101 ultimative Tipps für WordPress Webseiten

WordPress ist ein tolles CMS um Webseiten und Blogs auf die Beine zu stellen. Nahezu alles ist möglich und vieles kann man tun, damit die WordPress Webseite sicher, schnell und erfolgreich wird. Aber nicht jeder weiß um jeden Kniff und jede Technik. Geschweige denn um jede Notwendigkeit, damit der eigene Webauftritt zum Erfolg werden kann. Meine jahrelange Erfahrung teile ich mit dieser Liste an Maßnahmen, die ich in der täglichen Arbeit mit WordPress, treffe. Wenn es tatsächlich noch mehr Ideen geben sollte, wie man eine WP Webseite optimieren kann, lasst es mich wissen. Ansonsten gibt es eigentlich keinen Grund wieso nicht jeder die folgende Liste umsetzen sollte (im Übrigen sind einige Punkte der Liste für Webseiten, die nicht auf WP aufsetzen, ebenso interessant!). 😉

Security von WordPress nachbessern

Security einer WP Webseite ist besonders kritisch und sollte von Beginn an sinnvoll umgesetzt werden. Tagtäglich werden viele WordPress Webseiten automatisch gehackt. Damit das nicht passiert habe ich hier eine Menge Tipps für die Absicherung gegeben. Die Wichtigsten hier noch einmal aufgelistet.

Eine WordPress Firewall einbauen gegen automatisierte Angriffe

Eine Firewall blockiert Angriffe gegen den Login oder auch die Datenbank oder Formulare. Wer eine gute Firewall einsetzt, der hat schon einen großen Teil an Sicherheitsmaßnahmen erledigt. Das kann man per Plugin erreichen oder und mit .htaccess Direktiven unterstützen und nahezu wasserdich machen.

Den Login Bereich absichern gegen Brute Force Attacken

Der Loginbereich wird besonders häufig angegriffen. Ist der Angreifer mal im Dashboard, kann er die Site komplett kompromittieren. Umso wichtiger den Loginbereich von WP abzusichern.

Ein Backup einrichten

Nichts ist ärgerlicher, als wenn man ein Update einspielt und die Site dann nicht mehr funktioniert und man kann nicht mehr zurück. Oder aber die Site wurde gehackt und man hat keinen alten sauberen Stand mehr für einen Restore. Daher sollte man grundsätzlich ein Backup für WordPress einrichten. Der Webhoster sollte eines Nachts machen, ansonsten sichert man doppelt per Plugin ab. Vor allem vor den Updates! Mein bevorzugtes Plugin für WP Backups ist BackWPup.

Regelmäßig Updates einspielen für weniger Sicherheitslücken

Alle Sicherheitsmaßnahmen bringen nichts, wenn man einen WordPress Blog nicht aktuell hält. WordPress selbst, das Theme und auch Plugins wollen regelmäßig aktualisiert werden. Ansonsten schleichen sich unweigerlich mit der Zeit Sicherheitslücken im System ein, die Angreifer ausnutzen können. Die häufigste Angriffsstelle bei WordPress. Tipp: mind. 1x monatlich Updates machen. Wer sich selber nicht darum kümmern möchte, spricht mich gerne auf einen Wartungsvertrag für WordPress an.

SPAM bekämpfen für weniger Wartungsaufwand

SPAM hat jetzt per se nicht unbedingt etwas mit Sicherheit zu tun. Aber im weitesten Sinne gehört es dazu. Man sollte sein System sauber halten. Auch inhaltlich. Daher nutzt man Plugins wie Akismet oder Antispam Bee um SPAM herauszufiltern. Kontaktformulare sichert man per Captcha ab.

SSL Verschlüsselung aktivieren

Wer SSL verschlüsselt, der verschlüsselt die Kommunikation mit dem User. Das bringt dem User Sicherheit und dem Webseitenbetreiber eine gute Aussenwirkung. Google empfiehlt mittlerweile auf SSL zu setzen. Daher gehört es nun auch zu den erweiterten Rankingfaktoren.

Die Datenbank umbenennen

Angriffe, die auf die Datenbank abzielen, kann man effektiv unterbinden, indem man den Standard Präfix der WordPress-Datenbanktabellen ändert von wp_ auf irgendetwas kryptisches wie xfK65hd_. Das kann man im Rahmen der Securitymaßnahmen mit Plugins wie iThemes machen oder man macht es schon zu Beginn der Installation. Manuell im Nachhinein geht auch.

Ausführung von PHP in kritischen Verzeichnissen unterbinden

Ein typischer Angriffsort für Hacker ist der /uploads-Ordner von WordPress. Dort sind die Verzeichnisrechte oft falsch gesetzt. Diese sollte man immer so restriktiv wie möglich setzen. Notfalls den Webhoster oder einen Profi fragen. Ordner wie /uploads, /themes oder /plugins sollten gegen PHP Ausführung abgesichert werden. Das kann mit dem Plugin iThemes passieren. Alternativ verfolgt man die folgende Anleitung für erweiterte WordPress Security.

Adminbenutzer absichern

Zu guter Letzt der Klassiker: Ein Benutzer namens „admin“ sollte nicht mehr vorhanden sein. Bitte einen anderen anlegen mit nicht so leicht erkennbarem Namen und den Benutzer „admin“ löschen. Das ist nämlich der erste Name, der bei Angriffsversuchen auf den Loginbereich getestet wird.

Content von WordPress optimieren

Content ist King. Das kann man eigentlich kaum mehr hören, aber es stimmt. Nur gute und die richtigen Inhalte liefern zielgerichteten Traffic, den man dann am Ende zu Kunden, Lesern oder Interessenten umwandeln kann. Nicht nur die Texte ansich sind hierbei optimierungsbedürftig. Es gibt auch immer wieder neue Ideen und Maßnahmen, um die Contentproduktion und -präsentation zu unterstützen.

Eine Inhaltsangabe bieten

Wer eine Inhaltsangabe liefert, reichert seine Inhalte wertvoll an. Erstens gibt er dem Leser Sprungmarken zu den Unterthemen an die Hand und außerdem zeigt er, dass ihm die journalistische Arbeit am Herzen liegt. Google mag das auch besonders gerne. Man hebt sich damit noch einmal ab von der Konkurrenz.

Gute Überschriften und Zwischenüberschriften nutzen

Gute Headlines sind das A und O, wenn man seine Texte für Suchmaschinen optimieren will. Hier schaut Google besonders genau hin. Überschriften und Zwischenüberschriften geben dem Leser und der Suchmaschine direkt Auskunft darüber, worum es sich inhaltlich handelt. Korrekt ausgezeichnet mit h1 bis h6 hat der Leser einen roten Faden und kann Texte besser scannen, verstehen und verarbeiten. Längere Lesezeiten und zufriedenere Leser sind die Folge.

Bessere Inhalte als die Konkurrenz liefern

Wer auf Platz 1 bei Google stehen will, der muss besser als die Konkurrenz sein! Das stimmt zumindest meistens. Manchmal stehen auch Webseiten ganz oben aufgrund von Kriterien wie:

  • Links von anderen Webseiten
  • Brandfaktor (als Bekanntheitsgrad)
  • Social Media Signalen

Nicht jeder kann in diesen 3 Bereichen bestechen. Daher bleibt vor allem die Optimierung des Inhalts. Hier sollte man folgendes beachten:

  • Schreibe längere Texte (es gibt Untersuchungen die bestätigen, dass die Top Suchergebnisse im Schnitt über 1000 Wörter aufweisen)
  • Verwende Nebenkeywords (WDF*IDF)
  • Schreibe relevantere Texte
  • Verstehe zu 100% die Interessen deines Lesers
  • Bediene diese Interessen mit deinen Texten
  • Liefere zu jedem Thema jede Menge Randinformationen, Nebenschauplätze und Zusatzwissen
  • Versuche dich zu vernetzen mit anderen Webseiten, die auf dich linken
  • Optimiere deine Site OnPage
  • Biete Videos (notfalls Fremdvideos)
  • usw.

Regelmäßig veröffentlichen

Wer dauerhaft regelmäßig veröffentlicht, hält in der Regel seine Inhalte auf dem neuesten Stand (zumindest sollte er das) und liefert immer wieder neues Futter für den Leser und die Suchmaschine. Das führt langfristig zu mehr Traffic, da man auch immer mehr Keywordkombinationen bedienen kann. Macht Sinn: Wer 100 Seiten bei Google indiziert hat, wird für mehr Begriffe gefunden, als jemand der nur 2 Seiten bei Google zum gleichen Thema bietet.

Bilder verwenden um Artikel interessanter zu machen

Artikel mit Bildern, Videos, Tönen oder was auch immer anzureichern, liefert dem Leser immer einen Mehrwert. Dieser Mehrwert führt in der Regel zu einer besseren Besucher-Erfahrung. Der Leser liest länger, klickt häufiger, kehrt wieder. Das belohnt am Ende auch Google. Von daher sollte man immer darauf achten, dass zu Artikeln auch visuelle Unterstützung geboten wird.

Wissen, was die User suchen

Wenn man eine Webseite anbietet, sollte man wissen, was die Zielgruppe eigentlich interessiert und vor allem, wie sie danach in den Suchmaschinen suchen. Ich nutze dazu gerne answerthepublic.com. Damit lässt sich Google anzapfen und anzeigen, was in der Suche eingegeben wurde. Ohne Mengenangaben zwar, aber interessant als erster Anhaltspunkt. Die Größenordnung eines Keywords oder einer Keyword-Phrase, lässt sich dann anschließend mit dem Google Adwords Keywords Planner herausfinden.

Die Suche tracken

Was hilft es Inhalte über Inhalte zu schaffen, die dann niemand interessieren? Ein Anhaltspunkt um herauszufinden, was die Besucher einer Webseite lesen möchten, ist die Suche zu analysieren. Google Analytics bietet die Möglichkeit einen Suchparameter, wie ihn WordPress nutzt, auszuwerten.

Einen Page Builder verwenden

WordPress bietet von Haus auf nur den Standard-Editor. Der reicht aus für Texte. Wer aber kompliziertere Layouts bauen will, also von der klassischen Blogansicht abweichen möchte, der arbeitet am besten mit einem Page Builder wie dem WPBakery Page Builder for WordPress (früher Visual Composer). Mit diesem hat man die Möglichkeit Layouts mit mehreren Spalten anzulegen und diese zu verschachteln. Ausserdem bringt der VC visuell attraktive Module mit, wie Galerien, Blogansichten, Buttons, etc.

Die Startseite sinnvoll strukturieren

Eine Startseite muss nicht immer gleich aussehen, wie die meisten Blogs daherkommen. Sie kann durchaus spannender aufgebaut werden. Mit einem großen Visual über dem Inhalt. Mit Zeilen und Spalten aufgebaut. Bilder und Werbebanner neben Blogbeiträgen, etc. Das lässt sich ebenso mit einem Page Builder oder mit modernen Premium-Themes wie Divi oder Avada lösen.

Footerinhalte über eine Seite steuern

Der Footer wird in der Regel über die Footer Widgets gesteuert. Was dort eingebaut wird, wird im Footer angezeigt. Es gibt jede Menge Widgets, die man verwenden kann. Allerdings ist die Bestückung oft schwierig, gerade wenn man Texte zeigen möchte, die visuell gestaltet werden oder mit Links versehen sind. Ohne spezielles HTML Widget muss man dann HTML programmieren. Was ich gerne mache, ist eine neue Seite zu erstellen und diese dann als Footer in ein PHP Widget einzuladen. Dadurch habe ich die Möglichkeit den Footer mit einem Page Builder wie dem Visual Composer zu bearbeiten. Ich bin also sehr flexibel was die Gestaltung angeht. In der Themeeinstellung muss man dann allerdings die Anzahl Spalten des Themes auf 1 setzen.

Code für das Einladen der Footer Seite in ein Footer Widget sieht bei mir so aus:

<?php
$page_id = 2814 //das ist die ID der Seite in der der Footer liegt;
$page_data = get_page( $page_id );
echo '<h3>'. $page_data->post_title .'</h3>';
echo apply_filters('the_content', $page_data->post_content);
?>

Alte Inhalte frisch halten

Es ist für Webseitenbetreiber und Blogger manchmal schwer, Ideen für neue Inhalte zu finden. Natürlich ist es gut, immer wieder neue Inhalte zu schaffen. Aber es muss nicht auf Teufel komm raus Content kreiert werden. Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem neue Inhalte fragwürdig sind. Fragwürdig in dem Sinn, zu hinterfragen, ob denn der neue Artikel wirklich noch einen Mehrwert bietet, das Thema nicht vielleicht schon zig mal behandelt wurde und ob denn aufgrund des Artikels überhaupt mit relevant Traffic zu rechnen ist.

Gerade dann wird es Zeit die Content-Strategie zu ändern: Dann sollte man beginnen bestehende Inhalte zu überprüfen:

  • auf Aktualität
  • auf Vollständigkeit
  • auf Ausbaufähigkeit

So kann man Artikel verbessern und Rankings dieser optimieren. Es gibt auf jeder Webseite Inhaltsseiten, die keine guten Rankings haben. Gerade die sollte man angreifen, wenn sie relevante Inhalte bieten. Mit der Google Search Console lassen sich Kandidaten mit Optimierungspotential finden.

Weiterführende oder ähnliche Inhalte anzeigen

Nichts funktioniert besser, als Links, die im Inhalt eines Artikels auf weiterführende Informationen verweisen. Intext-Links funktionieren immer besser, als Linklisten in der Sidebar oder am Ende des Artikels. Trotzdem macht es Sinn diese zweitbeste Möglichkeit zu geben, nach dem Artikel Zusatzinformationen zu finden oder zum Klicken animiert zu werden: mit Plugins für Related Content.

Beliebte Artikel ausgeben

Eine klassische Blogfunktion, die immer noch funktioniert: Man präsentiert (oftmals in einer Sidebar oder auf der Startseite) die meistgelesenen Artikel. Selbst Spiegel Online bietet das an. Wer viel liest auf einer Webseite, klickt gerne die Most Wanted Articles an. WordPress bietet hier schon von Haus auf Widgets, es gibt aber auch diverse andere Anbieter von Related Post Widgets.

Als Unternehmen Referenzen und Projekte präsentieren

Manchen Unternehmen fällt es schwer Inhalte zu schaffen. In Zeiten von Content Marketing ist es nicht immer einfach für den Handwerker von Nebenan, sich von der Konkurrenz abzuheben. Ein Unternehmensblog, in dem regelmäßig Projekte oder Aufträge dokumentiert und beschrieben werden, ist hier eine einfache Möglichkeit. Man muss es nur machen, kompliziert ist es nicht. Man liefert Fotos des Auftrags, einen Beschreibungstext, Ort des Auftrags, vielleicht sogar den Preis und einen Kommentar des zufriedenen Auftraggebers…schon ist der Blogartikel fertig. Über die Zeit entstehen so immer mehr Inhalte und immer mehr potentielle Keywordkombinationen über die man gefunden werden kann, weil man ja Google deutlich mehr Text zum Indizieren und Durchsuchen liefert. Und die Kunden ködert man mit einem kleinen Preisnachlass um an deren Meinung und Einwilligung zur Bildveröffentlichung zu kommen.

Wissen vermitteln

Genau das, was ich gerade mit diesem Artikel hier tue, kann eigentlich jeder Profi. Egal auf welchem Gebiet er Profi ist. Nur wollen das nicht alle: Wissen preisgeben. Einerseits verständlich, weil der zu kurz denkende ja vermeintlich Recht zu haben scheint mit der Annahme, dass ja der Kunde dann keinen Auftrag mehr vergeben muss, wenn er das Wissen selbst hat. Allerdings ist es tatsächlich so, dass durch die Wissensvermittlung folgendes passiert:

  • Man generiert Inhalte, über die man gefunden wird. Gefunden von Leuten, die einen ohne diese Inhalte nicht auf dem Schirm gehabt hätten.
  • Man zeigt, dass man weiß, wovon man spricht. Man liefert Expertise und wird verlinkt von außerhalb. Der Profi wird auch eher angefragt, wenn man weiß, dass er etwas kann.
  • Auch wenn man Wissen vermittelt, kommt noch lange nicht jeder damit zurecht. Mancher will dann dennoch lieber den Profi ranlassen, auch wenn die Anleitung vor seiner Nase liegt.

Man sieht: Wissensvermittlung (wir reden hier über kostenlose Wissensvermittlung) stärkt den eigenen Auftritt und das Standing und liefert am Ende neue Kunden. Ohne meinen Blog hätte ich bei weitem nicht so viele Kunden wie ich heute habe.

Einen Unternehmensblog führen

Größere Unternehmen sollten Neuigkeiten über Projekte, Produkte, Kooperationen, etc. immer online präsentieren. Das schafft eine positive Außenwirkung und sorgt für mehr Traffic auf der Webseite.

FAQs bieten

FAQs anzubieten ist ein tolles Instrument, um gebündelt an einer Stelle auf dem Onlineauftritt, häufig gestellte Fragen zu beantworten. Dadurch entlastet man das eigene Team, da Fragen ohne direkten Kontakt mit Personen schon beantwortet wurden. Zudem schafft es Transparenz. Das mögen User ganz besonders. Wieso nicht den Preis für Projekte oder Stundenlöhne in die FAQs schreiben? Dann weiß der potentielle Kunde gleich was Sache ist und meldet sich unter Umständen gar nicht erst (das Beantworten von Anfragen kostet Zeit und Geld und besonders ärgerlich: nicht jeder Kunde ist so fair und meldet sich noch einmal, wenn ihm das Angebot nicht zusagt), wenn man preislich zu weit auseinander ist.

Fehler bei der Inhaltserstellung vermeiden

Ich denke von diesem Fehler kann sich kaum ein Webseitenbetreiber (mich eingenommen) freisprechen: man erstellt schwache Inhalte, nur damit Inhalte geschaffen werden. Nicht genug recherchiert, lieblos geschrieben, falsche Fakten oder zu wenig Hintergrundinformationen geliefert. Es muss nicht jeder Artikel 2000 Wörter umfassen (schon gar nicht > 10000 wie in diesem Fall), aber wenn man Content erschafft, dann sollte man den Anspruch haben, dass es der beste Content zum gegebenen Thema ist, der online gefunden werden kann. Ist er das nicht, kann es gut sein, dass der Erfolg ausbleibt und die Leser nach kurzer Zeit abspringen und lieber bei der Konkurrenz ihren Wissensdurst stillen. Lieber wenige richtig gute Artikel schaffen, als viele halbgare.

Optik von WordPress verbessern

Die Optik einer Webseite ist immer noch in den meisten Branchen wichtig. Ich hatte mal einen Kunden, der wollte unbedingt eine trashige Site, weil die Kundschaft auf ebenso trashige Autos stand und somit eine Hochglanz-Webseite nicht zielgerichtet gewesen wäre. Aber in den meisten Fällen sollten Webseiten modern daherkommen. Nicht zu viel Verspieltheit, aber eine positive Außenwirkung, die zeigt, dass hier professionell gearbeitet wird. Nichts ist schädlicher für Traffic, als ein Design, welches der Wissensvermittlung im Wege steht. Durch falsche Farben und Kontraste, durch billige Optik, durch zu viel Stock-Photografie, usw.

Ein gutes Theme verwenden für eine moderne Optik

Es gibt einige Kriterien, die für eine gute Benutzererfahrung einspielen. Gute Inhalte, ein verständlicher Aufbau, mobile Optimierung, Geschwindigkeit und natürlich auch die Optik einer Webseite. Gerade bei WordPress-Webseiten hat man hier alle Möglichkeiten relativ einfach das Design anzupassen bzw. von Grund auf zu ändern, indem man ein anderes Theme verwendet. Es gibt zig tausende auf dem Markt und viele sehr gute Premium Themes, die mit jeder Menge Features daherkommen. Hier ein paar Empfehlungen von mir:

  • Enfold
  • Divi
  • Avada
  • Bridge
  • the7

Diese sind alle hier bei Themeforest zu finden.

Angenehme Farben für bessere Lesbarkeit nutzen

Ein guter Kontrast ist wichtig, wenn man eine Webseite gestaltet. Damit Texte gut lesbar sind und die Augen nicht so schnell ermüden. D.h. schwarzer Text auf rotem Hintergrund oder eine zu helle Schrift auf weißem Hintergrund sind nicht optimal. Machen sie es Menschen leicht, die vielleicht eine Sehschwäche haben. Generell ist es gut sich mit dem Thema Barrierefreiheit zu beschäftigen. Was für gehandicapte Menschen gut ist, gefällt meist auch Suchmaschinen.

Fokus auf den Inhalt setzen statt auf Schnick-Schnack

Heutzutage überbieten sich Webseiten gerne mal mit Animationen und Features, die die Welt nicht braucht. Das ist vor allem bei vielen WordPress-Premium-Themes der Fall. Sie werden immer voller gepackt mit Elementen und dadurch häufig sehr schwerfällig. Der User kennt sich so manches mal bei der Einrichtung nicht mehr aus, zu viele Optionen machen ihm das Leben schwer. Insofern man nicht gerade Designer ist und optisch beeindrucken muss, sollte man versuchen sich auf das Wesentliche zu reduzieren. Nämlich die Inhalte! Die User danken es einem, wenn sie Gewohntes vorfinden und nicht erst komplizierte Wege oder Ansichten verstehen müssen, um zum Ziel zu kommen.

Also lieber einen Parallax Effekt weniger hier und ein animiertes Bild weniger da. Der User wird sicher nicht gleich abwandern, sondern vielleicht eher den Fokus auf die wichtigen Inhalte finden.

Keine Slider nutzen für schlankere Webseiten

Ich glaube kein Designelement wurde bei mir für neue Webseiten die letzten Jahre mehr angefragt, als ein großer Slider direkt unter dem Menü. Jeder kennt sie und die viele hassen sie. Es ist tatsächlich so. Kaum einer setzt sich vor den Rechner und bleibt auch nur 10 Sekunden ruhig sitzen und wartet bis der nächste Slide durchläuft. Wer hier relevante Inhalte oder Navigationselemente unterbringt, macht einen riesen Fehler. Auf mobil funktionieren diese Slider noch schlechter, weil sie da auch noch kleinskaliert werden.

Ich empfehle daher meinen Kunden, auf Slider entweder komplett zu verzichten oder aber zumindest nur auf der Startseite einzusetzen. Sie sind auch schwerfällig, weil in der Regel große Bilder verwendet werden. Das verschlechtert die Ladezeiten einer Webseite. Ladezeiten sind schon lange Rankingkriterium in Suchmaschinen. Wer also keine schwerfällige und für Benutzer unfreundliche Seite erstellen will, ist beim Einsatz von Slidern zurückhaltend. Auch wenn jedes Premium Theme diese anbietet. Es sieht halt auf den ersten Blick schick aus. Schick ist aber nicht immer zielführend.

Lesegewohnheiten der User achten

Texte werden von oben links, nach unten rechts gelesen. Das ist zumindest in Deutschland und den meisten anderen Ländern so. Dazu kommt, dass User davon ausgehen, das Texte in einer Spalte online zu lesen sind. Also nicht, wie häufig in einer Tageszeitung zu finden, in mehrere Spalten aufgeteilt. Bitte also darauf verzichten Printansichten auf das Web abzubilden. Das funktioniert nicht.

Wenn wir schon bei den Lesegewohnheiten sind, dann muss man auch das Thema Textlängen ansprechen. Texte dürfen lang sein (so wie dieser Artikel). Aber man sollte darauf achten, Absätze und Zeile überschaubar zu halten. So dass der Leser sich nicht verliert. Ausserdem macht es Sinn Zwischenüberschriften zu verwenden, da User Texte oftmals nur scannen und nicht komplett von oben bis unten lesen (so wie bei diesem Artikel. Kaum einer wird alle 101 Tipps von oben bis unten komplett lesen).

Fettungen machen es leicht, wichtige Aussagen zu erfassen. Ebenso Listen oder herausgestellte Zitate. Bilder lockern den Text auf und visualisieren das Geschriebene.

Google Fonts nutzen

Schöne Schriftarten können die Optik einer Webseite deutlich aufwerten. Wer Premium Themes einsetzt, kann häufig zwischen einigen Schriften wählen. Das sind meist Google Fonts. Hier gibt es eine große Auswahl an Schriften. Für jeden Geschmack und jede Zielgruppe findet man etwas. Sie lassen sich mit Programmierkenntnissen in das verwendete Theme einbauen. Alternativ kann man die Schriftarten auch per Plugin einbauen.

Retina Bilder liefern

Durch die hochaufgelösten Displays von Smartphones, Tablets und neuen Monitoren, wird es immer wichtiger, Bilder in der entsprechenden Qualität anzubieten. Wer also beispielsweise ein Bild mit der Auflösung 300x200px in die Webseite einbaut und schaut sich dieses auf einem Retina Display an, wird feststellen, dass das Bild unscharf dargestellt wird. Daher sollte man Bilder in entsprechender Qualität und Größe einbauen, so dass sie scharf dargestellt werden.

In WordPress wird mittlerweile automatisch eine alternative Größe eingebaut, aber nur, wenn die Bilder auch ausreichend groß hochgeladen wurden. D.h. man lädt das Bild größer hoch, als es dann auf dem Desktop angezeigt wird. So hat WP die Chance die größere Version Smartphones und Tablets als Alternativversion mitzuteilen.

Wer ein Theme verwendet, der das unterbindet, der kann mit dem Plugin WP Retina 2x arbeiten.

Usability von WordPress verbessern

Die Usability einer Webseite spielt maßgeblich in die Benutzererfahrung ein. D.h. je benutzerfreundlicher eine Webseite ist, desto besser ist sie bedienbar und WIRD auch bedient. Die Besuchszeiten auf Webseiten mit einer guten Usability sind nachweislich länger. Daher ist es sinnvoll hierfür Zeit bei der Planung und Optimierung einer Webseite zu reservieren.

Die Schriftgröße angenehm wählen

Beim Thema Usability kommt man häufig zu den Regeln der Barrierefreiheit. Unter anderem zur Schriftgröße. Man sollte diese so wählen, dass jeder mit Sehschwäche die Texte trotzdem lesen kann. Das Thema Farben hatten wir ja schon, d.h. im Idealfall ist der Text-Kontrast schon gut gewählt. Dann fehlt eigentlich nur noch die Größe. Hier gibt es keinen Richtwert, da sich die Schriftgröße je nach Schriftart unterschiedlich darstellt. Die Schrift sollte es erlauben einen Text gut zu erfassen. D.h. zu klein gewählt ist ebenso schlecht, wie zu groß gewählt.

Wenn man Scrollen muss, um eine riesige Headline lesen zu können, macht das vermutlich keinen Sinn. Die BILD hat mal eine Zeit lang die Überschriften riesig gewählt. Hier wurde damals versucht über die Größe der Schrift, die Schlagzeile plakativer zu machen. Scheinbar hat man aber selbst bei BILD gemerkt, dass das nicht nötig ist oder nicht funktioniert und eigentlich nur Platz verschwendet. Zumindest sind die Schriften wieder etwas kleiner geworden.

Auf textschoepfung.de gibt es weiterführende Tipps zum Thema.

Keine OnePager nutzen

OnePager: Weniges im Web stößt mir mehr auf. Wenn ich eine Kundenanfrage für eine OnePager-Webseite bekomme, sträuben sich mir automatisch die Nackenhaare. Sie sollen schick aussehen und modern daherkommen. Klar ist das teilweise beeindruckend, was Webdesigner da zaubern. Aber das Problem ist das Gleiche wie bei einem Kinofilm, der nur über die Optik versucht zu punkten. Wenn keine Story auf den Zuschauer wartet oder diese so kompliziert ist, wie bei einem typischen David Lynch Film, ja dann muss man sich nicht wundern, wenn er an der Kinokasse floppt.

Im Grunde genommen beschränkt sich jeder Betreiber eines OnePagers: Inhalte werden oft reduziert gezeigt, weil sie ansonsten die schöne Optik zerstören. Die Navigation funktioniert nur mit Sprungmarken, was dazu führt, dass es dem User schwer gemacht wird, sich Shortcuts zu legen oder zu speichern. Viele User kapieren diese Form der Webseite schlichtweg nicht. Die Übersicht über die Inhalte und die Aussage einer Seite leidet.

Zudem ist die Suchmaschinenoptimierung zumindest fraglich. In vielen Fällen ist es vielleicht eher angeraten, Inhalte und Keywords in dafür speziell angelegte Unterseiten zu verlagern. Auch wenn die SEO Maßnahme für jedes Keyword eine Unterseiten anzulegen, heutzutage nicht mehr wirklich zu unterschreiben ist.

Für mobil eine Sprungmarke nach oben setzen

Gerade bei längeren Seiten sollte man Smartphoneuser nicht unnötig quälen und eine Sprungmarke nach oben setzen. Das programmiert man selber ein oder man nutzt ein Plugin wie Scroll Back To Top. Vor allem bei OnePagern ein Muss.

Klickbare Telefonnummern einbauen

Wege zum Kontakt so einfach und komfortabel wie möglich zu machen, gehört zu den Best Practices im Bereich Usability. Unter anderem lohnt es sich die Telefonnummern klickbar zu machen, so dass Smartphoneuser mit einem Tappen auf die Telefonnummer direkt in die Telefon-App springt.

Eine Suche anbieten

Erst wer eine Suche auf seiner Webseite anbietet und diese auswertet (siehe oben), weiß wie sehr seine Besucher diese zu schätzen wissen. Die Suche wird häufig vergessen, weil ja kaum ein User Feedback hinterlässt, wenn eine Webseite etwas vermissen lässt. Ohne Suchfunktion verliert man Trafficpotential, weil ggfs. Besucher abspringen, wenn sie nicht das finden, was sie eigentlich suchen. In WordPress liefern die meisten Themes eine Suche. Ansonsten kann man auch ein Suchfeld per Shortcode in seine Webseite einbauen. Etwas Programmierkenntnis vorausgesetzt.

Heatmaps verwenden

Eine wunderbare Art und Weise das Surfverhalten der Besucher zu analysieren, sind Heatmaps. Hierbei baut man einen Codeschnipsel in die eigene Site ein und wartet eine definierte Anzahl an Seitenaufrufen ab. Anschließend kann man auswerten, wie viele Personen wo und auf welchen Endgeräten genau klicken. Wie viele Leute scrollen eigentlich bis zu Schluss? Wer erkennt, das mein Banner zum Klicken da ist und klicken eigentlich mehr User auf einen Textlink oder eine Grafik? All das kann man zB mit Hotjar analysieren. Das Tool ist Gold wert und einer meiner Favoriten-Tipps! Für die Integration von Hotjar in WordPress gibt es auch ein Plugin.

A/B Testing

Unter einem A/B Test versteht man z.B. die Analyse, welche Variante einer Verkaufsseite (A oder B) besser funktioniert. Man legt hierzu 2 verschiedene Varianten an und mit Hilfe von Tools lassen sich beide dann per Zufallsgenerator etwa gleich oft laden. Anschließend vergleicht man dann die Klicks/Downloads/Verkäufe/Kontaktaufnahmen, …

In WordPress kann man z.B. seine Titel testen oder das Theme. Oder aber auch Landingpages und Popups. Oder man testet AdSense Varianten gegeneinander um die Umsätze durch Werbeeinnahmen zu optimieren.

Wer an Grenzen der Optimierung seiner Webseite stößt, sollte den Ansatz bei A/B Tests suchen um vermeintliche Conversionkiller ausfindig zu machen. Ich zB habe eine Zeit lang 3 verschiedene Themes gegeneinander laufen lassen um herauszufinden, ob ein Relaunch des Designs sich positiv oder negativ bei den Besuchern auswirkt. Allerdings kosten A/B Tests gerne auch mal viel Zeit und sind etwas komplizierter einzurichten.

Trichterprozesse in Google Analytics testen

Wer einen Shop oder Formulare anbietet, die am Ende zu einer Conversion führen sollen (Verkauf, Anmeldung, Registrierung, Kontaktaufnahme, …), der möchte unter Umständen herausfinden, über welche Wege die Conversion zustande kommt und an welchen Stellen im Prozess der Benutzer aussteigt. Das kann in einem WooCommerce Shop z.B. die Registrierungs-Seite sein, die zu kompliziert ist. Mit Google Analytics lassen sich Trichterprozesse einrichten um genau das herauszufinden.

SEO & Traffic für WordPress

Jeder will bei Google ganz oben stehen und am besten nichts dafür machen. Das funktioniert heutzutage nicht mehr. Wer gute Rankings will, der muss sich entweder inhaltlich stark positiv von der Konkurrenz absetzen oder aber mit SEO Maßnahmen. Zumindest aber sollte man die SEO Basics beherrschen und einsetzen um nicht ins Hintertreffen zu gelangen.

Unterseiten nicht zu tief verschachteln

Jede Unterseite einer Webseite hat bei Google einen Wert über dessen Power. Und jede Seite vererbt einen Teil dieser Power an die dort verlinkten Unterseiten. Meist ist die Startseite die stärkste Seite einer Webseite. Daher vererbt sie auch die meiste Kraft weiter. Wichtig daher, die wertvollsten Unterseiten von der Startseite aus zu verlinken. Ist eine andere Seite als die Startseite, die mit der meisten Kraft, sollten andere wertvolle Seiten von dort aus verlinkt werden. Wichtig auch, dass man nicht zu tief verschachtelt. Tauchen wertvolle Seiten erst nach vier Klicks auf, sind also zu tief verschachtelt, kommt von der vererbten Power nicht mehr viel an. Ausserdem ist es nicht besonders benutzerfreundlich Webseiten zu tief zu verschachteln. Man sollte also versuchen mit max. 2 – 3 Klicks jede Unterseite erreichen zu können.

Traffic tracken mit Google Analytics

Der Tipp hätte früher kommen können, aber egal. Wer eine Webseite betreibt und auf der Suche nach Tipps für die Optimierung von WordPress oder anderen Systemen ist, der denkt oft schon lange über Traffic und Suchmaschinenoptimierung nach. Unverzichtbar zu wissen, wie viele Leute eigentlich welche Seiten besuchen. Die meisten nutzen Google Analytics dafür. Das kann man entweder manuell in seinem Theme einbauen (am besten in der header.php vom dem abschließenden </head> Tag dem Google Analytics Tracking Code einbauen. Oder aber man nutzt ein Plugin dafür. Immer wieder erstaunlich wie viele Leute mich anrufen und Hilfe bezüglich den Rankings wollen, aber bisher noch nicht mal ein Tracking eingesetzt haben.

Ein SEO Plugin verwenden

Auch wenn SEO Plugins für WordPress keine Wundermittel in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung darstellen, denken viele, es wäre sonst nichts nötig um für Suchmaschinen zu optimieren, hat man diese erst mal installiert. In der Tat sind sie gute Helfer, insbesondere wenn es um die Steuerung von Meta Tags geht oder man Hilfe bei der Gestaltung von keywordfreundlichen Texten benötigt. Die Nutzung macht wirklich Sinn, aber reicht nicht aus, um oben in den Rankings zu stehen. Hier einige SEO Plugins für WordPress, die ich sehr empfehle um für Google & Co. eine gute Basis zu schaffen. Alles weitere machen dann der Content, Links und ganz viel was auf dieser Seite zu lesen ist.

OnPage SEO im Kopf behalten

Wer fremde Themes in WP einsetzt, bekommt immer wieder Schlagworte wie „suchmaschinenoptimiert“ um die Ohren gehauen. Aber was bedeutet das eigentlich? Nichts weiteres, als dass das Theme so gestaltet wurde, dass Google bei der Indizierung der Site nicht behindert wird. Es ist bei weitem nicht so, dass man mit der Nutzung eines solchen Themes schon gute Rankings garantiert bekommt. Die Themehersteller achten im Idealfall auf OnPage Kriterien, wie die Auszeichnung von Überschriften, Title-Tags, Bilderbeschriftungen, Navigationsmöglichkeiten, URL-Struktur, etc. Für mich ist das selbstverständlich für einen Verkäufer eines WordPress-Themes. Die Hersteller werben damit aber sehr plakativ. Viel Luft um Standard-Leistung.

Wichtig, dass man auf jeden Fall selbst ein wenig die OnPage Kriterien im Blick behält. Passen alle Auszeichnungen? Haben die Bilder Alternativtexte? Ist die Site schnell genug? …oder man nutzt für die Analyse Dienste wie onpage.org.

WDF*IDF nutzen

Ich werde hier nicht im Detail auf WDF*IDF eingehen. Also keine Formelerklärung anfügen. Ich denke, dass kann sich jeder aus dem Netz ziehen bei Interesse. Nur eine kurze Erklärung hierzu und wieso die Verwendung heutzutage so wichtig ist. Wer einen Artikel über ein bestimmtes Thema verfasst, der möchte zu den wichtigsten Keywords (meist ist das ein Hauptkeyword) bei Suchmaschinen dafür ganz oben ranken. Bei der Bewertung von Inhalten geht Google mittlerweile weiter und prüft bei den best rankenden Webseiten für dieses Keyword, welche Nebenkeywords dort verwendet werden. Beim Thema „Golf“ werden die oben rankenden Seiten vermutlich Nebenkeywords wie „Auto“, „Preis“, „Benzin“, „Modell“, „PS“, … im Text einsetzen. Behandelt jemand das gleiche Thema und hat aber nicht diese Nebenkeywords in seinem Text verbaut, denkt sich vermutlich Google „Hm…dann ist diese Site wohl nicht relevant zu diesem Keyword, weil es behandelt ja gar nicht das Gleiche wie die Top10“.

Wie kriegt man aber nun diese wichtigen Nebenkeywords heraus, die man bei der Erstellung von Texten nicht vergessen sollte? Am besten verwendet man dazu online Tools wie das WDF*IDF Tool. Hier wird nach Eingabe eines Keywords direkt ausgegeben, welche Keywords wie oft bei den Top-Seiten vorkommen. Man muss nicht immer jedes Wort verwenden und Füllwörter sollte man sowieso außen vor lassen. Aber hier findet man viele Anreicherungsmöglichkeiten für gute Texte.

Natürliche Verlinkung aufbauen

Links sindn wie bereits erwähntn besonders wichtig für gute Rankings. Unnatürliches Aufbauen mag Google aber überhaupt nicht, daher ist es ratsam zu versuchen auf natürlichem Wege Links zu generieren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mit guten Inhalten und Geduld, vieles von alleine passiert. Wer schlechte Texte schreibt, wird vermutlich keine Links von Außen bekommen (höchstens mit Beschwerden). Gute Inhalte werden meist belohnt. Was immer gut funktioniert, sind Freebies (also kostenlose Inhalte). Diese werden häufig verlinkt. Auch Tutorials wie dieses hier oder Lösungen zu Problemen. Auch Infografiken und interaktive Inhalte. Je mehr natürliche Links auf dem Konto der Webseite sind, desto besser für die Rankings.

Abstrafungen von Google vermeiden

Weil wir schon beim Thema Linkbuilding sind: Links zu kaufen oder gegen Geschenke einzufordern, ist etwas, was Google besonders gerne abstraft. Das ist in der Vergangenheit mit diversen Algorithmusupdates mehrfach passiert und es wird sicherlich auch in Zukunft genau hingeschaut, wenn es um das Linkprofil einer Webseite geht. Aber nicht nur die unnatürliche Schaffung von Links wird abgestraft, sondern auch beispielsweise zu dünner Content. Wer nur Texte von anderen Webseiten kopiert, kommt mit keinem Bein auf den Google’schen Fußboden. Zu viel Werbung auf mobilen Endgeräten wird seit diesem Jahr mit schlechteren Rankings abgestraft. Am besten man schaut sich die Google Search Quality Rating Guidelines an, um Abstrafungen generell zu vermeiden.

Linkprofil im Blick behalten

Übrigens ist es auch wichtig regelmäßig das eigene Linkprofil zu überprüfen. Selbst wer selber keinerlei schädliche Links aufbaut, kann Opfer von Links werden. Wenn andere Links auf eine Webseite setzen, kann diese unter Umständen darunter leiden, wenn die Quelle des Links unnatürlich und unseriös ist. Sind diese Seiten bei Google auf der Blacklist, können von dort aus verlinkte Webseiten unter Umständen ebenso abgestraft werden. Daher schaut man sich am besten ab und an das Linkprofil an und lässt Links entwerten, die unseriös sind. Aber Achtung: Wirklich nur die Links, die definitiv nichts im Linkprofil zu suchen haben. Man will ja nicht versehentlich die eigene Linkpower ruinieren. Die Links auf die eigene Webseite findet man in der Google Search Console.

Eine Sitemap liefern

Suchmaschinen indizieren Webseiten normalerweise automatisch, sobald sie über die Domain stolpern. Um die Indizierung anzustoßen gibt man Google & Co. eine XML Sitemap bekannt, die der Crawler abarbeiten kann (meist unter http://www.domain.de/sitemap.xml zu finden). Dadurch beschleunigt sich die Indizierung. Da man nie weiß, wie oft der Google Crawler vorbeischaut und ob er immer alle Seiten indiziert (gerade bei großen Webseiten ist das oft nicht der Fall), macht eine Sitemap doppelt Sinn. Neu erschaffene Inhalte werden durch die Sitemap Google bekannt gegeben. Dadurch erscheinen sie schneller in den Suchergebnissen. Bei aktuellen Inhalten, wie sie Newsseiten bieten, ein Muss.

Webseite bei der Google Search Console anmelden

Die Google Search Console liefert Webseitenbetreibern einige Dienste: Einreichung von Sitemaps ( siehe letzter Punkt ), Prüfung von Links zur Webseite, Analyse von Rankings und Click through Rates in den Suchergebnissen, Fehlererkennung, Infos über nicht erreichbare Seiten, … Man sieht hier sind einige Infos und Services zusammengefasst, die kein Webseitenbetreiber links liegen lassen sollte. Hier wird man automatisch benachrichtigt, wenn etwas mit der Webseite nicht stimmt.

Rankings wichtiger Keywords tracken

Wichtige Schlüsselwörter zu kennen ist lebenswichtig. Gerade wenn man Inhalte für die Zielgruppe erstellt, die dann am Ende Besucher und vielleicht Umsatz oder Aufträge bringen soll. Diese wichtigen Keywords sollten überwacht werden. Es müssen nicht immer nur die ganz harten Keywords sein. Der gemeine Versicherungsmensch wird es vielleicht schwer haben, für das Keyword „Lebensversicherung“ auf Platz 1 zu stehen. Aber für die Suchkombination „Lebensversicherung Nürnberg“ oder auch „Beratung Lebensversicherung“ hat er mehr Chancen oben mit zu spielen.

Für die Überwachung von Keywords kann man natürlich manuell sein Glück versuchen und einfach die entsprechende Suchanfrage bei Google eingeben und schauen, wo man landet. Aber vorsicht: Am besten man macht das im nicht eingeloggten Zustand bei Google oder aber im Inkognito Modus. Google liefert nämlich manchmal unterschiedliche Suchergebnisse an eingeloggte User und nicht eingeloggte User aus. So steht man eingeloggt vielleicht oben und nicht eingeloggt aber nicht.

Alternativ nutzt man Tools wie Sistrix oder XOVI. Hiermit kann man jede Menge Infos über die eigene Webseite und Rankings herausfinden und Keywords tracken.

Webseite in Google My Business anmelden

Dieser Tipp ist besonders wertvoll für die, die Google My Business noch nicht kennen und lokale Dienstleistungen anbieten. Also klassischerweise wer einen Laden, ein Restaurant oder ein Geschäft betreibt. Mit Google My Business können Geschäftstreibende Google Informationen über das eigene Unternehmen bekannt geben. Öffnungszeiten, Adresse, Telefonnummer, Beschreibung des Geschäfts, …

Google wirft dann in den Suchergebnissen ein sehr prominentes Ergebnis aus, wenn die Suche nach dem eigenen Unternehmensnamen geschieht. Noch besser: man erscheint auch auf Google Maps und auf Google+. Zudem haben Teilnehmer an dem Programm die Möglichkeit, mit Kunden in Kontakt zu treten und sich bewerten zu lassen. Übrigens ist Google My Business der Nachfolger von Google Places, bzw. dort angemeldete Unternehmen wurden automatisch übernommen.

Webseite bei Branchenkatalogen anmelden

Eine Zeit lang waren Branchenkataloge und Webverzeichnisse verpönt, da Einträge dort als unnatürliches Linkbuilding betrieben wurden. Aber eigentlich haben diese Verzeichnisse eine Daseinsberechtigung, weil sie oftmals Nischen und Regionen zusammenfassen und somit eine alternative Suchmaschinen zu Google darstellen. Konkurrenz zur Suchmaschine #1 ist doch per se nicht schlecht oder? Die eigene Reichweite zu steigern, kann mit Hilfe von Verzeichnissen durchaus gelingen. Wer es bei Google schwer hat, kommt vielleicht in einem speziellen Branchenkatalog zu Anfragen. Hier kann man checken lassen, ob die eigene Webseite bei wichtigen Verzeichnissen bereits angelegt ist. Es gibt viele Verzeichnisse am Markt. Am besten man sucht danach in Suchmaschinen mit Suchbegriffen wie „Webkatalog Handwerker“ oder „Verzeichnis Handwerker Nürnberg“.

Social Media-Kanäle nutzen

Heutzutage kommt man kaum an Social Media vorbei. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich aus Zeitgründen quasi nichts mehr im Bereich Social Media Marketing mache. Eine Zeit lang war ich auf Google+ aktiv und meiner Ansicht nach, hat das auch meine generelle Reputation bei Google auf die Sprünge geholfen. Seitdem habe ich zumindest deutlich bessere Rankings. Ob das Zufall ist oder mit einer gewissen Followerschaft und zu tun hat…da lässt sich Google leider nicht in die Karten schauen.

Aber bezüglich der anderen Social Media Kanäle wie Facebook, Pinterest, Twitter, Instagram, …hier macht es je nach Branche durchaus Sinn aktiv zu sein und so Besucherströme auf die eigene Webseite zu lenken. Social Signals durch viel Interaktion mit Inhalten auf diesen Kanälen, spielen auch in Rankings bei Suchmaschinen ein. Allerdings oft zeitlich limitiert. Was heute einen sogenannten „Buzz“ erzeugt, pushed die Webseite nicht zwangsweise auch langfristig.

Social Media Sharing ermöglichen

Auch hier muss ich gestehen, dass ich radikal das entfernt habe, was ich anderen empfehle: Die Teilen und Like-Funktionen auf der eigenen Webseite. Wer in Branchen unterwegs ist, wo Social Media relevant ist, der sollte auch Inhalte auf der Webseite leicht teilen lassen. Für WordPress gibt es unzählige Plugins dafür. Der manuelle Einbau empfiehlt sich nur für Profis. Ein Klassiker sind die Share Buttons von AddThis oder (weniger sexy, dafür aber datenschutzkonformer) Shariff. Warum ich die Buttons entfernt habe? Ich hatte wenig Interaktion aufgrund der Thematik. WordPress, Webdesign und SEO sind keine besonders attraktiven Themen für Facebook und Co. Da habe ich mir die Ladelast gespart, die externe Scripte mit sich bringen. Ausserdem bin ich ein Verfechter von sehr natürlicher Verlinkung (auch aus Social Media). Ich muss niemanden extra darauf stoßen, dass er meine Inhalte teilen kann.

Aktiv sein in Foren und Blogs

Gerade in Nischen sind Foren und Blogs noch immer der Renner. Beispiel: Ich habe mir vor Jahren mal einen Pizzaofen für den Außenbereich angeschafft. Auf den Hersteller bin ich gekommen, weil er in einem Forum für Öfen sehr aktiv war und super Tipps gegeben hat. Und wenn ich aktiv schreibe, dann meine ich WIRKLICH aktiv. Er hatte hunderte oder tausende Kommentare geschrieben. Aber dadurch ist man am Ende immer wieder bei seinen Öfen herausgekommen. Egal wo man nach Pizzaöfen gesucht hat. Ach ja…der Pizzaofen kam übrigens von Ramster. 😉

Blogs sind ebenso interessant. Wer aktiv teilnimmt an Diskussionen zu Themen, der sammelt zwar selten follow Links, aber der generiert Reputation und Traffic. Im Idealfall macht man andere Meinungsmacher auf sich aufmerksam und kann so Kooperationen starten oder wird von deren Seite verlinkt, wenn man gute Inhalte hat. Von Gastartikeln halte ich nicht viel, aber wenn sie als Werbung gekennzeichnet sind und nofollow Links beinhalten, sind sie durchaus sinnvoll (und ungefährlich)!

Infografiken anbieten

Man könnte meinen die Zeit der riesigen Infografiken ist vorbei. Aber nach wie vor werden Infografiken gerne geteilt und verlinkt. Hat man mal eine Infografik erzeugt, die um die Welt geht, können unter Umständen tausende Links generiert werden. Infografiken und generell schöne Banner etc. kann man übrigens bei Canva ganz einfach selbst erstellen. Ich bin immer wieder begeistert von diesem weitestgehend kostenlosen Service.

Gewinnspiele anbieten

Mit Gewinnspielen lassen sich Adressen generieren, die man dann z.B. in einem Newsletter verwenden kann um Dienstleistungen oder Produkte zu bewerben. Vorausgesetzt man beachtet die rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland, was die Einwilligung zu Werbung angeht. Ich empfehle grundsätzlich auf Double-Opt-In zu gehen, um die Adressen auch langfristig halten zu können und keinen rechtlichen Auseinandersetzungen ausgesetzt zu sein. Gewinnspiele generieren auch Links von Gewinnspielportalen. Diesen würde ich aber nicht allzu viel Gewicht zurechnen. Wenn gleich ich es bei Webseiten schon gesehen habe, dass Traffic nach Ende eines Gewinnspiels hängen geblieben ist. Es ist einen Versuch wert. In WordPress kann man Gewinnspiele z.B. mit ContestFriend realisieren. Das Plugin hat sogar eine Anbindung an Mailchimp, was die Verwaltung der Adressen vereinfacht.

AdWords oder BingAds einsetzen

Wenn der Traffic über Suchmaschinen nicht über die organischen Suchergebnisse kommt (also die ganz normalen Suchergebnisse), dann hat man immer noch die Möglichkeit Google oder Bing (seit einiger Zeit auch Facebook) dafür zu bezahlen, prominente Anzeigen für die eigene Webseite, Produkte oder Dienstleistungen anzuzeigen. Zumindest solange, bis es auch in den organischen Suchergebnissen mit guten Rankings klappt. Ich kann hier keine Anleitung zum Thema Online Werbung geben, aber Seokratie hat Einsteigertipps zu AdWords. Viele Unternehmen nutzen diesen Weg, weil es selten für alle Keywords möglich ist, ganz oben zu stehen. Dann lieber etwas dafür bezahlen und den Traffic und ggfs. Umsatz mitzunehmen, der die Ausgaben für die Werbung wieder reinholt. Aber Achtung: Hier sollte man sich Grenzen setzen bei den ersten Versuchen. Man kann auch ganz schnell, viel Geld ausgeben für Online-Werbung.

Performance von WordPress verbessern

Die Geschwindigkeit einer Webseite zu optimieren, führt nachweislich zu weniger Abbrüchen der Besucher. Andersherum gesagt, wer eine lahme Webseite betreibt, der verscheucht Besucher. Gerade Smartphone-Nutzer sind abhängig davon, dass die Webseite schnell läuft. Ansonsten sind sie im Schnitt nach 3 Sekunden Ladezeit wieder weg. Zumindest sagen das Untersuchungen. Grund genug die Performance einer WordPress-Webseite zu verbessern.

Minifizieren für weniger Requests

Der Aufbau einer Webseite findet stark vereinfacht folgendermaßen statt: Ein User fragt in seinem Browser eine Webseite an und tritt dabei in Kontakt mit dem Webserver, auf dem die Webseite liegt. Dieser schickt dann die Inhalte, die auf dieser Webseite angezeigt werden. Pro Element (Dokument, Bild, Schrift, CSS Datei, …) wird dabei eine Übertragung zwischen Server und Browser ausgehandelt und die Datei übertragen. Das nennt man einen Request. Je mehr Requests, je langsamer der Webserver ist und je schwerer diese Requests sind, desto länger dauert das Laden aller Requests. Daher macht es Sinn Requests zu minimieren, indem man z.B. Dateien zusammenfasst. Beispielsweise können Javascript Dateien oder CSS Dateien in 1 große Datei gefasst werden. Somit entfallen einige Requests, was zwar nicht das Laden ansich, aber dafür die Verbindungen minimiert. Dadurch lädt eine Webseite schneller. In WordPress kann man das z.B. mit dem Plugin Autoptimize machen.

Caching der Inhalte

Die Inhalte einer WordPress-Webseite lagern in einer MySQL-Datenbank. Ein Zugriff auf diese ist relativ schnell. Viel schneller allerdings ist der Zugriff auf eine HTML-Datei auf der Serverfestplatte. Daher gibt es spezielle Caching-Plugins, mit deren Hilfe man WordPress-Seiteninhalte lokal auf die Webserver-Festplatte als HTML speichern kann. Nach dem ersten Aufruf aus der Datenbank, erfolgen dann alle anderen Zugriffe von der Festplatte. Das beschleunigt eine Webseite massiv. Für mich die beste Art und Weise einer Webseite etwas Dampf zum machen. Gute Plugins gibt es dazu zu Hauf für WordPress. Meine Favoriten: W3 Total Cache oder Cache Enabler. Wer einen Schritt weiter gehen will, macht Proxy-Caching, wie z.B. Varnish Cache. Hier sind Maschinen vorgeschaltet, die mit sehr hohem Durchsatz gecachte Inhalte liefern. Gerade wer sehr viel Traffic hat oder zumindest Trafficspitzen, der sollte sich das genauer ansehen. Einige Webhoster bieten das heutzutage schon an.

Browsercaching aktivieren

Browsercaching funktioniert ähnlich, nur, dass es auf der lokalen Maschine des Users passiert. Nach dem ersten Aufruf der Webseite werden Elemente, wie Bilder und Schriften im lokalen Speicher des Browsers abgelegt. So werden beim Aufruf der nächsten Seite weniger Elemente vom Webserver geladen, da ja schon ein Teil der Elemente lokal rumliegt. Wie man Browser Caching aktiviert, liest man hier.

Komprimierung aktivieren

Die Daten, die der Webserver zu einem Browser schickt, können komprimiert werden. D.h. sie werden gepackt und dann vom Browser entpackt. Dadurch wird einiges an Datenvolumen eingespart. Die Komprimierung sollte bei guten Webhostern aktiv sein. Wer möchte, kann seine Webseite hier auf Komprimierung testen und im Zweifelsfall nochmal auf den Webhoster zugehen.

HTTP/2 einsetzen

Dieses neue Protokoll hält so langsam Einzug bei den hiesigen Webhostern. Bei HTTP werden Elemente auf einer Webseite der Reihe nach geladen. D.h. was oben im Quellcode steht, wird zuerst geladen. Benötigt das Element lange Zeit, warten die anderen Elemente unter Umständen eine Ewigkeit, bevor sie auch geladen werden dürfen. Natürlich kann man Elemente heutzutage mit defer oder async unabhängig machen, so dass sie andere Elemente nicht blockieren. Besser ist aber HTTP/2, das ermöglicht, Elemente parallel zu laden. Eine super Sache und sollte auf lange Sicht Standard bei Webseiten sein. Wer testen will, ob seine Webseite bereits unter HTTP/2 läuft, der schaut hier vorbei und fragt im negativen Fall dann seinen Webhoster an, ob und wann HTTP/2 verfügbar ist.

Einen besseren Webhoster nutzen

Eine WordPress-Webseite kann noch so optimiert werden mit Caching, Minifizierung, HTTP/2, etc. Ist der Webhoster mies, ist auch die Performance der Webseite mies. Wichtig bei der Wahl eines Webhosters: Man wählt einen professionellen und bucht NICHT das billigste Paket. Wer billige Pakete bucht, ist selber schuld. Dann landet man mit massenweise anderen Webseiten auf einem Server und die Performance ist mau. Daher lieber ein wenig mehr Geld ausgeben (ca. 10€ pro Monat sollten es schon sein und zahle ich z.B. beim Webhoster meines Vertrauens All-Inkl.).

Welcher Webhoster der Richtige ist, ist schwer zu sagen. Bei All-Inkl. kann man nichts falsch machen. Auch mit Mittwald habe ich gute Erfahrungen gemacht. Hier ist auch der Support super. Ein guter Webhoster wechselt übrigens auch bei Bedarf kostenfrei den Webserver, wenn die Performance mal nicht stimmt. Das bietet aber natürlich nicht der Billiganbieter.

Bilder verkleinern

Jaja, die Bilder. Immer wieder sind es die lieben Bilder, die eine Website zum Erlahmen bringen. Egal wie gut die Site optimiert ist, werden megabyteweise Bilder in Slider gepackt, dann leidet einfach die Performance. Und das nicht zu knapp. Bilder sollten komprimiert und in der Größe eingebaut werden, die auch nötig ist (das ist auch gut für den Pagespeed Score). Das wissen leider viele nicht. In dem Fall sollte man sich Hilfe bei jemanden suchen, der sich damit auskennt. Um die korrekte Größe herauszufinden ist nämlich ein wenig technisches Gefummel nötig.

Um den Worst Case zu vermeiden, dass also z.B. Bilder 1:1 vom Smartphone oder der Digicam hochgeladen und somit viel zu groß geladen werden, kann man ein super Plugin einsetzen. Imsanity lässt sich so einstellen (das sollte jemand machen, der sich wenigstens ein bisschen auskennt), dass Bilder nur bis zu einer max. Größe hochgeladen werden können und dann dort auch noch komprimiert werden. So lassen sich klassische Riesenbilder vermeiden.

Bilder in der richtigen Größe darstellen

Wie gesagt ist es sinnvoll Bilder nur in der Größe einzuladen, die auch benötigt wird. Ansonsten werden diese Bilder klein skaliert dargestellt. Das machen manche, um auf Retina-Displays knackscharfe Bilder zu sehen. Für die Performance ist es allerdings schlecht. Google mag das gar nicht und meckert es im Pagespeed Insights Tool an. Andersherum ist es übrigens wiederum von der Darstellung her fies. Zu kleine Bilder sollten nicht großgerechnet werden. Sonst werden sie unscharf. Auch wenn dann die Dateigröße super ist, ist das kein gangbarer Weg.

Den Google Pagespeed Insights Score verbessern

Und wo wir schon beim Google Pagespeed Score sind: Dieser wird gerne herangezogen um die Performance einer Webseite zu messen. Allerdings ist der Score umstritten, da die Sinnhaftigkeit der Bewertung nicht immer gegeben ist. Nichtsdestotrotz ist es ein Tool von Google. Und Google regiert bekanntlich ja die digitale Welt. Daher sollte man versuchen dort einen akzeptablen Wert im grünen Bereich zu ergattern (mobil ist gelb meist auch OK und gerade bei WordPress selten besser zu erreichen). Ich habe hier mal einige Tipps zum Pagespeed Score gegeben. Unbedingt lesen!

Den Quellcode bereinigen

Ein sauberer und überschaubarer Quellcode macht es Google leichter die Inhalte der Webseite zu verstehen. Ein sehr hoher Anteil an Code im Vergleich zu Text, ist per se negativ. Darauf sollte etwas geachtet werden bei der Erstellung einer Webseite. Bei WordPress ist es manches mal schwer zu beeinflussen, da gekaufte oder generell fremdbezogene Themes hier die Marschroute vorgeben. Ist schlampig programmiert oder wird ein Pagebuilder verwendet (was ja eigentlich super ist, nur nicht immer bei der Code/Text-Ratio), kann der Anteil Code schon mal in die Höhe schnellen. Das ist meistens kein Problem. Ist der textliche Anteil aber sehr dünn und der Code außen rum exorbitant groß, kann es Probleme geben.

Der Themeentwickler sollte also alles aus dem Theme an Code rauslassen, was nicht benötigt wird. Als Laie kann man versuchen so wenige Plugins wie nötig einzusetzen. Die bauen nämlich oft zusätzlichen Code ein. Plugins wie iThemes Security entfernen so manchen Standard-Headercode, der Infos über das System verrät. Aber das sind Peanuts. Ein paar weitere Infos kann man über die functions.php entfernen.

CDN verwenden

Ein CDN ist ein hochperformanter (sollte er zumindest sein) Server im Web, der genutzt werden kann, um Elemente wie Bilder, Videos oder Scripte auszulagern. Diese lädt man dann in die eigene Webseite ein, anstatt die Bilder auf dem eigenen Webserver zu hosten. Dadurch wird der Webserver entlastet, was gerade bei großen Webseiten mit vielen Besuchen Sinn macht. Kleinere Webseiten benötigen das tatsächlich eher selten. Diese CDNs (z.B. MaxCDN) kosten Geld und können dann z.B. Caching Plugins wie W3 Total Cache in WordPress aktiviert werden. Dort hochgeladene Bilder werden automatisch auf den CDN gespiegelt und von dort geladen.

Lazy Load einsetzen

Zu guter Letzt kommt noch das Thema Lazy Loading zur Sprache. Lazy Loading steht für das Laden von Bildern zum Zeitpunkt des Abrufs. Sprich: Wird eine Webseite geladen, werden nicht alle Bilder sofort geladen, sondern nur die, die auf dem ersten Bildschirm ohne Scrollen ersichtlich sind. Beim Scrollen werden dann die restlichen Bilder nachgeladen. Das hat den Vorteil, dass die Site schneller lädt. Nachteil ist, dass irgendwie berechnet werden muss, dass Bilder schon oder noch nicht geladen werden sollen.

Das ist gerade bei Bildern, die nur teilweise auf dem ersten Bildschirm zu sehen sind, manchmal schwer zu berechnen. So kann es passieren, dass unschöne weiße Flächen entstehen, da wo ein Bild eigentlich zumindest teilweise zu sehen sein sollte. Ausserdem kommen manche Pagebuilder leider nicht mit Lazy Loading zurecht. Ansonsten ist Lazy Loading eine tolle Sache um (vor allem mobilen) Usern die Ladezeiten zu verkürzen und Bandbreite einzusparen.

Für WordPress gibt es hierzu diverse Plugins.

Monetarisierung von WordPress Blogs

Wer einen Blog betreibt, macht das entweder aus Spaß an der Freude, um Kunden zu generieren oder aber um diesen zu Geld zu machen. Mit Werbung und Affiliatelinks. Was kann man also tun um seine WordPress Webseite zu monetarisieren?

VGWort anmelden

Wer journalistisch unterwegs ist im Netz, also z.B. Artikel oder Ratgeber schreibt, der kann sich das von der VG Wort vergüten lassen (immerhin momentan 20€ pro Artikel, aktuelle Quoten hier). Hierzu muss die Site bei der VG Wort angemeldet werden und die Artikel gewisse Voraussetzungen (wie eine Mindestlänge und Mindest-Traffic) erfüllen. Je nach Anzahl Artikel kann dabei eine nette Summe jedes Jahr zustande kommen. Am besten man schaut sich die Voraussetzungen mal an.

Google AdSense einsetzen

Der Klassiker unter den Werbeformen auf einer Webseite oder einem Blog ist Google AdSense. Gerade für kleinere Webseitenbetreiber gibt es noch immer keine ernst zu nehmende Alternative um Werbung mit einer gewissen Reichweite zu schalten. Nirgends gibt es so viele Werber, auf die zurückgegriffen werden kann. Was man dort verdient, hängt stark vom Traffic und der Thematik der Site ab. Auf Finanzseiten wird mehr zu holen sein, als auf esoterischen Themen-Blogs. Es gibt auch diverse Plugins für WordPress zum Thema AdSense. Hier wurden einige vorgestellt.

Amazon Partnernet für Affiliate-Provisionen

Man kann mit Affiliatewerbung (Provision für Verkäufe, Klicks, Traffic, etc.) sehr viel Geld verdienen. Das Amazon Partnernet ist hier der bekannteste Vertreter. Man empfiehlt auf seiner Webseite, über spezielle Trackinglinks, Produkte auf Amazon. Kauft der User innerhalb 24h bei Amazon ein, werden ALLE Produkte in seinem Warenkorb verprovisioniert. Je nach Produktkategorie gibt es unterschiedliche Provisionssätze zu verdienen.

Durch das Amazon Partnernet haben allerdings klassische Affiliateseiten das Web geflutet, so dass man kaum mehr seriöse Testberichte zu Produkten oder Infos zu Produktkategorien findet, die nicht nur zum Zweck des Affiliate erstellt wurden. Hier heißt es also: Nur wer auch wirklich einen Mehrwert seinen Usern bieten kann, der sollte auch Produkte empfehlen. Reines Kopieren von Produktbeschreibungstexten von Amazon und zitieren von Kundenrezensionen reicht nicht aus.

Hier hat Peer Wandinger eine Artikelserie zum Thema Amazon Partnernet verfasst. Sehr lesenswert. Für WordPress gibt es spezielle Plugins. Auch hier hat Peer schon einige vorgestellt.

Eigene Dienstleistung verkaufen

Natürlich ist es der Königsweg, wenn über die eigene Webseite eigene Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden. Wie auf dieser Webseite hier zum Beispiel. Ich gebe umsonst Informationen und Tipps weiter und mache mir damit einen Namen und Werbung für mich als Dienstleister für Webdesign und WordPress-Entwicklung. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das super funktioniert.

Eigene Produkte verkaufen mit Shop

Und ähnlich sieht es mit Verkäufen von Produkten aus. Hat man etwas zu verkaufen, bietet sich eine Webseite an, dafür zu werben. In WordPress ist es möglich über Shop-Plugins Produkte zu verkaufen. Ob physische oder digitale Güter ist in dem Sinne egal. Das bekannteste Shop-System WooCommerce kann alles umsetzen. Inklusive Anbindungen an bekannte Bezahl-Anbieter.

E-Mail-Adressen sammeln mit Optinmonster

Zur Monitarisierung einer Webseite gehört die Sammlung und Nutzung von E-Mail-Adressen auf jeden Fall dazu. Kein Weg ist effektiver als die direkte Ansprache der potentiellen Zielgruppe. Gerade das ist über E-Mails gewährleistet. Bei WordPress gibt es diverse Möglichkeiten E-Mail-Adressen zu sammeln. Besser gesagt gibt es einige Pluginlösungen, die z.B. auf Mailchimp aufsetzen um Mailadressen zu speichern und dann Kampagnen zu fahren. Eine überragende Variante für die Sammlung der Adressen stellt Optinmonster dar.

Mit Optinmonster lassen sich Formulare erstellen, die in die Site sliden, die per Popup geöffnet werden oder in einer Top- oder Bottom-Bar lokalisiert sind. Für mich hat immer die Variante mit der Exit-Lightbox am besten funktioniert. Will ein User meine Webseite verlassen, wird ein Popup eingeblendet, in den direkt ein Formular für die Anmeldung am Newsletter eingebaut wurde. Damit konnte ich meine Adressenbasis stark vergrößern. Nur mobil sollte man es nicht nutzen, da Google das nicht wirklich mag.

WordPress Themes und Plugins weiterempfehlen

Dieser Weg seine Webseite zu monetarisieren ist eher der technischen Leserschaft dieses Artikels vorbehalten. Wer z.B. einen Blog zum Thema WordPress, Design oder Programmierung führt, der kann beispielsweise die 25 besten Plugins für WordPress empfehlen und dann bei Premium Themes oder Plugins auf Anbieter wie Themeforest verweisen. Bei einem Verkauf erhält man dort dann Provision. Die meisten Anbieter solcher Systeme wie Themeforest bieten Partnerprogramme an.

Memberbereiche schaffen

Noch besser als fremde Produkte oder Dienste zu empfehlen, ist es eigene zu verkaufen. Das kann durch Produkte in einem Shop passieren. Oder aber man liefert Tipps, Ideen, Dokumente oder auch digitale Produkte über die Registrierung in einem Mitgliederbereich. Das sollte kostenpflichtig sein, ansonsten kommt man bei der Monetarisierung nicht weit. Der Kollege hier hat eine Aufstellung über Mitglieder-Lösungen für WordPress gemacht. Sehr lesenswert. Klassischer Anwendungsfall wäre eine Seite mit einem Trainingsprogramm und Health Rezepten. Nur wer Mitglied ist, kriegt Zugriff auf die wertvollen Tipps.

Shopzertifizierungen andenken

Wer einen Shop betreibt und dort nennenswert Umsätze generieren will, der sollte nicht nur auf Dinge wie SSL Verschlüsselung achten, damit der User das Gefühl hat, dass er und seine Daten gut aufgehoben sind. Er sollte auch über eine Zertifizierung nachdenken. TrustedShops wäre der bekannteste Anbieter dafür. Als Lohn für den Durchlauf der kostenpflichtigen Zertifizierung, erhält man z.B. spezielle Logos, die man in die Webseite einbauen kann. Der Effekt ist nachvollziehbar positiv, da damit ein gewisses seriöses Image aufgebaut wird.

Spezielle Landingpages für Aktionen ohne ablenkende Elemente

Nutzt man Adwords um auf das eigene Webangebot und Produkte aufmerksam zu machen, sollte man darüber nachdenken spezielle Landingpages zu erstellen, auf die dann in Adwords verwiesen wird. Hier kann man dann allen Anforderungen an eine perfekte Landingpage und die, die Google für eine positive Bewertung stellt (die ist notwendig um Chancen auf gute Platzierungen und Preise bei den eigenen Anzeigen zu ermöglichen), erfüllen ohne die normalen Seiten des Webauftritts anpassen zu müssen. Meist sollen Landingpages anders aussehen als die klassische Unterseite einer Webseite. Beispielsweise Entfernung der Navigation um den User auf der Seite zu halten. Oder die stärkere Bewerbung des Angebots.

Landingpages können ganz einfach in WordPress mit „Seiten“ erstellt werden, die dann aber auf „noindex“ gestellt werden. Das lässt sich z.B. über Yoast SEO Plugin gewährleisten. In den Editoreinstellungen stellt man dort ein, dass die Landingpage nicht indiziert werden kann. Somit ist sie dann auch nur dort verfügbar, wo sie verlinkt wurde. Eben beispielsweise nur in Adwords-Kampagnen.

Einen Live-Chat bieten

Ich gebe zu, diese Art der Kundenbetreuung ist nur den Webseitenbetreibern vorbehalten, die die Zeit und/oder Manpower dazu haben. Einen Live-Chat anzubieten ist nahezu der Königsweg im Bereich der Kundenbetreuung, bedeutet unter Umständen aber auch viel Zeitaufwand. Das muss jeder für sich selber abschätzen, ob man das leisten kann und will. Ich bin mir aber sicher, dass bei einigen Branchen der direkte und sofortige Kontakt zwischen Anbieter und Interessent sehr von Vorteil ist, wenn es darum geht, ob ein Auftrag vergeben wird oder nicht. Fühlt man sich direkt gut abgeholt von echten Menschen und nicht nur durch Worthülsen und Werbetexte beraten, könnte das einen starken Ausschlag bei der Entscheidungsfindung geben.

Für WordPress gibt es auch hier diverse Anbieter für Livechats. Ein sehr guter kostenloser externer Anbieter ist LiveZilla.

Eine persönliche Note einbringen

Viele machen den Fehler und liefern ausschließlich unpersönliche und sachliche Texte. Gerade auf Ratgeberseiten ist das der Fall. Man merkt relativ schnell, ob nur die Informationen zu einem bestimmten Thema durch Web-Recherche zusammengetragen wurden oder ob der Schreiberling sich mit dem Thema wirklich befasst hat und es ihm am Herzen liegt. Nach meiner eigenen Erfahrung kann ich das Einbringen einer persönlichen Note nur empfehlen. Auf www.schmerz-im-nacken.de habe ich viele Ratgebertexte, die oft sehr medizinisch daherkommen. Der Erfolg hatte sich hingezogen, bis ich begonnen habe eine persönlichere Note einzubringen. Ich habe meine Erfahrungen und meinen eigenen Leidensweg eingebracht und persönliche Tipps gegeben. Das hat den Content nicht nur erweitert, sondern stark bereichert. Die Entwicklung des Traffics hat das bestätigt.

Was ich damit sagen will? Wer einen Blog oder eine Webseite betreibt, sollte nicht nur Texte schreiben, damit Texte geschrieben werden. Man sollte immer versuchen sein Herzblut reinzulegen, um das Optimum für den User und für sich zu erreichen. Erst dann wird sich Erfolg einstellen. Bleibt man im Mittelmaß und bei unpersönlichen Inhalten stehen, wird man keinen Heller und Pfennig erlösen. Geschweige denn eine Reputation aufbauen, die oft noch viel mehr Wert ist, als pure Umsätze auf einer Webseite. Versucht eure eigene Note einzubringen…es lohnt sich!

Wartung und Verwaltung einer WordPress Webseite

Das leidige Thema Wartung will natürlich niemand lesen, aber es ist ein Muss bei WordPress. Wer seine Webseite nicht wartet aktualisiert und auf dem neuesten Stand hält, der wird langfristig keinen Spaß damit haben. Gehackte WP Seiten sind an der Tagesordnung. Veraltete Inhalte machen keinen gruten Eindruck. Besser also monatlich etwas Zeit für die Wartung und Aktualisierung freizuschaufeln.

Über die Jahre können sich in WordPress Blogs schon mal tote Links ansammeln. Ständig die Artikel durchzugehen und zu prüfen macht keinen Spaß und ist wenig effektiv. Da bietet sich der „Broken Link Checker“ an, der dauerhaft automatisiert prüft, ob tote Links vorliegen und dann den Webseitenbetreiber per E-Mail benachrichtigt. Eine sehr praktische Sache, gerade bei größeren Webseiten.

ManageWP verwaltet mehrere WP Installationen

Wenn man mehr als eine WordPress Webseite betreibt oder vielleicht sogar als Entwickler mehrere Kunden betreut, für den ist ManageWP eine super Sache. Hier lassen sich alle WP Installationen einbinden, so dass ManageWP prüfen kann, wo bezüglich Wartung, Updates, Security, etc. Handlungsbedarf ist. Evtl. ist der kostenlose Service auch für Betreiber nur einer Webseite interessant.

Umzug einer WordPress Domain

Im Laufe der Lebenszeit einer WP Webseite ist es nichts ungewöhnliches mal den Webhoster oder die Domain zu wechseln. Das ist gar nicht so trivial, wie es auf den ersten Blick aussieht (zumindest für Leute, die das nicht alltäglich machen). Einfach rüberschrieben oder umbenennen kann zu Problemen führen. Wie man eine WP Webseite umzieht oder umbenennt, habe ich hier beschrieben. Im übrigen ist der Umzug auf SSL eine ähnliche Geschichte. Und wer sich gar nicht daran traut, der kann mich immer noch um Support anfragen.

Eine Multisite verwenden bei mehreren Webseiten

Viele wissen nicht, dass man mit WordPress auch mehrere Webseiten über eine Installation betreiben kann. Mit einer Multisite lassen sich beliebig viele Domains betreiben. Die Einrichtung ist nicht banal, aber auch kein Hexenwerk, wenn man strikt nach Vorgaben vorgeht. Achtung: viele betreiben Multisites für Mehrsprachigkeit. Also damit man für jede Sprache eine eigene Installation in der Multisite nutzen kann. Das macht keinen Sinn. Für Mehrsprachigkeit gibt es spezielle Plugins, die die Installation verschiedener WP Seiten überflüssig macht. Dr. Web hat die Einrichtung hier erklärt. Für Domainmapping empfehle ich das Plugin WordPress MU Domain Mapping.

Werbung ins Responsive Menü einbauen

Eigentlich ist das ein eher ungewöhnlicher Ort für Werbung, aber es funktioniert: in mobilen Menüs lassen sich Werbeplatzierungen vornehmen, insofern man das richtige Plugin für das responsive Menü nutzt. Wie z.B. Responsive Menu. Über die Einstellung „Additional Content“ lässt sich beliebiger Text und HTML einbauen und wird dann im mobilen Menü angezeigt, wenn dieses geöffnet wird. Auch sehr gut um Eigenwerbung zu machen (z.B. um auf Dienstleistungen oder Produkte aufmerksam zu machen)

Googles Forderung nach Cookiehinweis entsprechen

Google verlangt seit einiger Zeit einen Hinweis auf die Verwendung von Cookies. Google macht das, um ein wenig den Druck aus dem ewigen Streit zwischen Internet-Service-Anbietern und den Datenschutzkommissionen der EU herauszunehmen. Allerdings setzt die Anforderung keine direkte Vorgabe der EU um. Hier wird lediglich ein Hinweis auf die Verwendung von Cookies verlangt. Eine Ablehnung der Cookies ist nicht möglich, ausschließlich die „zur Kenntnisnahme“. Umsetzen lässt sich das relativ schnell mit diversen Plugins oder einem manuellen Einbau des Cookiehinweises. Wer die Vorgabe von Google nicht umsetzt, riskiert die Sperre seiner Dienste wie Google Analytics, AdSense oder Maps.

Passwortgeschützte Bereiche schaffen

In WordPress einen passwortgeschützten Bereich zu schaffen, ist leicht möglich. WP hat hier Hausmittel um ein Passwort einer Seite oder einem Beitrag zu vergeben. Es geht aber auch komplizierter: mit Benutzersteuerung, Zugang zu Kundenbereichen, etc. Dies lässt sich mit kostenlosen oder kostenpflichtigen Plugins einrichten. Wie das geht, habe ich hier erklärt.

E-Mail Deliverability verbessern

Wenn man Newslettermarketing betreibt, will man, dass E-Mails auch ankommen, die von WordPress versendet werden. Anmeldungen an Newslettern, Registrierungsmails von Benutzern, etc. lösen E-Mails aus. Manchesmal kommen diese Mails nicht an oder landen in SPAM-Ordnern, weil der E-Mail-Header nicht 100% passt, um problemlos durch SPAM-Filter zu gelangen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Absender-Maildomain anders lautet als die Domain der Webseite. In diesen Fällen empfiehlt es sich, dass man ein SMTP Plugin verwendet, welches die Verbindung zu einem SMTP Server erlaubt. wp_mail() wird dann durch SMTP ersetzt. WP Mail SMTP ist ein solches Plugin.

 

Blogs zum Thema WordPress und SEO verfolgen

Es ist immer sinnvoll ein wenig auf dem Laufenden zu bleiben, was die Themen WP oder SEO angeht. Wichtig, damit man weiß in welche Richtung sich WordPress entwickelt oder ob es gerade wichtige Updates gibt. Ebenso wichtig für eine erfolgreiche Webseite: Die Beobachtung der SEO Szene. Wichtige WordPress Blogs habe ich hier aufgelistet. Zu SEO gibt es unzählige Quellen. Hier hilft die Google Suche nach SEO Blogs.

Anfahrt per Google Maps bieten

Als Dienstleister mit regionaler Ausrichtung macht auf einer Webseite eine Anfahrtsbeschreibung meistens Sinn. Vor allem, wenn man ein Ladengeschäft oder eine Filiale mit Kundenbesuchen betreibt. Zur manuellen Anfahrtsbeschreibung per Text und Adresse, lohnt es sich eine Karte via Google Maps zu ergänzen. Die meisten sind damit mittlerweile vertraut und können damit umgehen. In WordPress Premium Themes gibt es häufig Module/Elemente, mit denen man Maps einbinden kann. Ansonsten gibt es Plugins dafür oder aber man nutzt simpel die Möglichkeit in Google Maps den Einbettungscode zu kopieren und dann in WordPress im Text-Editor einzukopieren. Übrigens lassen sich auch individuelle Google Maps erstellen. Das macht man unter „Google My Maps„.

Seiten von Indizierung ausschließen

Nicht jede Seite oder jeder Beitrag soll auch von Google indiziert werden. Möglichkeiten eine Indizierung zu unterbinden gibt es viele, die meisten kennen sie aber nicht. Nutzt man z.B. Yoast SEO, lässt sich eine Indizierung mit Hilfe dieses Plugins unterbinden, indem im Editor schlichtweg das „noindex“ ausgewählt wird. Weitere Möglichkeiten der Blockierung einer Indizierung habe ich hier aufgelistet.

PHP Ausführung in Widgets aktivieren

WP erlaubt per se keine PHP Codes in seinen Editoren oder in Widgets (die mittlerweile ja ebenso mit einem Editor mitkommen, wenn man ein Textwidget einbaut). Damit PHP ausgeführt wird, nutzt man spezielle Plugins. Diese erlauben es mir auf meinen Webseiten unter anderem, Inhalte von Seiten in Footerwidgets auszugeben, damit man dort bessere Gestaltungsmöglichkeiten hat. Die Footerseiten habe ich per Visual Composer gestaltet.

Die Sidebar pro Seite wählen können

Premium Themes oder Page Builder geben die Möglichkeit an die Hand, Sidebar Areas zu definieren. D.h. man erstellt ein Layout mit mehreren Spalten und die rechte Spalte beispielsweise wird eine Art klassischer Sidebar, der ein Widgetbereich zugeordnet werden kann. Desweiteren bieten Premium und kostenlose Themes immer noch Templates, die mit einer Sidebar daherkommen. Aber oftmals wird diese automatisch mit einer Widget-Area besetzt. D.h. man kann nicht pro Seite die Widget-Area wählen. Somit sieht die Sidebar überall gleich aus, was nicht immer zielführend ist. Will man flexibler bei der Ausstattung von Inhaltsseiten mit Sidebars sein, kann man eine Plugin gestützte Lösung nutzen oder aber das Ganze selbst in das Theme einprogrammieren.

Rechtliche Anforderungen an Webseiten umsetzen

Bist du sicher, dass deine Webseite rechtskonform ist? Sind alle Bildnachweise gegeben? Ist das Impressum wasserdicht? Sind AGBs nötig und vorhanden? Diese Fragen zu beantworten ist für den Laien schwer. Es gibt aber Anbieter im Netz, die es Webseitenbetreibern erleichtern, Rechtstexte zu verfassen und zu nutzen. Peer Wandinger hat sich mit dem Thema näher beschäftigt.

Formulare bieten für gezielten Kundenkontakt

Die einfachste Möglichkeit mit einem User auf seiner Webseite in Kontakt zu treten, ist die eigene Telefonnummer oder E-Mail-Adresse anzugeben. Allerdings ist es manchesmal kundenorientierter, wenn man ein Mail-Formular anbietet und schon die nötigen Daten abfragt, die eine Kundenanfrage beinhalten sollte. Für eine Angebotsanfrage für einen Malermeister, ist es vielleicht sinnvoll schon die Adresse und Größe der Räume anzugeben, damit schon bei der ersten Prüfung der Anfrage eingeschätzt werden kann, ob die Anfahrt sich lohnt. So verkürzt sich die Korrespondenz und es bleibt Zeit für das Wesentliche. Den Kunden (und nach Feierabend die Freizeit). Formulare lassen sich mit einfachen Plugins wie Contact Form 7 aufbauen und einbinden. Bitte nicht vergessen ein Captcha einzubauen, damit man nicht zugespammt wird.

Kommtare abonnieren aktivieren

Viele Webseiten und vor allem WordPress Blogs leben von der Interaktion mit den Usern. User generated content kann immer noch sehr wichtig sein für Suchmaschinen. Er erweitert die professionell verfassten Blogartikel des Betreibers mit den Meinungen, Fragen und Anmerkungen der User. Damit bleibt der Inhalt frisch und aktuell. Die Chancen auf Rankings steigen. Damit die Interaktion nicht nach der Antwort auf eine Frage eines Besuchers endet, kann man diesen die Benachrichtigung auf Antworten ermöglichen. Durch Anhaken der Option, erhalten Besucher dann auf ihre Fragen Antworten per Mail. Sie kommen und interagieren wieder. Zumindest im Idealfall. In WordPress gibt es aus unerfindlichen Gründen diese Option bis heute nicht und muss nachgerüstet werden.

Fazit

Ich könnte hier vermutlich einen weiteren Artikel mit 101 Tipps zu WordPress schreiben, Ideen gibt es zu Hauf und man kann wirklich sehr viel tun, damit man erfolgreich mit der eigenen Webseite wird. Aber ich denke die hier gelisteten Tipps, sollten den allermeisten Webseitenbetreibern als gute Basis für Erfolg dienen. Man muss es nur durchziehen. Viel Erfolg!

Ein Kommentar

  1. Carlo Milan sagt:

    Vielen Dank für den höchst interessanten Artikel mit den vielen Anregungen zu den unterschiedlichsten Aspekten in WordPress. Eine wahre Fundgrube für jeden WordPress-User!

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