig gemacht auf die wichtigsten OnPage SEO Maßnahmen eingegangen. In diesem Teil wollen wir mit unseren 21 Linkbuilding-Ideen für Firmen auf mögliche OffPage-Optimierung eingehen.

Wer überhaupt nicht weiß, wieso Links gut für Google sind, sollte unseren Artikel Wieso sind Links so wichtig für das Ranking lesen.

Nun zu unseren 20 Linkbuilding-Ideen:

Aktives Linkbuilding

Aktives Linkbuilding deckt alle Maßnahmen ab, mit denen Sie sofort einen Link setzen können, indem Sie in irgendeiner Weise selbst tätig werden. Generell kann man sagen, dass diese Links in Ihrer Wirkung eher beschränkt sind. Google weiß um diese Möglichkeiten und auch sie zu erkennen. Nichtsdestotrotz können diese Links ein Link-Portfolio unter Umständen ergänzen. In manchen Sparten ist es sogar kaum möglich anders Links zu generieren.

1. Webseiten von Städten und Gemeinden

Normalerweise sollte die Stadt oder Gemeinde, in der Ihr Unternehmen ansässig ist, ein Portal betreiben. Meist wird dort kostenlos angeboten, ihr Unternehmen mit ihrer Internetpräsenz zu listen.

2. Regionale oder thematische Firmenverzeichnisse

Suchen Sie bei Google nach Firmenverzeichnissen in Ihrer Region oder in Ihrem Ressort (Suchbegriff „Stadt Firmenverzeichnis“, „Stadt Unternehmensverzeichnis“, „Thema Firmenverzeichnis“ etc.) . Auch dort können sie Ihr Unternehmen eintragen. Achten Sie allerdings bei allen Eintragungen jeglicher Art darauf, dass die Beschreibungstexte Ihres Unternehmens jeweils unterschiedlich sind.

3. Webkataloge

Sie können Ihre Firmenwebseite in diversen Webkatalogen wie favoriten.de oder robothino.de eintragen. Meiden Sie allerdings automatische Eintragungs-Anbieter. Zu viel ist nicht gut und zudem können Sie dort meist immer nur die gleichen Beschreibungstexte verwenden.

4. Telefonbuch und gelbe Seiten

Als Unternehmen möchten Sie normalerweise auch im Telefonbuch und in den gelben Seiten gelistet werden. Das bringt Ihnen lokal neue Kunden. Sie können hier auch online ihre Webseite listen lassen. Allerdings kosten gute Eintragungen in der Regel Geld. Fragen Sie also bei Ihrem regionalen Anbieter nach. Neben den regionalen Anbietern gibt es zudem Portale wie yellowmap.de oder klicktel.de.

5. Blogverzeichnisse

Schreiben Sie einen Firmenblog, können Sie Ihren Blog bei Blogverzeichnissen eintragen. Hier gibt es nicht mehr allzuviele. Blog-Webkatalog.de und Bloggerei.de sind noch als die sinnvollsten Anbieter zu nennen.

6. Kommentare in Blogs

Blogs bieten zumeist eine Kommentarfunktion unter den Artikeln. Diese Funktion wird schon lange genutzt um relativ einfach Links zu platzieren. Leider wurde diese Möglichkeit des Linkbuildings soweit übertrieben, dass Google die Links natürlich erkennt und nicht mehr sonderlich bewertet.

Sollten Sie das Glück haben, dass in Ihrer Branche von Google gut bewertete Blogs existieren (z.B. von Authoritäten/Experten), die die Links auch noch auf dofollow setzen („Was ist dofollow/nofollow?„), sollten Sie diese Möglichkeit dennoch nicht außer Acht lassen. In einem gemischten Link-Portfolio sind diese Arten von Links OK.

Ähnlich wie bei den Blogs, können Sie auch in Foren Links auf Ihre Webseite setzen. Aber sowohl bei Blog-Kommentaren, als auch bei Foren-Posts ist es ungern gesehen, diese für Linkbuilding zu missbrauchen. Wenn Sie nicht schon länger im Forum aktiv sind, sollten Sie es vermeiden sofort einen Link auf Ihre Firmenhomepage zu setzen. Haben Sie ein gewisses Standing, können Sie Ihre Signatur klammheimlich mit einem Link versehen. Allerdings: Noch weniger Foren als Blogs bieten überhaupt noch doFollow Links an.

8. Pressemitteilungen

Offene Presseportale wie openpr.de bieten Ihnen jede Möglichkeit Ihre Pressemitteilungen über neue Produkte, neue Dienstleistungen, abgeschlossene Projekte, angenommene Aufträge etc. zu publizieren. Hier können Sie selbstverständlich ebenso einen Link setzen.

9. Artikelverzeichnisse

Es gab eine Zeit, da haben Artikelverzeichnisse gut funktioniert. Sie haben einen Artikel zu einem bestimmten Thema geschrieben, mit einem Link versehen und bei einem Artikelverzeichnis veröffentlicht. Google entwertet diese Seiten mehr und mehr. Versprechen Sie sich also nicht allzuviel davon. Eine Auflistung von Artikelverzeichnissen, die evtl. noch Sinn machen könnten, findet man hier.

10. Gewinnspiele selbst bekanntmachen

Bietet man auf seiner Seite ein Gewinnspiel an, kann man dieses auf diversen Gewinnspielportalen anmelden. Allerdings werden vermutlich die meisten diese Links auf „nofollow“ setzen.

11. Linkkauf

Sie haben natürlich immer die Möglichkeit Links für wenig Geld bei diversen Anbietern zu kaufen. Aber jeder halbwegs seriöse Webseitenbetreiber sollte von solchen Angeboten die Finger lassen. Diese Links sind von schlechter Qualität und Google ist aufmerksam, was die Erkennung dieser Links angeht. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Webseite abgestraft würde, weil das Linkprofil aufgrund von schlecht gemachtem Linkkauf zu unnatürlich wirkt.

Möchte man dennoch Linkkauf betreiben, was man durchaus machen kann wenn man selbst keine Zeit hat sich um zeitintensive Linkbuilding-Maßnahmen zu kümmern, setzen Sie auf einen seriösen Anbieter mit Renommee. Seien Sie aber vorab gewarnt: Gutes Linkbuilding hat seinen Preis. Kosten pro Link von mehreren hundert Euro sind hier keine Seltenheit. Aber diese Investitionen können Wunder bewirken. Die Links, die diese Agenturen generieren, können von 1A Qualität sein. Es gilt die Richtlinie: Qualität geht bei Links vor Quantität!

Hinweis: Davon rate ich mittlerweile gänzlich ab, da Google Link-Kauf ganz gut erkennt und ggfs. bestraft.

Initiatives Linkbuilding

Initiatives Linkbuilding beschreibt alle Maßnahmen, die nicht garantieren, dass man sofort einen Link erhält. Vielmehr geht es um Bemühungen und das Hoffen einen Link zu bekommen. Eine Garantie gibt es in keinem Fall. Auch wenn der Aufwand ungleich größer sein kann, sind Links dieser Kategorie deutlich wertvoller als „Aktive Links“. Google bewertet sie besser und kann diese auch schwerer als unnatürlich erkennen.

 1. Linktausch

Nicht-Reziprokes-Linkbuilding

Sie dürfen natürlich bei anderen Webseiten anfragen, ob diese einen Link auf Sie setzen, wenn Sie dies ebenso tun. Sie sollten allerdings im Hinterkopf behalten, dass diese reziproken Links wenig bringen. Besser wäre ein Nicht-Reziproker-Linktausch (A->B und C->A), bei dem Sie auf die Webseite verlinken und dann aber von einer anderen Webseite des Linktauschpartners verlinkt werden.

Mit Linkbait bezeichnet man die Maßnahmen, die automatisch zu natürlichen Links führen. Schreiben Sie tolle Inhalte, bieten Sie ePaper zu Spezialthemen an, stellen Sie online gratis Tools zur Verfügung oder seien Sie in jeglicher anderer Art kreativ. Sie müssen es schaffen irgendetwas ins Netz zu stellen, worauf Leute von sich aus verlinken, weil sie es ganz besonders toll finden. Diese Art des Linkbuildings ist die mit Abstand natürlichste und sollte bevorzugt werden.

3. Bei der Konkurrenz spionieren

Haben Sie Konkurrenz, welche in den Suchergebnissen schon weiter oben stehen? Dann schauen Sie doch mal, was diese in Sachen Linkbuilding geleistet haben. Der Vorteil: Sie können sich diese Links abschauen und dann auf die verweisenden Webseiten zugehen und dort ebenso einen Link anfragen.

Mit den Sistrix Tools, den Searchmetrics Essentials oder Xovi können Sie die Links der Konkurrenz ausspähen (die Kosten sind überschaubar und die Verträge jederzeit kündbar).

4. Kunden/Partner/Freunde/Familie nutzen

Es gibt viele Quellen, die man anzapfen kann. Erkaufen Sie sich doch einen Link bei Ihren Kunden durch einen Preisnachlass. Oder bei Ihrem Lieferanten mit einem extra Auftrag. Evtl. hat auch jemand im Verwandtschafts- oder Bekanntschaftskreis gute Webseiten, bei denen Sie sich um einen Link bemühen können.

5. Gastartikel

Sehr beliebt bei Bloggern, SEOs und vielen anderen sind Gastartikel. Sie fragen bei einem Betreiber einer guten! Webseite an, ob Sie vielleicht einen Artikel zu einem bestimmten Thema schreiben und dafür einen Link auf Ihre Firmenwebseite setzen dürfen. Das klappt soweit ganz gut, Sie müssen nur darauf achten, dass die Webseite in Ihrem Themengebiet auch relevant ist. Es nutzt nicht viel einen Artikel über Ihre angebotene Zahnzusatzversicherung auf einer Webseite über Kochrezepte zu setzen. Ein Zahnarzt wäre sicher die bessere Wahl.

Hinweis: Davon rate ich mittlerweile ab, da Google Gast-Artikel ganz gut erkennt und ggfs. bestraft.

6. DMOZ

DMOZ ist DAS Webverzeichnis schlechthin. Und es ist das Einzige, welches von Google wohl immer noch als positiv angesehen wird. Und zwar deshalb, weil es nicht so einfach ist dort gelistet zu werden. Einträge werden manuell bearbeitet und nur gute Seiten, die am besten auch schon in der Webgemeinde akzeptiert sind, werden aufgenommen. Warten Sie daher mit Ihrem Eintrag mindestens 6 Monate nach dem Launch Ihrer Webseite.

7. Umfrage erstellen und Ergebnisse veröffentlichen

Stellen Sie Umfragen, die zu Ihrem Tun und Ihrer Zielgruppe passen, online. Am Ende der Laufzeit veröffentlichen Sie natürlich die Ergebnisse auf Ihrer Homepage und vielleicht sogar auf einem Presseportal. Wenn die Webgemeinde Ihre Umfragen als sinnvoll ansehen, werden Webseitenbetreiber mit etwas Glück auf diese verweisen.

8. Videos oder Potcasts

Sie haben etwas zu sagen? Oder anderen etwas beizubringen? Warum immer über einen Blog lösen? Machen Sie Ihre eigenen Videos und hoffen Sie darauf, dass andere diese toll finden und darauf verlinken. Dies ist eine Art Linkbait, welche zwar aufwändig ist, aber sehr effektiv sein kann.

9. Interviews mit Spezialisten

Fragen Sie Spezialisten aus Ihrem Schaffensbereich nach Interviews. Sie werden sehen, dass diese dann häufig von Ihrer Seite auf dieses Interview verlinken. Wer würde das nicht tun.

10. Experten-Artikel

Ebenso kann das auch mit Experten-Artikeln funktionieren. Fragen Sie gezielt Spezialisten an, ob diese einen Artikel auf Ihrer Webseite schreiben wollen. Sie können diesen ganz normal vergüten. Oft verlinkt dieser dann auf seinen Artikel von seiner Webseite. Tut er das nicht, können Sie ihn ja mit einem kleinen Zuschuss zu seiner Artikel-Prämie ködern.

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Sicher gibt es noch mehr Möglichkeiten Links für Ihre Firmenhomepage zu generieren. Diese 21 Möglichkeiten erachte ich als die, die man als Unternehmen noch mit vertretbarem Aufwand realisieren kann.

Linkbuilding-Fehler die man vermeiden sollte

Beim Linkbuilding kann man viel falsch machen. Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Achten Sie allerdings von Beginn an darauf, dass Ihr Linkprofil ausgewogen ist. Erstellen sie nicht NUR Einträge in Webkataloge und nicht NUR Kommentarlinks.

Versuchen sie auch nicht NUR dofollow-Links zu erhalten. Eine natürlich wirkende Mixtur von Links aus den verschiedenen Quellen, die auch noch ausgewogen verteilt dofollow/nofollow sind, liefert die besten Erfolgschancen.

Zu guter Letzt achten Sie darauf, dass Sie nicht zu schnell Links aufbauen. Es soll immer schön natürlich aussehen. Also ein paar Links in der Woche. Nicht 10-20 Links am Tag!

Update (vom 01.09.2015)

Dieser Artikel hat nun auch schon ein paar Tage auf dem Buckel. In der Zwischenzeit wurde durch diverse Google Algorithmus-Updates auch das Thema Links neu bewertet. Google ist schlauer zu erkennen, welche Links organisch und welche durch manuelles Linkbuilding (selbst wenn dieses nicht im Context von SEO, sondern der Bekanntmachung einer Webseite, betrieben wurde) entstanden sind.

Links aus Artikelverzeichnissen oder Pressemitteilungen sind mittlerweile kaum noch der Mühe wert, da Google die Einfachheit der Erstellung dieser erkennt und abwertet. Der organische Nutzen fehlt schlichtweg als Bewertung für die Popularität einer Seite.

Generell ist es so, dass alle Maßnahmen Links auf die eigene Webseite zu setzen, im Rahmen der Bekanntmachung zu sein sollten.  Und nicht um das Ranking von Google&Co. zu beeinflussen. Ist eine Seite gut und die Inhalte lesens- und teilenswert, werden Links früher oder später organisch und automatisch kommen.

Für alle die sich mit dem Thema genauer auseinandersetzen wollen, denen sei die sehr interessant Studie von libako.de ans Herz gelegt. Hier wird unter anderem erklärt, warum man „nie im Leben“ auf Artikelverzeichnisse setzen sollte und warum gerade Authority Links zu empfehlen sind.

6 Kommentare

  1. Michael Suhr sagt:

    Es ist zwar ein gutes Stück mehr Mühe und Zeit für Betreiber von Blogs und Webseiten nötig um im Netz noch gefunden zu werden, aber unterm Strich ist das was Google macht schon ganz richtig so.

    Denn der Bogen wurde teilweise auch wirklich überspannt, um Aufmerksamkeit zu erreichen.
    Und Google will das was eigentlich jeder will.
    Nämlich relevante und qualitativ hochwertige Ergebnisse für die Nutzer liefern. Und das funktioniert nur indem die Masse an Seiten auf diesem Weg bereinigt wird.

    Und bei aller Mühe die man sich macht, braucht man einfach auch eine ordentliche Portion Geduld.
    Es gibt Prozesse die man ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr aktiv beschleunigen kann.

  2. Andreas sagt:

    Vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps. Einiges habe ich schon umgesetzt, einiges muss ich noch machen.
    Ein klasse Artikel, sehr übersichtlich und angenehm zu lesen.

    Gruß
    Andreas

  3. Tanja sagt:

    Die Effektivität einer Linkbuilding-Strategie ist oft von Website zu Website und Branche zu Branche unterschiedlich. Wer einen Blog betreibt, kann sich leichter in die Szene mischen (Social Media, Foren etc.). Wer einen Shop betreibt, wird seine Firma erst einmal in viele Branchenverzeichnisse eintragen und Pressemitteilungen verschicken, usw.

  4. MAyKay sagt:

    Viele wunderbare Tipps in dieser Auflistung. Ich habe mir direkt ein Lesezeichen gesetzt.

  5. Also ganz ehrlich. Ich habe bislang noch keine Aufstellung gefunden, die derart strukturiert ist. Ich erlebe immer wieder, dass man sich manchmal selber fragt, ob die ART und WEISE des Linkbuildings, das man betreibt richtig ist. Die Liste zeigt mir aber, dass auch wir die richtige Strategie fahren. Das beruhigt dann doch ein wenig. Vor allem wenn google im Serp mal etwas länger braucht, um Massnahmen zu „honorieren“.

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